Kennung: 5117

Zürich, 6. Januar 1896 (Montag), Postkarte

Autor*in

  • Wedekind, Frank

Adressat*in

  • Wedekind, Emilie (Mati)

Inhalt

– Carte postale. –
Union postale universelle. – Weltpostverein. – Unione postale universale.
SUISSE. SCHWEIZ. SVIZZERA.


Nur für die Adresse.
Côté réservé à l’adresse.
Lato riservato all’indirizzio.


Mademoiselle Emilia Wedekind
Piazza di Spagna 5
Rome. |


Zürich, Fest Gasse 21.I. – 6.1.96.


Liebes Mati, ich habe eben Frau InhelderMartha Inhelder (geb. Sieber) aus Derendingen bei Solothurn, die vor einigen Jahren unter den Pensionsgästen auf Schloss Lenzburg war, wie aus einem Brief Donald Wedekinds an seine Mutter Emilie Wedekind vom 23.6.1892 aus Solothurn hervorgeht: „Soeben empfing ich auf meinem Zimmer Frau Inhelder, die ich [...] leider nicht besuchen konnte. Sie fragte mich ob Du immer in Lenzburg noch weilst. [...] Sie erwartet auch ihre Tochter diesen Sommer in der Schweiz und würde sich freuen, wenn Du noch Sommerfrischler hältst, bei Dir sich einzulogieren, da auch die Gesundheit ihrer Tochter einen Bergaufenthalt verlangt. [...] Wenn die Tochter von Frau Inhelder kommt, so wird sich Mama Inhelder in Derendingen, wo sie sich langweilt, los reißen, um dann später in Zürich zu wohnen.“ [Mü, FW B 304] Die Dame ist auf einer Mitgliederliste der Ortsgruppe Dresden des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins zu finden (abgedruckt in einer in Zürich erscheinenden Zeitschrift): „Martha Sieber-Inhelder, Derendingen, Kt. Solothurn.“ [Die Philantropin. Organ des Schweizer-Frauenverbandes, Jg. 1, Probenummer 1, Juni 1890, S. 9] geschriebenHinweis auf ein nicht überliefertes Schreiben; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Martha Inhelder, 6.1.1896. sie möchte mir Deinen Malkasten hierher schicken, da er mir große Dienste leisten kann bei meiner VorstellungWedekind plante offenbar eine Aufführung oder szenische Lesung seiner Posse „Der Schnellmaler“ (1889) [vgl. Frank Wedekind an Emilie Wedekind, 29.12.1895].. Ich hoffe, du wirst nichts dagegen haben. Sage Donald bitte, daß ich seine Sachen in Zürich auf der Güterexpedition nicht gefunden, und daß ich einen Spediteur damit beauftragt, sie ausfindig zu machen. Sobald ich sie erhalten werde ich den Mantel schicken.

Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen an Mama, dich und Donald, dein treuer Bruder
Frank.

Einzelstellenkommentare

Materialität des Dokuments

Bestehend aus 1 Blatt, davon 2 Seiten beschrieben

Schrift:
Kurrent. Empfängeradresse in lateinischer Schrift.
Schreibwerkzeuge:
Feder. Tinte.
Schriftträger:
Papier. 14 x 9 cm. Gelocht.
Schreibraum:
Im Querformat beschrieben.
Sonstiges:
Die Postkarte ist mit einer aufgedruckten Briefmarke von 10 Rappen frankiert.

Datum, Schreibort und Zustellweg

Uhrzeit im Postausgangsstempel Zürich: „4“ (= 16 Uhr). Uhrzeit im Posteingangsstempel Rom: „2“ (= 14 Uhr).

Informationen zum Standort

Münchner Stadtbibliothek / Monacensia

Maria-Theresia-Straße 23
81675 München
Deutschland
+49 (0)89 419472 13

Informationen zum Bestand

Name des Bestandes:
Nachlass Frank Wedekind
Signatur des Dokuments:
FW B 191
Standort:
Münchner Stadtbibliothek / Monacensia (München)

Danksagung

Wir danken der Münchner Stadtbibliothek / Monacensia für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe des Korrespondenzstücks.

Zitierempfehlung

Frank Wedekind an Emilie (Mati) Wedekind, 6.1.1896. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (03.04.2025).

Status der Bearbeitung

In Bearbeitung
Zum Prüfen bereit
Freigegeben

Erstellt von

Tilman Fischer

Überarbeitet von

Ariane Martin

Zuletzt aktualisiert

10.02.2025 18:54