Kennung: 403

Berlin, 11. März 1917 (Sonntag), Briefkarte

Autor*in

  • Wedekind, Frank

Adressat*in

  • Martens, Kurt

Inhalt

DEUTSCHE GESELLSCHAFT 1914   11.III.17Wedekind notierte am 11.3.1917 in Berlin: „Abendessen im Club.“ [Tb] Das war die Deutsche Gesellschaft 1914, in deren Räumen er die vorliegende Briefkarte schrieb; bereits bei seinem Aufenthalt in Berlin im Vorjahr war er oft dort [vgl. Wedekind an Kurt Martens, 30.4.1916]..


BERLIN W.
WILHELMSTR. 67.


Lieber Kurt Martens! Hier in BerlinWedekind ist am 6.3.1917 von München abgereist – „Abends Fahrt nach Berlin“ [Tb] – und traf am 7.3.1917 früh morgens in Berlin ein, wo er im Hotel Excelsior (Königgrätzer Straße 112/113) logierte: „Ankunft in Berlin. Hotel Exzelsior.“ [Tb] Er gab in Berlin vom 9.3.1917 bis 7.4.1917 ein Gastspiel als Dr. Schön in der „Erdgeist“-Inszenierung (Premiere: 4.11.1916) unter der Regie von Rudolf Bernauer im Theater in der Königgrätzer Straße (Direktion: Carl Meinhard und Rudolf Bernauer) mit Maria Orska in der Rolle der Lulu, die sie an 373 Abenden spielte [vgl. Seehaus 1973, S. 712], und fuhr am 8.4.1917 zurück nach München [vgl. Tb]. ist es sicherlich unterhaltender als in München. Gesternam 10.3.1917, an dem Wedekind notierte: „Sechs Uhr Probe mit Orska von 3 Akt Schluß. Vorstellung Erdgeist“ [Tb]; sein Gastspiel als Dr. Schön mit der Lulu-Darstellerin Maria Orska als Partnerin in der Berliner „Erdgeist“-Inszenierung (siehe oben) hatte am 9.3.1917 begonnen: „Um zwölf Uhr ½stündige Probe mit meiner Partnerin Maria Orska [...] Vorstellung Erdgeist“ [Tb]. habe ich zum zweiten Mal gespielt. Die Hotels sind aber überfüllt, Habsburger Hof sowohl wie Excelsior. Da ich am frühen morgenSchreibversehen, statt: Morgen. ankam erhielt ich noch Platz. Des Abends ist aber nur bei Vorausbestellungen | Unterkunft zu haben. Solltest Du also am Tag fahren so würde es sich empfehlen das Zimmer vorher zu bestellen. Wenn ich es für Dich tun kann, dann laß es mich bitte wissen. Ich freue mich sehr auf Dein EintreffenKurt Martens dürfte nicht nach Berlin gefahren sein. Wedekind sah ihn erst nach seiner Rückkehr in München wieder, am 18.4.1917 im Café Luitpold: „C.L. mit Friedenthals Martens und Heinrich Mann“ [Tb]..

Mit schönsten Grüßen
Dein
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

Materialität des Dokuments

Bestehend aus 1 Blatt, davon 2 Seiten beschrieben

Schrift:
Kurrent.
Schreibwerkzeuge:
Feder. Tinte.
Schriftträger:
Papier. 15 x 12 cm. Mit gedrucktem Briefkopf. Gelocht.
Schreibraum:
Im Querformat beschrieben.

Datum, Schreibort und Zustellweg

  • Schreibort

    Berlin
    11. März 1917 (Sonntag)
    Sicher

  • Absendeort

    Berlin
    Datum unbekannt

  • Empfangsort

    München
    Datum unbekannt

Informationen zum Standort

Münchner Stadtbibliothek / Monacensia

Maria-Theresia-Straße 23
81675 München
Deutschland
+49 (0)89 419472 13

Informationen zum Bestand

Name des Bestandes:
Nachlass Frank Wedekind
Signatur des Dokuments:
Wedekind, Frank A I/19
Standort:
Münchner Stadtbibliothek / Monacensia (München)

Danksagung

Wir danken der Münchner Stadtbibliothek / Monacensia für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe des Korrespondenzstücks.

Zitierempfehlung

Frank Wedekind an Kurt Martens, 11.3.1917. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (03.04.2025).

Status der Bearbeitung

In Bearbeitung
Zum Prüfen bereit
Freigegeben

Erstellt von

Mirko Nottscheid

Überarbeitet von

Ariane Martin

Zuletzt aktualisiert

23.11.2024 21:45