[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 15.6.1917 in Zürich:]
BriefDer nicht überlieferte Brief an Waldemar Wendland, Direktor des Künstlertheaters in Zürich [vgl. Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1918, S. 635], das seine Bühne im Saal zur Kaufleuten (Pelikanstraße 18) hatte, betraf wohl Wedekinds im Tagebuch dokumentierte „Herakles“-Lesung, die er am 11.6.1917 in Zürich vereinbart hatte („Abschluß über Heraklesvortrag mit Wendland“) und die am 13.6.1917 stattfand („Abends Vorlesung von Herakles in den Kaufleuten“), um 20 Uhr, wie angekündigt war: „Im Winter 1916/17 arbeitete Wedekind in München an einem neuen Werk – er nennt es ein dramatisches Gedicht – ‚Herakles‘. Diese Arbeit, die in diesen Tagen bei Georg Müller in München als Buch erscheinen wird, wird Frank Wedekind heute abend 8 Uhr im Künstlertheater vorlesen; sie darf des Interesses der Literaturfreunde zum voraus gewiß sein.“ [Vorlesung Frank Wedekind. In: Neue Zürcher Zeitung, Jg. 138, Nr. 1072, 13.6.1917, 2. Abendblatt, S. (3)] an Wendland von CantorowitschDer Impresario Michael Kantorowitz (Micha Kantorowicz) in Zürich (Dufourstraße 44), „Konzertdirektion, Theaterverlagsvertretungen, Schweizer Redaktion des ‚Theater Courier‘“ [Adressbuch der Stadt Zürich für 1918, Teil I, S. 286], hatte offenbar für Waldemar Wendland Wedekinds „Herakles“-Lesung (siehe oben) organisiert, der am 21.6.1917 dazu notierte: „Cantorowitsch bringt mir 500 frs von Wendland.“ [Tb] diktiert.
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Zürich15. Juni 1917 (Freitag) Ermittelt (sicher)
ZürichDatum unbekannt
Es gibt keine Informationen zum Standort.
Frank Wedekind an Waldemar Wendland, 15.6.1917. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (04.04.2025).
Ariane Martin