Kennung: 1880

Berlin, 5. Dezember 1906 (Mittwoch), Brief

Autor*in

  • Wedekind, Frank

Adressat*in

  • Loewenfeld, Emmy

Inhalt

Sehr verehrte Frau Doctorwahrscheinlich Emmy Loewenfeld, (geb. Wolff) in Berlin (Landgrafenstraße 10) [vgl. Adreßbuch für Berlin 1907, Teil I, S. 1452], die vermögende und kunstliebende Witwe des Bankiers Dr. jur. Hermann Loewenfeld (Direktor der Nationalbank für Deutschland, verstorben am 20.4.1891 in Berlin), dem Deutschen Theater verbunden [vgl. Wedekind an Emmy Loewenfeld, 17.10.1908]. Sie war die maßgebliche Geldgeberin Max Reinhardts bei der Übernahme des Deutschen Theaters (Schall und Rauch). Wedekind sah sie dem Tagebuch zufolge im Kontext seiner Kontakte mit dem Deutschen Theater zu Berlin, so am 24.2.1906 („Besuch bei Frau Dr. Löwenfeld“), 7.3.1906 („Abends bei Emmy Löwenfeld“), 17.3.1906 („Diner bei Frau Dr. Löwenfeld“), ausdrücklich zur Inszenierung von „Frühlings Erwachen“ (siehe unten) am 24.10.1906 („Frühlings Erwachen wird frei gegeben. Am Nachmittag bei Frau Dr. Löwenfeldt“) und 20.12.1906 („Frlgs Erw. 20. Nachher mit dem Deutschen Theater bei Borchardt [...]. Ich fahre mit Tante Löwenfeld nach Hause“).!

Mit gleicher PostHinweis auf ein nicht überliefertes Begleitschreiben zur Sendung (siehe unten); erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Emmy Loewenfeld, 5.12.1906. übersende ich Ihnen den erstenSchreibversehen, statt: die erste. der beiden BesprechungenPaul Lindau veröffentlichte anlässlich der Uraufführung von „Frühlings Erwachen“ am 20.11.1906 an den Kammerspielen des Deutschen Theaters zu Berlin (Direktion: Max Reinhardt) zunächst einen ausführlichen Artikel über das Stück [vgl. Paul Lindau: „Frühlings Erwachen.“ Eine Kindertragödie von Frank Wedekind. In: Neues Wiener Journal, Jg. 14, Nr. 4702, 23.11.1906, S. 1-3], zwei Tage später dann eine Besprechung der Inszenierung [vgl. Paul Lindau: „Frühlings Erwachen.“ Aufführung und Aufnahme. In: Neues Wiener Journal, Jg. 14, Nr. 4704, 25.11.1906, S. 12]. von Paul Lindau. Den zweitenSchreibversehen, statt: Die zweite. über die Aufführung kann ich leider nicht mehr finden.

Mit verbindlichsten Empfehlungen auch von meiner Frau
Ihr ergebener
Frank Wedekind.


5.XII 6.

Einzelstellenkommentare

Materialität des Dokuments

Bestehend aus 2 Blatt, davon 1 Seite beschrieben

Schrift:
Kurrent.
Schreibwerkzeuge:
Feder. Tinte.
Schriftträger:
Papier. Doppelblatt. Seitenmaß 13 x 17,5 cm.
Schreibraum:
Im Hochformat beschrieben.

Datum, Schreibort und Zustellweg

  • Schreibort

    Berlin
    5. Dezember 1906 (Mittwoch)
    Sicher

  • Absendeort

    Berlin
    Datum unbekannt

  • Empfangsort

    Berlin
    Datum unbekannt

Informationen zum Standort

Deutsches Literaturarchiv Marbach

Schillerhöhe 8-10
71672 Marbach am Neckar
Deutschland

Informationen zum Bestand

Name des Bestandes:
B: Wedekind, Frank
Signatur des Dokuments:
B: Wedekind, Frank 59.1127
Standort:
Deutsches Literaturarchiv Marbach (Marbach am Neckar)

Danksagung

Wir danken dem Deutschen Literaturarchiv Marbach für die freundliche Genehmigung der Wiedergabe des Korrespondenzstücks.

Zitierempfehlung

Frank Wedekind an Emmy Loewenfeld, 5.12.1906. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (03.04.2025).

Status der Bearbeitung

In Bearbeitung
Zum Prüfen bereit
Freigegeben

Erstellt von

Cordula Greinert

Überarbeitet von

Ariane Martin

Zuletzt aktualisiert

06.03.2025 16:10