Kennung: 188

Frankfurt am Main, 5. Juni 1903 (Freitag), Bildpostkarte

Autor*in

  • Cerenotti, Minny di

Adressat*in

  • Wedekind, Frank

Inhalt

Postkarte – Carte Postale
Weltpostverein – Union postale universelle
[...]


Wolgeb. Herrn Frank Wedekind
Schriftsteller
München
p. Adr.Simplizissimus
Hum. Wochenschriftdie als Satireblatt bekannte Münchner Wochenschrift „Simplicissimus“ (verlegt von Albert Langen), an deren Adresse (Kaulbachstraße 91) die Bildpostkarte adressiert ist; im „Simplicissimus“ ist am 18.4.1896 von Max Slevogt illustriert Wedekinds Gedicht „Das arme Mädchen“ erschienen [vgl. KSA 1/II, S. 1131], auf das Minny di Cerenotti sich bezieht (siehe unten).


Abs. Minny di Cerenotti
Frankfurt a/M.
Orpheumdas Frankfurter Orpheum (Direktion: Max Bruck), ein Theater in Frankfurt am Main (Neue Zeil 80-82) [vgl. Neues Adreßbuch für Frankfurt am Main 1904, Teil I, S. 192], an dem die Rezitatorin Minny di Cerenotti wohl gastierte (Orpheum war eine Bezeichnung für Kleinkunstbühnen), jedenfalls aber in der Stadt auftrat, so am 23.6.1903: „Soirée Minny di Cerenotti, im kaufmännischen Verein, Langestraße 26, Nm. 8½.“ [Frankfurter Zeitung, Jg. 47, Nr. 172, 23.6.1903, 3. Morgenblatt, S. 2] |


[Foto]

Das arme Mädel v. Frank Wedekind

Minny di Cerenotti


[am linken Rand, um 90 Grad gedreht:]

Frdl. Grüße sendet Ihnen das OriginalMinny di Cerenotti, die sich als Rezitatorin von Wedekinds Ballade „Das arme Mädchen“ [KSA 1/I, S. 364-366] auf sich bezieht und zugleich auf das Foto von sich auf der Bildpostkarte verweist, das sie in der Rolle des armen Mädchens aus Wedekinds Ballade zeigt; sie hatte von Wedekind das Aufführungsrecht erhalten und ihm ein Foto von sich in der Rolle versprochen, eine „photographische Aufnahme als armes Mädel“ [Minny di Cerenotti an Wedekind, 7.5.1903]..

Einzelstellenkommentare

Materialität des Dokuments

Bestehend aus 1 Blatt, davon 2 Seiten beschrieben

Schrift:
Kurrent und lateinische Schrift. Empfängeradresse in lateinischer Schrift.
Schreibwerkzeuge:
Feder. Tinte.
Schriftträger:
Papier. 9 x 13,5 cm.
Schreibraum:
Im Hoch- und Querformat beschrieben.
Sonstiges:
Die Bildseite zeigt das Foto einer jungen Frau in dunklem Umhang. Die Adressseite ist mit Postzustellvermerken in Tinte versehen; die Empfängeradresse ist gestrichen und durch „Franz Josefstr. 42“ ersetzt. Die Bildpostkarte ist mit einer aufgeklebten Briefmarke von 5 Pfennig frankiert. Wedekind hat oben auf der Adressseite mit roter Tinte das Datum „6.6.03.“ notiert.

Datum, Schreibort und Zustellweg

Das Datum des Postausgangsstempels – 5.6.1903 – darf als Schreibdatum angenommen werden.

Uhrzeit im Postausgangsstempel Frankfurt am Main: „8 – 9 N“ (= 20 bis 21 Uhr). Uhrzeit im Zwischenstempel München: „12 – 1 N“ (= 24 bis 1 Uhr). Uhrzeit im Posteingangsstempel München: „V. 8 – 9“ (= 8 bis 9 Uhr).

Informationen zum Standort

Münchner Stadtbibliothek / Monacensia

Maria-Theresia-Straße 23
81675 München
Deutschland
+49 (0)89 419472 13

Informationen zum Bestand

Name des Bestandes:
Nachlass Frank Wedekind
Signatur des Dokuments:
FW B 26
Standort:
Münchner Stadtbibliothek / Monacensia (München)

Danksagung

Wir danken der Münchner Stadtbibliothek / Monacensia für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe des Korrespondenzstücks.

Zitierempfehlung

Minny di Cerenotti an Frank Wedekind, 5.6.1903. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (03.04.2025).

Status der Bearbeitung

In Bearbeitung
Zum Prüfen bereit
Freigegeben

Erstellt von

Mirko Nottscheid

Überarbeitet von

Ariane Martin

Zuletzt aktualisiert

09.12.2024 10:22