Kennung: 1203

München, 30. Juni 1897 (Mittwoch), Brief

Autor*in

  • Dreßler, Lotte

Adressat*in

  • Wedekind, Frank

Inhalt

Lieber Herr Wedekind!

Bitte haben Sie die große Güte, sofort die Adresse Ludwig Scharf’sLudwig Scharf hatte in München (Wilhelmstraße 3e) [vgl. Adreßbuch von München für das Jahr 1896, Teil II, S. 539] gewohnt und war Ende 1896 nach Berlin übergesiedelt (Ansbacherstraße 54, Hinterhaus, 2. Stock) [vgl. Adreßbuch für Berlin 1898, Teil I, S. 1151]; er war auch unter der Redaktionsadresse Adresse der „Mitteilungen aus dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus“ zu erreichen, dort verzeichnet: „Verleger und verantwortlicher Redakteur: Ludwig Scharf, Magdeburgerstr. 13.“ [Mitteilungen aus dem Verein zur Abwehr des Antisemitismus, Jg. 7, Nr. 26, 26.6.1897, S. 208]. aufzuschreiben und an Herrn Gabriel FinneGabriel Finne, in Christiania (heute: Oslo) lebender Schriftsteller, der als Repräsentant der skandinavischen Moderne galt; sein Einakter „Uglen“ (1893), von Ernst Brausewetter übersetzt „Die Eule“ (1893), war nicht nur „von der Münchner Hofbühne zur Aufführung angenommen worden“ [Hamburger Fremden-Blatt, Jg. 65, Nr. 75, 29.3.1893, 1. Beilage, S. (2)] (offenbar nicht inszeniert), sondern auch vom Neuen Theater in Berlin: „Für das ‚Neue Theater‘ wurde das einaktige Schauspiel ‚Die Eule‘ von dem norwegischen Dichter Gabriel Finne zur Aufführung angenommen.“ [Berliner Tageblatt, Jg. 23, Nr. 65, 5.2.1894, Abend-Ausgabe, S. (4)] Es kam allerdings erst am 27.3.1898 durch die Dramatische Gesellschaft zu Berlin im Residenztheater (Direktion: Sigmund Lautenburg) in einer Matinee zur Aufführung [vgl. F.E.): Dramatische Gesellschaft. In: Berliner Tageblatt, Jg. 27, Nr. 158, 28.3.1898, Montags-Ausgabe, S. (2)]. aus Christiania,
d. G. Director LautenburgSigmund Lautenburg in Berlin war Direktor des Residenztheaters und „gleichzeitig Direktor des Neuen Theaters“ [Neuer Theater-Almanach 1897, S. 265] am „Schiffbauerdamm 5“ [Neuer Theater-Almanach 1897, S. 266]., Neues Theater, Schiffbauerdamm, zu senden. Sie würden mich dadurch zu großem Dank verpflichten. |

Mit besten Wünschen für Ihr Wohlergehen
Lotte Dressler

Einzelstellenkommentare

Materialität des Dokuments

Bestehend aus 2 Blatt, davon 2 Seiten beschrieben

Schrift:
Kurrent.
Schreibwerkzeuge:
Feder. Tinte.
Schriftträger:
Papier. Doppelblatt. Seitenmaß 13 x 17 cm. Gelocht.
Schreibraum:
Im Hochformat beschrieben.
Sonstiges:
Wedekind hat oben auf Seite 1 mit Bleistift das Datum „30 VI 97.“ notiert.

Datum, Schreibort und Zustellweg

Der 30.6.1897 ist als Ankerdatum gesetzt – das Schreibdatum, Wedekinds Datumsnotiz auf dem Brief zufolge.

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Schreibort

München
30. Juni 1897 (Mittwoch)
Ermittelt (sicher)

send

Absendeort

München
Datum unbekannt

inbox

Empfangsort

Berlin
Datum unbekannt

Informationen zum Standort

Münchner Stadtbibliothek / Monacensia

Maria-Theresia-Straße 23
81675 München
Deutschland
+49 (0)89 419472 13

Informationen zum Bestand

Name des Bestandes:
Nachlass Frank Wedekind
Signatur des Dokuments:
FW B 34
Standort:
Münchner Stadtbibliothek / Monacensia (München)

Danksagung

Wir danken der Münchner Stadtbibliothek / Monacensia für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe des Korrespondenzstücks.

Zitierempfehlung

Lotte Dreßler an Frank Wedekind, 30.6.1897. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (24.01.2026).

Status der Bearbeitung

Erstellt von

Mirko Nottscheid

Überarbeitet von

Ariane Martin

Zuletzt aktualisiert

10.12.2024 17:26