16/8 1902.
Herrn Frank
Wedekind
München.
Sehr geehrter Herr, wollen Sie sich bezügl. des Honorars
für „Die Büchse der Pandora[“] an O. J. Bierbaum wendenHinweis auf eine nicht überlieferte Anfrage; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Otto Julius Bierbaum, 18.8.1902. Otto Julius Bierbaum war als Herausgeber der Zeitschrift „Die Insel“ für den Inhalt des dritten Jahrgangs verantwortlich (so in den Heften angegeben) und auch für die Finanzen zuständig; er hat Wedekind auf dessen Anfrage hin in seinem Brief aus Stein am Rhein zwar nichts Bestimmtes gesagt [vgl. Otto Julius Bierbaum an Wedekind, 20.8.1902], dann aber doch für den Freund in finanzieller Hinsicht Bemühungen unternommen, die 100 Mark einbrachten [vgl. Wedekind an Insel-Verlag, 26.8.1902; Wedekind an Otto Julius Bierbaum, 29.8.1902].! Derselbe ist zur Zeit:
Stein a. Rhein Kloster St. Georg;
– ohne seine Zustimmung kann ich nichts zahlen, umso mehr, da ich nicht weiß,
ob sich der von Dr.
Blei angenommene ÜberschußOtto Julius Bierbaum bedauerte, dass Franz Blei, Schriftsteller in München (Arcisstraße 19) [vgl. Adreßbuch von München für das Jahr 1903, Teil I, S. 59] und Redakteur der Zeitschrift „Die Insel“, der die Drucklegung der Tragödie „Die Büchse der Pandora“ in der Zeitschrift mit Wedekind verabredet hat [vgl. Wedekind an Franz Blei, 7.6.1902], Wedekind bezüglich der Höhe des Honorars für den Zeitschriftenabdruck Versprechungen gemacht habe [vgl. Otto Julius Bierbaum an Wedekind, 20.8.1902].
wirklich ergiebt, welcher nötig ist, um den Abmachungen entsprechend, eine
Honorarzahlung eintreten zu lassen.
Mit besten Empfehlungen bin ich
Hochachtungsvoll
Ihr R. von Poellnitz