Postkarte
Frank
Wedekind |
[Zeichnung]
MARY IRBERDas Bildmotiv spielt an auf Wedekinds enges Verhältnis zu der Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin, die „ihn in ihren Bann gezogen“ hatte und „mit der er zusammen im Kabarett auftrat“ [Vinçon 1987, S. 66], im Künstler-Kabarett Die Sieben Tantenmörder (dann: Intimes Theater) ‒ „unsere Diva war die schöne junge Mary Irber, Frank Wedekinds ‚Venus Duplex Amathusia‘“ [Mühsam 2003, S. 103]; als „Venus duplex amathusia“ ist sie in Wedekinds Lied „An Mary Irber“ [KSA 1/III, S. 162f., 423f.] bezeichnet, das als Gedicht „An Mary“ [KSA 1/I, S. 533] am 20.3.1905 in der Münchner Zeitschrift „Strandgut“ erschien und unter dem Titel „Meiner entzückenden Kollegin Mary I.“ in die Sammlung „Die vier Jahreszeiten“ aufgenommen wurde [vgl. KSA 1/II, S. 1879-1881].
gez Max Eichler 1904
Ich kam
völlig ohne WaffenBei dieser Zeile und dem weiteren Text bis zum Ausrufungszeichen könnte es sich um ein (nicht ermitteltes) Zitat handeln.,
doch man machte mir nicht auf
abwesend war der Körper, schlief der Geist! Mit Gruss u. Bitte um Nachricht
ins Krankenhaus r. d. Isardas städtische Krankenhaus rechts der Isar (im Unterschied zum größeren Krankenhaus links der Isar), eine Unfallklinik in München.. Max Eichler
11/5. 1905
Gruss u. Kuss an „Frau Eichlernicht identifiziert (die Frau stand wohl in engerer Verbindung mit Max Eichler) – der in Anführungszeichen gesetzte Name verweist auf eine pseudonyme Existenz. „Frau Eichler“ (eine Witwe) ist eine Nebenfigur in Hermann Conradis Roman „Phrasen“ (1887).“