Sehr geehrter Herr GrimmEmil Grimm, Feuilleton-Redakteur der „Münchner Neuesten Nachrichten“.!
Beiliegend die „Legende“Das mittlere Gedicht aus Johann Wolfgang Goethes Gedicht-Trilogie „Paria“, auf das sich Wedekind in seinem Essay „Der Goethe-Brunnen“ bezog. Wedekind hatte am 12.2.1909 die Redaktion der „Münchner Neuesten Nachrichten“ besucht, wo abgesprochen worden sein dürfte, er möge seinen Aufsatz „Der Goethe-Brunnen“ [KSA 5/II, S. 290-293] an den Mitinhaber und Verleger der „Münchner Neuesten Nachrichten“ Dr. phil. Georg Hirth schicken, was Wedekind auch sogleich tat [vgl. Tb, 12.2.1909 und Wedekind an Georg Hirth, 12.2.1909]., die ich noch nicht wieder in mein
Exemplarvermutlich Wedekinds Ausgabe von Goethes Gedichten. eingeklebt hatte. Wenn Sie sie mir zurücksenden haben Sie vielleicht
die Güte die Kartewohl die Einladung Emil Grimms zu dem Gespräch in der Feuilletonredaktion (s. o.); nicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Emil Grimm an Wedekind, 11.2.1909. beizulegen die Sie mir geschrieben hatten und die ich aus
Versehen liegen ließt. Ich würde sie gerne als Andenken an meinr/e/
erste MitarbeeiterschaftWedekinds Essay „Der Goethe-Brunnen“, in dem er sich für die Errichtung eines solchen in München aussprach, erschien am 17.2.1909 im Vorabendblatt der „Münchner Neuesten Nachrichten“ [vgl. Frank Wedekind: Der Goethe-Brunnen. In: Münchner Neuesten Nachrichten, Jg. 62, Nr. 79, 18.2.1909, Vorabendblatt, S. 1], wie Wedekind auch im Tagebuch notierte („Göthebrunnen erscheint“). an den Neusten Nachrichten aufbewahren.
Mit ergebenstem Gruß
Ihn/r/
Frank Wedekind.
Prinzregentenstr. 50 III.
15.2.9.