Lieber Herr SchabelitzJakob Schabelitz, Verleger und Buchdrucker in Zürich (oberer Mühlesteg 10) [vgl. Adressbuch der Stadt Zürich für 1891, Teil I, S. 260], Inhaber des Verlags-Magazin (J. Schabelitz), das bekannt war als Verlag moderner Literatur und dadurch, dass in den 1880er Jahren „zahlreiche junge oppositionelle Autoren Zuflucht bei dem Schweizer Verleger Schabelitz suchten.“ [Brauneck/Müller 1987, S. 475]
gestatten Sie mir Ihnen Herrn W. C. Becker
aus MilwaukeeWedekind hat 1891 in der Namensliste am Ende seines Münchner Tagebuchs „Herr Becker mit Frau und Tochter, Pension Sussner, aus Milwaukee“ notiert. Wilhelm Carl Becker aß in München in derselben Pension wie Wedekind. aufs her den ich während zweier JahreWedekind lebte vom 5.7.1889 [vgl. Tb] bis Ende 1891 in München. in MünschenSchreibversehen, statt: München. schätzen
und verehren gelernt aufs herzlichste zu empfehlen. Herr Becker bringSchreibversehen, statt: bringt. der durch
das von Ihrem Verlagsmagazin vertretenen eingehaltenen Richtung das größtmöglichste
InteresseWilhelm Carl Becker veröffentlichte dann im Verlags-Magazin (J. Schabelitz) eine der internationalen Friedensliga gewidmete Broschüre [vgl. Wilhelm Carl Becker: Der Völkerfriede. Betrachtungen über die gegenwärtigen internationalen politischen Zustände der Kulturstaaten und Ideen hinsichtlich der zukünftigen Gestaltung derselben. Zürich 1893], die im Herbst 1892 erschienen ist [vgl. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Nr. 242, 17.10.1892, S. 6191], beworben in der von Bertha von Suttner herausgegebenen Zeitschrift [vgl. Die Waffen nieder! Monatsschrift zur Förderung der Friedens-Idee, Jg. 1, Nr. 12, 15.12.1892, S. 28f.]. entgegen, in dem er sich auch selber mit den Zeichen und Fragen der Zeit
eingehend beschäftigt.
Mit bestem Gruß Ihr ergebenster