München 2. April
1916.
Lieber Max!
Dich und Deine verehrte Gattin bitte ich für den
freundlichen Ausdruck Eurer TheilnahmeHinweis auf ein nicht überliefertes Kondolenzschreiben; erschlossenes Korrespondenzstück: Max Halbe, Luise Halbe an Wedekind, 27.3.1916. – Die Beileidsbekundung bezieht sich auf den Tod von Frank Wedekinds Mutter Emilie Wedekind (geb. Kammerer), die am 25.3.1916 in Lenzburg gestorben ist. In der „Neuen Zürcher Zeitung“ erschien eine Todesanzeige: „Lenzburg, den 25. März 1916. Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten machen wir hiemit die schmerzliche Mitteilung, dass unsere liebe Mutter Frau Dr. Emilie Wedekind nach standhaft ertragenem Leiden im Alter von 76 Jahren heute morgen sanft entschlafen ist. Wir bitten, der teuren Heimgegangenen ein stilles Andenken zu bewahren und Kondolenzbesuche und Blumenspenden zu unterlassen. Dr. Armin Wedekind und Familie, Zürich. Frank Wedekind und Familie, München. Wilhelm Wedekind und Familie, Johannesburg. Erika Oschwald-Wedekind und Familie, Dresden. Emilie und Eugène Perré, Paris.“ [Neue Zürcher Zeitung, Jg. 137, Nr. 482, 27.3.1916, 1. Morgenblatt, S. (4)] aufrichtigen herzlichen Dank
entgegenzunehmen.
Mit besten Grüßen
Dein alter
Frank Wedekind.