Königreich Bayern
Kartenbrief
An
Herrn Geheimrat
Eugen Frankfurter
in Nürnberg
Wohnung (Straße und Hausnummer) Bucherstrasse 20. |
Adresse des Absenders: |
Sehr geehrter Herr GeheimratEugen Frankfurter in Nürnberg (Bucherstraße 20) ‒ Inhaber der Gastspielvermittlung Süddeutsche Konzert-Direktion, die dann als Theatergeschäfts-Bureau firmierte und neuerdings unter der Bezeichnung „Theater-Agentur“ [Neuer Theater-Almanach 1914, Anhang, S. 48] ‒ trug den Titel Geheimer Kommissionsrat.!
Wie Herr Intendanzrat Stephany
vorzuschlagenHinweis auf ein nicht überliefertes Schreiben; erschlossenes Korrespondenzstück: Eugen Frankfurter an Wedekind, 5.2.1914. Eugen Frankfurter dürfte Wedekind in diesem Schreiben über den Vorschlag von Viktor Stephany, Intendanzrat am Königlichen Hoftheater Stuttgart [vgl. Neuer Theater-Almanach 1914, S. 641], informiert haben. die Liebenswürdigkeit hat
bin ich natürlich auch einverstanden, Kammersänger in Stuttgart zu spielen.
Kammersänger ist wohl meine beste Rolle. Der Einakter könnte mit „Die Zensur“
zusammen einen Abend füllen„Die Zensur“ und „Der Kammersänger“ wurden dann im Rahmen des zweiten Gastspiels am Stuttgarter Hoftheater am 21.4.1914 in der Tat gespielt – „Zensur Kammersängeraufführung“ [Tb], notierte Wedekind..
Ebenso bin ich mit dem von der kgl. Intendanz angegebenen Termin
einverstanden
Mit besten Grüßen |
Ihr ergebener
Frank Wedekind.