[Hinweis und Referat in Kutscher 3, S. 17:]
Der AufsatzSeinen am 2.4.1912 geschriebenen Aufsatz „Die Macht der Presse“ [vgl. KSA 5/II, S. 463-465] schickte Wedekind am 3.4.1912 an das „Neue Wiener Tagblatt“: „Macht der Presse abgeschickt“ [Tb] ‒ Kutschers Inhaltsreferat des verschollenen Briefs bezieht sich auf diesen Text. wurde vom Neuen Wiener Tagblatt abgelehnt in einem langen Briefe, welcher […] feststellte, die Zeitung lebe vom Inserat und nicht vom Abonnement; aber den […] Vorschlag, das Honorar nach der Inseratenzahl zu bestimmen, machte die Redaktion natürlich nicht, suchte vielmehr Wedekind durch schmeichlerische Isolierung zu besiegen: er verwechsele den freien Schriftsteller mit dem Journalisten; ersterem nütze seine Berechnung nicht, denn er komme besser bei Liebhaberpreisen fort; auch der Journalist gewinne übrigens nur dann, wenn er einem großen Blatt angehöre; so wäre der Vorschlag eine Prämie für Talentlosigkeit.
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Der 5.4.1912 ist als Ankerdatum gesetzt. Wedekind hat am 3.4.1912 von München aus seinen Aufsatz „Die Macht der Presse“ an das „Neue Wiener Tagblatt“ geschickt, das eine Veröffentlichung in dem verschollenen Brief ablehnte. Da für den Postweg von München nach Wien ein Tag zu veranschlagen ist, dürfte die Sendung am 4.4.1912 in Wien eingetroffen sein. Da ferner für die Ablehnung eine gewisse Bedenkzeit in Betracht zu ziehen ist und der verschollene Brief überdies lang war, ist als das früheste mögliche Schreibdatum der 5.4.1912 anzunehmen.
Wien5. April 1912 (Freitag) Ermittelt (unsicher)
WienDatum unbekannt
MünchenDatum unbekannt
Es gibt keine Informationen zum Standort.
(Zeitung) Neues Wiener Tagblatt an Frank Wedekind, 5.4.1912. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (15.01.2026).
Ariane Martin