Herrn Albert Langen, Verlag für Kunst und LitteraturMünchen.Sehr geehrter Herr Langen,
vor meiner Abreise von
Leipzig ließen Sie mir
einen ContractDer Vertrag und das Begleitschreiben sind nicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Albert Langen Verlag und Korfiz Holm an Wedekind,14.2.1900. Ein neuer Vertrag kam erst im April 1900 zustande [vgl. Kutscher 2, S. 77f.]. fo vorlegen, den ich so wie er aufgesetzt war, unmöglich unterschreiben konnte. Ich habe meinerseits die Überzeugung daß der Contract, auch wenn ich ihn unterschrieben hätte, keine Rechtsgültigkeit gehabt hätte. Sie beanspruchten darin für sich 50 % des Bühnenertrages nebst ebensoviel vom buchhändlerischen Reingewinn. Darf ich Sie nun höflichst ersuchen mir einen Contract zur Unterschrift zukommen zu lassen, der mit den in diesen Dingen einmal allgemein angenommenen Normen in Einklang steht:
Ich bin natürlich gerne bereit, die
Mk. 100.-, die Sie die Güte hätten,
mir als Reiseentschädigungim Erstdruck: „Reiseunterstützung“ [GB 2, S. 51]. auszahlen zu lassen, in diesem Fall als
Vorschuß auf meinen Gewinnantheil anzuerkennen. An meiner
persönlichen Dankbarkeit Ihnen gegenüber für Ihr Wohlwollen und das |
Interesse, das Sie meiner Arbeit entgegenbringen, würde das nichts ändern.