Briefwechsel

Frankfurter, Eugen und Wedekind, Frank

13 Dokumente

Wiesbaden, 22. Januar 1912 (Montag)
von Wedekind, Frank
an Frankfurter, Eugen

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 22.1.1912 in Wiesbaden:]


BriefWedekind hatte mit Eugen Frankfurter, Geheimer Kommissionsrat und Inhaber der Gastspielvermittlung Süddeutsche Konzert-Direktion in Nürnberg (Bucherstraße 20), schon früher Kontakt, wie im Tagebuch notierte Begegnungen am 12.1.1909 („Unterredung mit Frankfurter“), am 17.6.1909 („Nachher in der A. Bar mit […] Frankfurter e.ct.“) und 20.8.1909 („Frankfurter steht vor dem Theater“) in München dokumentieren. Er dürfte Wedekind aber jetzt erst als Theateragent vertreten haben [vgl. Frank Wedekind an Karl Ludwig Schröder, 28.1.1912]. Eugen Frankfurter organisierte Wedekinds Gastspiel mit „Erdgeist“ (Vorstellung 6.5.1912) und „Marquis von Keith“ (Vorstellungen 9. und 11.5.1912) am Königlichen Hoftheater in Stuttgart (erhalten ist Korrespondenz und der Vertrag zu diesem Gastspiel [Staatsarchiv Ludwigsburg, Akte Frank Wedekind, E 18 VI Bü 1305] – der nicht überlieferte Brief dürfte sich bereits auf die Vermittlung dieses Gastspiels bezogen haben. an Frankfurter.

Einzelstellenkommentare

München, 6. Februar 1912 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Frankfurter, Eugen

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 6.2.1912 in München:]


BriefDer nicht überlieferte Brief dürfte sich auf das von Eugen Frankfurter, Geheimer Kommissionsrat und Inhaber der Gastspielvermittlung Süddeutsche Konzert-Direktion in Nürnberg (Bucherstraße 20), organisierte Gastspiel mit „Erdgeist“ (Vorstellung 6.5.1912) und „Marquis von Keith“ (Vorstellungen 9. und 11.5.1912) am Königlichen Hoftheater in Stuttgart bezogen haben. Der Gastspielvertrag zwischen dem Stuttgarter Hoftheater (unterzeichnet am 21.2.1912) und dem Künstlerehepaar Frank und Tilly Wedekind (unterzeichnet am 9.3.1912) ist erhalten [Staatsarchiv Ludwigsburg, Akte Frank Wedekind, E 18 VI Bü 1305]; siehe auch Wedekinds Korrespondenz mit dem Königlichen Hoftheater in Stuttgart. an Frankfurter.

Einzelstellenkommentare

Nürnberg, 9. Juli 1912 (Dienstag)
von Frankfurter, Eugen
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Frank Wedekinds Postkarte an Tilly Wedekind vom 10.7.1912 aus München:]


Von [...] Frankfurter erhalte ich täglich Briefe [...]

Einzelstellenkommentare

Nürnberg, 13. März 1913 (Donnerstag)
von Frankfurter, Eugen
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Tilly Wedekinds Briefkarte an Frank Wedekind vom 14.3.1913 aus München:]


[...] von Frankfurter kam ein eingeschriebener Brief [...]

Einzelstellenkommentare

München, 12. August 1913 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Frankfurter, Eugen

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 12.8.1913 in München:]


BriefDer nicht überlieferte Brief dürfte sich auf ein geplantes Gastspiel am Königlichen Hoftheater in Stuttgart bezogen haben, das so nicht zustande kam. Eugen Frankfurter richtete am 16.8.1913 an den Intendanten des Hoftheaters, Joachim Gans Edler zu Putlitz, die „Anfrage, ob Sie im Laufe der Saison auf ein Gastspiel des Ehepaars Frank u. Tilly Wedekind reflektiren, wofür folgende Stücke: ‚König Nicolo‘ (So ist das Leben) ‚Musik‘ ‚Stein der Weisen‘ und ‚Kammersänger‘ in Betracht kämen. Ich bitte Ew. Excellenz um gefl. Mitteilung, ob und auf wie viele Abende ich abschliessen darf, und wird sich dann gewiss eine Einigung über Termin und Bedingungen herbeiführen lassen.“ [Staatsarchiv Ludwigsburg, Akte Frank Wedekind, E 18 VI Bü 1305] Ein Gastspiel mit „Der Kammersänger“ wurde von der Intendanz dann später in Erwägung gezogen [vgl. Wedekind an Eugen Frankfurter, 6.2.1914] und mit weiteren Stücken realisiert. an Frankfurter [...]

Einzelstellenkommentare

Nürnberg, 29. August 1913 (Freitag)
von Frankfurter, Eugen
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Tilly Wedekinds Brief an Frank Wedekind vom 30.8.1913 aus München:]


Gleichzeitig mit diesem Brief gebe ich drei Briefe [...] auf.

Einzelstellenkommentare

Nürnberg, 5. Februar 1914 (Donnerstag)
von Frankfurter, Eugen
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Eugen Frankfurter vom 6.2.1914 aus München:]


[...] bin ich natürlich auch einverstandenHinweis auf eine Antwort Wedekinds auf ein nicht überliefertes Schreiben, das hier erschlossene Korrespondenzstück. [...]

Einzelstellenkommentare

München, 6. Februar 1914 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Frankfurter, Eugen

Königreich Bayern
Kartenbrief


An
Herrn Geheimrat
Eugen Frankfurter

in Nürnberg
Wohnung (Straße und Hausnummer) Bucherstrasse 20. |


Adresse des Absenders: |


Sehr geehrter Herr GeheimratEugen Frankfurter in Nürnberg (Bucherstraße 20) ‒ Inhaber der Gastspielvermittlung Süddeutsche Konzert-Direktion, die dann als Theatergeschäfts-Bureau firmierte und neuerdings unter der Bezeichnung „Theater-Agentur“ [Neuer Theater-Almanach 1914, Anhang, S. 48] ‒ trug den Titel Geheimer Kommissionsrat.!

Wie Herr Intendanzrat Stephany vorzuschlagenHinweis auf ein nicht überliefertes Schreiben; erschlossenes Korrespondenzstück: Eugen Frankfurter an Wedekind, 5.2.1914. Eugen Frankfurter dürfte Wedekind in diesem Schreiben über den Vorschlag von Viktor Stephany, Intendanzrat am Königlichen Hoftheater Stuttgart [vgl. Neuer Theater-Almanach 1914, S. 641], informiert haben. die Liebenswürdigkeit hat bin ich natürlich auch einverstanden, Kammersänger in Stuttgart zu spielen. Kammersänger ist wohl meine beste Rolle. Der Einakter könnte mit „Die Zensur“ zusammen einen Abend füllen„Die Zensur“ und „Der Kammersänger“ wurden dann im Rahmen des zweiten Gastspiels am Stuttgarter Hoftheater am 21.4.1914 in der Tat gespielt – „Zensur Kammersängeraufführung“ [Tb], notierte Wedekind..

Ebenso bin ich mit dem von der kgl. Intendanz angegebenen Termin einverstanden

Mit besten Grüßen |
Ihr ergebener
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

München, 20. Februar 1914 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Frankfurter, Eugen

Sehr geehrter Herr GeheimratEugen Frankfurter trug den Titel Geheimer Kommissionsrat.!

Auf die DatenWedekind war an diesen Tagen weder in Wien, noch in Zürich zu einem Gastspiel. Er reiste dem Tagebuch zufolge am 31.3.1914 von Berlin zurück nach München („Abendessen auf dem Bahnhof. Abfahrt von Berlin“) und war am 2. und 4.4.1914 in München. 31 März, 2 und 4 April für Zürich möchte ich mich noch nicht definitiv festlegen weil die Daten für das/die/ Residenztheater/bühne/ in Wien noch nicht ausgemacht sind und mir das Wiener GastspielWedekind war dann vom 6. bis 15.5.1914 auf einer Gastspielreise in Wien [vgl. Tb] – dort fand (nach Proben seit dem 7.5.1914) unter seiner Regie und mit ihm in der Rolle des Og von Basan am 11.5.1914 als Ensemblegastspiel der Wiener Volksbühne (Direktion: Arthur Rundt) am Johann Strauß-Theater die Gastspielpremiere „Simson“ statt (zwei weitere Vorstellungen folgten am 12. und 13.5.1914). wichtiger ist als das in Zürich. Herr Direktor RundtArthur Rundt war zugleich Direktor der Residenzbühne und der Volksbühne in Wien sowie an beiden Bühnen Oberregisseur [vgl. Neuer Theater-Almanach 1914, S. 680, 684]. sprach von Ende März ‒ Anfang April. hiefür möchte ich mir noch freie Hand lassen. Das Buch Franziska habe ich an Herrn Direktor ReuckerAlfred Reucker war Direktor des Stadttheaters und zugleich des Pfauentheaters (Schauspielbühne des Stadttheaters) in Zürich [vgl. Neuer Theater-Almanach 1914, S. 704]. geschicktHinweis auf ein nicht überliefertes Begleitschreiben zu einer Buchsendung; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Alfred Reucker, 19.2.1914. Wedekind hat ihm sein Stück „Franziska. Ein modernes Mysterium in fünf Akten“ geschickt – entweder die 4. Auflage von 1913 im Verlag Georg Müller [vgl. KSA 7/II, S. 995] oder wahrscheinlicher das Ende 1913 auf dieser Grundlage angelegte Regiebuch [vgl. KSA 7/II, S. 996f., 1245f.]; ein weiteres Regiebuch, das 1914 im Georg Müller Verlag erschien [vgl. KSA 7/II, S. 1260], dürfte kaum infrage kommen, da Wedekind es dem Tagebuch zufolge erst am 21.2.1914 („Neues Regiebuch Franziska“) und 22.2.1914 („Neues Regiebuch von Franziska“) anlegte.. Als zweites Stück schlage ich „So ist das Leben“, „Erdgeist“ oder „Hidalla“ vor.

Mit besten Grüßen
Ihr ergebener
Frank Wedekind.


20.2.14.

Einzelstellenkommentare

München, 22. Februar 1914 (Sonntag)
von Wedekind, Frank
an Frankfurter, Eugen

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 12.8.1913 in München:]


Telegramm an [...] Frankfurter [...]

Einzelstellenkommentare

München, 22. März 1914 (Sonntag)
von Wedekind, Frank
an Frankfurter, Eugen

München, Prinzregentenstraße 50.

22.III.14.


Sehr geehrter Herr GeheimratEugen Frankfurter trug den Titel Geheimer Kommissionsrat.!

Erlauben Sie, Ihnen für den freundlichen Abschluß des GastspielsFrank und Tilly Wedekind waren vom 15. bis 22.4.1914 in Stuttgart zu ihrem Gastspiel am Königlichen Hoftheater, wo sie „Erdgeist“ (am 18.4.1914), „Marquis von Keith“ (am 19.4.1914) sowie „Die Zensur“ und „Der Kammersänger“ (am 21.4.1914) spielten. Das Stuttgarter Hoftheater sandte den Gastspielvertrag am 30.3.1914 an Eugen Frankfurter, der „den von dem Künstlerpaar Wedekind unterzeichneten Gastspielvertrag“ am 3.4.1914 an den Intendanten Joachim Gans Edler zu Putlitz zurücksandte [Staatsarchiv Ludwigsburg, Akte Frank Wedekind, E 18 VI Bü 1305]. verbindlichen Dank zu sagen. Wollen Sie zugleich gestatten, der Königlichen Hoftheater Intendanz ergebenst in Vorschlag zu bringen, statt des Einakters „Die Zensur“, den Sie die Güte haben zur Aufführung anzunehmen, inliegendes kleines Versdrama: „Der | Stein der Weisen“ zu spielen. Das Thema der beiden Einakter ist ungefähr das gleiche. Nur glaube ich es in dem Versdrama bunter, amüsanter, weniger persönlich, mehr ins allgemein menschliche gestaltet zu haben. Ebenso wie in „Die Zensur“ ist auch in „Der Stein der Weisen“ nur ein einziger MitspielerDie Rollen des Famulus Leonhard, des fahrenden Schülers Kunz von Blutenburg, der Geisterscheinung Lamia und des Narren Guendolin sollte Tilly Wedekind spielen, die Rolle des Nekromanten Basilius Valentinus dürfte Frank Wedekind für sich vorgesehen haben (er spielte sie in den Inszenierungen 1911 in Wien und München) – es blieb also noch die Rolle des Pater Porphyrion in „Der Stein der Weisen“ aus dem Ensemble des Stuttgarter Hoftheaters zu besetzen. erforderlich, da die vier Rollen: Leonhard, Kunz, Lamia und Guendolin von meiner Frau dargestellt werden. Was der Einakter an AusstattungWedekind hat in den Entwürfen zu seinem Versdrama „Der Stein der Weisen“ in Bezug auf den Faust-Stoff „Das Puppenspiel vom Dr. Faust“ [KSA 6, S. 900] notiert, dessen spätmittelalterliche Handlungszeit historisch ungefähr derjenigen von Goethes „Faust“ entspricht (mit der Alchimie auch dessen Themen). „Der Stein der Weisen oder Laute, Armbrust und Peitsche. Eine Geisterbeschwörung“ (1912 unter diesem Titel in den „Gesammelten Werken“) benötigt als Ausstattung der „Szenerie“ zufolge für das „Turmgemach“ als Handlungsort: „ein vierkantiger Tisch, von drei hochlehnigen Sesseln umgeben“, „eine Ottomane“, davor „auf einem Fußgestell großer Himmelsglobus“ sowie ein „Quadrant.“ [KSA 6, S. 236] Das ist ungefähr auch die für Fausts Studierzimmer benötigte Ausstattung für eine Inszenierung von Goethes Tragödie, die am Stuttgarter Hoftheater sicherlich aufgeführt worden sein dürfte. benötigt wäre alles aus „Faust“ vorhanden. | Bis jetzt wurde „Der Stein der Weisen“ in Wien, München und anderen Städten im ganzen 15 mal von uns gespielt„Der Stein der Weisen“ hatte am 23.1.1911 an der Kleinen Bühne in Wien Uraufführung (sechs weitere Vorstellungen vom 24. bis 29.1.1911), das Stück wurde am Münchner Schauspielhaus im Rahmen des Wedekind-Zyklus gespielt (Vorstellungen am 4. und 5.2.1911 sowie am 9.3.1911), dann am 8.3.1914 bei einem Gastspiel am Bremer Schauspielhaus – alle elf Vorstellungen bis dahin mit Frank und Tilly Wedekind. Frank Wedekind hat das Stück außerdem bei Lesungen in München (11.6.1909), Hamburg (26.11.1909) und Wien (27.2.1910) präsentiert..

Der gütigen EntscheidungDie Intendanz des Stuttgarter Hoftheaters blieb bei der Entscheidung für „Die Zensur“ [vgl. Königliches Hoftheater Stuttgart an Wedekind, 24.3.1914]. der Königlichen Hoftheater Intendanz entgegen harrend mit dem Ausdruck ausgezeichneter Hochschätzung
Ihr ergebener
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

Nürnberg, 17. März 1916 (Freitag)
von Frankfurter, Eugen
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Georg Altman vom 17.3.1916 aus München:]


Frankfurter schlägt mir eben eine Tourneé [...] vor.

Einzelstellenkommentare

Nürnberg, 19. September 1916 (Dienstag)
von Frankfurter, Eugen
an Wedekind, Frank

[1. Hinweis in Tilly Wedekinds Brief an Frank Wedekind vom 21.9.1916 aus Herrsching am Ammersee:]


[...] heute Früh hab ich [...] Expressbrief weggeschickt [...]


[2. Hinweis in Frank Wedekinds Postkarte an Tilly Wedekind vom 27.9.1916 aus Berlin:]


[...] da Frankfurter den Kontrakt über Hamburg schon einschickt.

Einzelstellenkommentare