Briefwechsel

Wedekind, Frank und Drei Masken Verlag [(Verlag)]

35 Dokumente

München, 10. Januar 1912 (Mittwoch)
von Drei Masken Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Tilly Wedekinds Brief an Frank Wedekind vom 11.1.1912 aus München:]


[...] ein Brief [...] aus München Karlstr. 21/I. [...]

Einzelstellenkommentare

München, 17. Juli 1913 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Drei Masken Verlag, (Verlag)

München, 17. Juli 1913.


An den Drei Masken Verlag
München


Sehr geehrter HerrErnst Altman in München (Franz Josephstraße 5), ausgewiesen als Prokurist im Drei Masken Verlag [vgl. Adreßbuch für München 1914, Teil I, S. 8] in München (seit 1913 in dieser Funktion).!

Mit verbindlichstem Dank bestätige ich Ihnen den Empfang von
M. 3998,39
Tantiemen, die ich durch CheckWedekind notierte den Eingang des Schecks am 9.7.1913 im Kontobuch unter den Einnahmen: „Dreimasken Check M. 3998,39 ₰“ [Mü, L 3512]. von Ihnen empfing.

In vorzüglichster Hochschätzung
Ihr ergebener
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

München, 11. August 1913 (Montag)
von Wedekind, Frank
an Drei Masken Verlag, (Verlag)

An den Dreimaskenverlag
München.


Sehr geehrter Herr!

Mit bestem Dank bestätige ich Ihnen den Empfang von
M. 822,72Wedekind notierte diesen Betrag am 9.8.1913 im Kontobuch unter den Einnahmen: „Tantiemen von 3 Masken Verlag für Monat Juli“ [Mü, L 3512].
Tantiemen.


München 11.8.13


Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

Berlin, 8. September 1913 (Montag)
von Wedekind, Frank
an Drei Masken Verlag, (Verlag)

ELITE HOTEL

BERLIN N.W.
AM BAHNHOF FRIERICHSTR.


8.9.13.


Tit. Drei Masken Verlag
München.


Sehr geehrter Herr!

Mit bestem Dank bestätige ich Ihnen die Übersendung per Check von
M. 1050,‒
Garantie vom LessingtheaterMit Beginn der neuen Spielzeit am 15.9.1913 hatte das Berliner Lessingtheater eine neue Direktion (Victor Barnowsky) [vgl. Neuer Theater-Almanach 1914, S. 309]. Wedekind, der seit dem 29.8.1913 zu einem Gastspiel in Berlin war, sprach, bevor er am 30.9.1913 abends zurück nach München reiste, vormittags mit Arthur Eloesser, Dramaturg am Lessingtheater, über die künftige Zusammenarbeit: „Unterredung mit Dr. Eloesser im Lessingtheater“ [Tb]. Mit Victor Barnowsky hatte Wedekind noch in München am 24.7.1913 vereinbart, dass sein neues Stück „Simson oder Scham und Eifersucht“ (1914) am Lessingtheater uraufgeführt werden sollte (das war am 24.1.1914 der Fall): „Barnowsky kommt wir schließen über Simson ab.“ [Tb]

In vorzüglicher Hochschätzung
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

München, 4. Dezember 1913 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Drei Masken Verlag, (Verlag)

München 4.12.13.


An den Drei Masken Verlag
München


Sehr geehrter Herr!

Mit verbindlichstem Dank bestätige ich Ihnen den Empfang von
M 3602,72 Wedekind notierte am 1.12.1913 im Kontobuch unter den Einnahmen: „Dreimasken Check M. 3602,72 ₰“ [Mü, L 3512].
Tantiemen.

In vorzüglichster Hochschätzung
Ihr ergebener
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

München, 10. März 1914 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Drei Masken Verlag, (Verlag)

Tit. Dreimaskenverlag
München


Sehr geehrter Herr!

Mit bestem Dank bestätige ich Ihnen den Empfang von
M. 1662.82. per CheckWedekind notierte den Eingang des Schecks am 10.3.1914 im Kontobuch unter den Einnahmen: „Dreimaskencheck M. 1662.82 ₰“ [Mü, L 3512].

In vorzüglicher Hochschätzung
Frank Wedekind.


München 10.III.14.

Einzelstellenkommentare

München, 2. April 1914 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Altman, Ernst, Drei Masken Verlag, (Verlag)

Königreich Bayern
Postkarte


Tit
Drei Masken Verlag
München
Karlstrasse 21.


2.4.14.


Sehr geehrter Herr Altman!

Darf ich Sie bitten, wenn Sie im Lauf des Vormittags Antwort von BarnowskyWedekind, der am 1.4.1914 gerade erst aus Berlin zurück in München war [vgl. Tb], dürfte mit Victor Barnowsky über ein „Simson“-Gastspiel in Wien gesprochen haben. Das Verhältnis zwischen Wedekind und dem Direktor des Lessingtheaters in Berlin war nach der Uraufführung von Wedekinds Versdrama „Simson“ dort am 24.1.1914 angespannt gewesen, da Wedekind kurz vor der Premiere wegen Kompetenzstreitigkeiten am 21.1.1914 von Berlin abgereist war [vgl. Wedekind an Victor Barnowsky, 20.1.1914]. Die Situation hatte sich aber wieder entspannt, als Wedekind nach Berlin kam, um in den „Simson“-Vorstellungen vom 26. und 30.3.1914 am Lessingtheater zu spielen. Zurück in München erwartete er eine Stellungnahme. erhalten mich sofort anrufen zu wollen | Die Sache ist für mich von äußerster Wichtigkeit, da ich für die Wiener Simson AufführungAbreise nach Wien war am 6.5.1914, die erste Probe fand am 7.5.1914 statt [vgl. Tb] und die Premiere des „Simson“ ‒ unter Wedekinds Regie mit ihm in der Rolle des Og von Basan und Albert Steinrück in der Titelrolle ‒ als Ensemble-Gastspiel der Wiener Volksbühne am Johann Strauß-Theater am 11.5.1914 (zwei weitere Vorstellungen folgten am 12. und 13.5.1914). schon größere Opfer gebracht habe als für irgend ein bisheriges Gastspiel.

Mit besten Grüßen
Ihr ergebener
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

München, 4. Mai 1914 (Montag)
von Wedekind, Frank
an Drei Masken Verlag, (Verlag)

München 4. Mai 1914


An den Drei Masken Verlag
München.


Sehr geehrter Herr!

Mit bestem Dank bestätige ich Ihnen den Empfang von
M. 2432,42
Tantiemen für Monat April

In vorzüglicher Hochschätzung
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

München, 7. August 1914 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Drei Masken Verlag, (Verlag)

München 7.8.14.


An den
Drei Maskenverlag
München


Sehr geehrter Herr!

Mit bestem Dank bestätige ich Ihnen den Empfang von
M. 3215,40 Wedekind notierte die Summe am 7.8.1914 im Kontobuch unter den Einnahmen: „Dreimasken Check für Juli“ [Mü, L 3512].
nebst Ihrer Abrechnung vom Juli 1914

In vorzüglicher Hochschätzung
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

München, 21. Dezember 1915 (Dienstag)
von Drei Masken Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an den Drei Masken Verlag vom 22.12.1915 aus München:]


Durch die liebenswürdige Übersendung der Wedekindbroschüre haben Sie mir eine außergewöhnliche Freude bereitet [...]

Einzelstellenkommentare

München, 22. Dezember 1915 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Drei Masken Verlag, (Verlag)

München 22. Dezember 1915


An den
Drei Masken Verlag
München.


Sehr geehrte Herren!

Durch die liebenswürdige Übersendung der WedekindbroschüreHinweis auf ein nicht überliefertes Begleitschreiben zur Sendung; erschlossenes Korrespondenzstück: Drei Masken Verlag an Wedekind, 21.12.1915. Wedekind erhielt die vom Drei Masken Verlag herausgegebene Broschüre „Frank Wedekind und das Theater“ (siehe unten) durch die Filiale des Drei Masken Verlags in München, wie sein nach München adressiertes Dankschreiben belegt. haben Sie mir eine außergewöhnliche Freude bereitet, für die ich Ihnen und dem Drei Masken Verlag dauernd verpflichtet bin. Die | vornehme wirkungsvolle AusstattungDie Broschüre „Frank Wedekind und das Theater“ (1915) ist mit sieben Fotos illustriert (das erste von Frank Wedekind, jeweils zwei von Tilly Wedekind als Prinzessin Alma in „König Nicolo“ und als Guendolin in „Der Stein der Weisen“ sowie jeweils eins als Kadidja in „Die Zensur“ und als Lamia in „Der Stein der Weisen“). Sie enthält insgesamt zehn Beiträge. Nach einem vom Drei Masken Verlag gezeichneten Text „Zur Einführung“ folgen Beiträge von Josef M. Jurinek („Wedekind-Statistik“), Paul Block („Wedekind“), Artur Kutscher („Frank Wedekinds Leben“), Hermann Kienzl („Der fünfzigjährige Wedekind“), nochmals Artur Kutscher („Frank Wedekind als Bühnenautor“), Alfred Holzbock („Frank Wedekind: Regisseur und Schauspieler“), Wilhelm Bolze („Wedekind: … Romantiker“) sowie abschließend von Wedekind selbst die jeweils als Originalbeitrag bezeichneten Texte „Begegnung mit Josef Kainz“ und „Die Furcht vor dem Tode“ aus dem Tagebuch; die Broschüre versteht sich „als nachträgliches Geburtstagsgeschenk“ anlässlich des im Vorjahr gefeierten 50. Geburtstags für den „lange verkannten Dichter Frank Wedekind“ [Frank Wedekind und das Theater. Zusammengestellt und bearbeitet vom Drei Masken-Verlag G.m.b.H. Berlin 1915, S. (11)]. der Broschüre hat mich ganz besonders gefreut. Empfangen Sie auch dafür verbindlichsten Dank

Mit besten Grüßen
Ihr ergebener
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

München, 23. Dezember 1915 (Donnerstag)
von Drei Masken Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis durch den handschriftlichen Eintrag im Stempelaufdruck auf Wedekinds Brief an den Drei Masken Verlag vom 22.12.1915 aus München:]


Eingeg. 23. DEZ. 1915

Beantw. .... 23. " .... 1915 ..... durch ..... Bay.Namenskürzel vermutlich für Grete Bayer, Mitarbeiterin und spätere Prokuristin des Drei Masken Verlags.

Erledigt .................. 191 ....... durch .....

Einzelstellenkommentare

München, 17. Februar 1916 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Drei Masken Verlag, (Verlag)

München 17 II.16.


An den
Drei Masken Verlag
München


Sehr geehrter Herr

mit verbindlichem DankWedekind sandte eine fast gleichlautende Mitteilung an den Drei Masken Verlag in Berlin [vgl. Wedekind an Drei Masken Verlag, 17.2.1916]. bestätige ich Ihnen den EmpfangWedekind notierte den Gesamtbetrag von 1000 Mark am 10.2.1916 im Kontobuch unter den Einnahmen: „Vorschuß Drei Masken V.“ [Mü, L 3512]. von
M. 850,‒
während ich gleichzeitig M. 150,‒ durch den Drei Maskenverlag in Berlin erhielt

In vorzüglicher Hochschätzung
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

München, 17. Februar 1916 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Drei Masken Verlag, (Verlag)

München 17 II.16.


An den
Dreimasken Verlag
Berlin.


Sehr geehrter Herr!

Mit verbindlichem DankWedekind sandte eine fast gleichlautende Mitteilung an den Drei Masken Verlag in München [vgl. Wedekind an Drei Masken Verlag, 17.2.1916]. bestätige ich Ihnen den EmpfangWedekind notierte den Gesamtbetrag von 1000 Mark am 10.2.1916 im Kontobuch unter den Einnahmen: „Vorschuß Drei Masken V.“ [Mü, L 3512]. von
M. 150,‒
während ich gleichzeitig M. 850,‒ durch Ihre Vertretung in München erhielt.

In vorzüglicher Hochschätzung
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

München, 4. März 1916 (Samstag)
von Wedekind, Frank
an Drei Masken Verlag, (Verlag)

München 4. März 1916.


An den
Dreimaskenverlag
Berlin.


Sehr geehrter Herr!

Mit bestem Dank bestätige ich Ihnen den Empfang von
M. 1000,‒ Wedekind notierte die Summe von 1000 Mark am 3.3.1916 im Kontobuch unter den Einnahmen: „Drei Maskenvorschuß“ [Mü, L 3512]..

In vorzüglichster Hochschätzung
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

Berlin, 7. April 1916 (Freitag)
von Drei Masken Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Ludwig Friedmann vom 3.5.1916 aus München:]


Empfangen Sie verbindlichen Dank für Ihre beiden Schreibendas hier erschlossene Begleitschreiben zu einer Geldsendung sowie ein weiteres nicht überliefertes Korrespondenzstück [vgl. Ludwig Friedmann an Wedekind, 2.5.1916]..

Einzelstellenkommentare

Berlin, 2. Mai 1916 (Dienstag)
von Friedmann, Ludwig und Drei Masken Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Ludwig Friedmann vom 3.5.1916 aus München:]


Empfangen Sie verbindlichen Dank für Ihre beiden Schreibendas hier erschlossene Korrespondenzstück sowie ein weiteres nicht überliefertes Schreiben [vgl. Drei Masken Verlag an Wedekind, 7.4.1916]..

Einzelstellenkommentare

München, 3. Mai 1916 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Friedmann, Ludwig, Drei Masken Verlag, (Verlag)

München 3. Mai 1916.


An den Drei Masken Verlag
Berlin.


Sehr geehrter Herr Direktor!

Empfangen Sie verbindlichen Dank für Ihre beiden Schreibennicht überliefert; erschlossene Korrespondenzstücke: Ludwig Friedmann an Wedekind, 2.5.1916; Drei Masken Verlag an Wedekind, 7.4.1916.. Mit dem Neuen Theater in FrankfurtIm Neuen Theater (Direktion: Arthur Helmer und Max Reimann) [vgl. Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1917, S. 406] in Frankfurt am Main hat es kein Gastspiel Wedekinds gegeben. Der „Berliner Börsen-Courier“ hatte allerdings am 21.1.1916 gemeldet, das Frankfurter Neue Theater plane eine Aufführung von „Bismarck“ [vgl. KSA 8, S. 863]; daraufhin sandte der Berliner Polizeipräsident dem Theater unaufgefordert eine Kopie seines Verbots zu, das Stück am Deutschen Theater in Berlin aufzuführen [vgl. KSA 8, S. 861]. ersuche ich Sie, nicht über Marquis von Keith abschließen zu wollen, bevor ein Gastspielvertrag zwischen Herrn Direktor HellmerArthur Hellmer, 1904 bis 1910 als Schauspieler am Schauspielhaus des Frankfurter Stadttheaters, gründete gemeinsam mit Max Reimann das durch private Spenden finanzierte Neue Theater in Frankfurt am Main, das seinen Spielbetrieb am 11.9.1911 aufnahm [vgl. Neuer Theater-Almanach 1912, S. 417]. Einen „Besuch bei Direktor Helmer“ [Tb] notierte Wedekind lediglich am 23.1.1912; zuletzt in Frankfurt war er vom 9. bis 12.4.1913 [vgl. Tb]. und mir abgeschlossen ist, da ich mit diesem Vertrag eventuell auch noch | ein oder mehr andere Stücke an diesem Theater plazieren zu können hoffe. Was die Tantiemen, die SladekMaximilian Sladek war am Deutschen Theater in Berlin in der Sommerspielzeit Direktor der Volksbühne [vgl. Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1917, S. 290]. Wedekind verzeichnete am 22.4.1916 in Berlin eine „Unterredung mit Sladek“ [Tb], bei der vermutlich der erwähnte Kontrakt geschlossen wurde; er notierte am 15.5.1916 in Berlin eine „Besprechung mit Friedmann dann mit Sladek.“ [Tb] zu entrichten hat betrifft, so lautet der Paragraph unseres Gastspielkontraktes:
„An Tantiemen werden die gleichen Sätze wie mit dem Deutschen Theater vereinbart bezahlt“

Ich weiß nun nicht, ob es 10 % oder 8 % waren. Sollten es aber weniger als 8 % gewesen sein, so wäre es natürlich doch gut, wenn wenigstens 8 % erreicht werden | könnten. Immerhin sind wir, wie Sie sehen, in dieser Beziehung schon gebunden. Am 15 MaiDie zweieinhalbstündige Lesung aus „Bismarck“ fand in der Deutschen Gesellschaft 1914 in Berlin statt [vgl. KSA 8, S. 861], von Wedekind am 15.5.1916 als „Bismarck-Vorlesung“ [Tb] notiert. bin ich zur Bismarck-Vorlesung wieder in Berlin und hoffe dann die Auswahl der Stücke festlegen zu können.

Hiermit bestätige ich Ihnen zugleich d/m/it bestem Dank den Empfang von
M. 1000Wedekind notierte die Summe von 1000 Mark am 10.4.1916 im Kontobuch unter den Einnahmen: „Drei Masken Vorschuß“ [Mü, L 3512].
die ich am 8 April von Ihnen zugeschicktHinweis auf ein nicht überliefertes Begleitschreiben zur genannten Geldsendung; erschlossenes Korrespondenzstück: Drei Masken Verlag an Wedekind, 7.4.1916. erhielt.

In vorzüglicher Hochschätzung
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

Berlin, 4. Mai 1916 (Donnerstag)
von Friedmann, Ludwig und Drei Masken Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis durch den Bleistiftvermerk auf Wedekinds Brief an Ludwig Friedmann vom 3.5.1916 aus München:]


b. 4 V 16 F

Einzelstellenkommentare

Berlin, 29. Mai 1916 (Montag)
von Friedmann, Ludwig und Drei Masken Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis durch den handschriftlichen Eintrag im Stempelaufdruck auf Wedekinds Brief an Ludwig Friedmann vom 28.5.1916 aus München:]


Eingeg. 29. MAI 1916

Beantw. ............. 191 ..... durch .....

Erledigt ... b F ... 191 ..... durch .....

Einzelstellenkommentare

München, 19. Juli 1916 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Friedmann, Ludwig, Drei Masken Verlag, (Verlag)

[Hinweis in Ludwig Friedmanns Brief an Wedekind vom 20.7.1916 aus Berlin:]


Ich bestätige Ihnen dankend den Empfang des Manuskripts „Till Eulenspiegel“ [...]

Einzelstellenkommentare

Berlin, 20. Juli 1916 (Donnerstag)
von Friedmann, Ludwig und Drei Masken Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

20. Juli 1916


Dir.Die Direktion des Drei Masken Verlags (Nollendorfstraße 13/14) lag in den Händen von Ludwig Friedmann, der als Geschäftsführer ausgewiesen ist [vgl. Berliner Adreßbuch 1917, Teil I, S. 507]. Die folgenden Kürzel auf dem Durchschlag waren nicht aufzulösen (vermutlich gehörten sie zu Geschäftszeichen, die auf dem Durchschlag nur in dieser Form greifbar sind). IE G.


Herrn Frank Wedekind
München
Prinzregentenstr. 51


Sehr geehrter Herr!

Ich bestätige Ihnen dankend den Empfang des ManuskriptsHinweis auf ein nicht überliefertes Begleitschreiben zur Sendung; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Ludwig Friedmann, 19.7.1916. Wedekind hatte am 17.7.1916 „Eulenspiegel fertig diktiert“ [Tb]; das von ihm daraufhin versandte Typoskript „Till Eulenspiegel. Komödie in vier Aufzügen“ (1916) ist ebenfalls nicht überliefert.Till Eulenspiegel“, das ich sofort vervielfältigen lassen werde, um dann ein Buch Herrn Dr. AltmannDr. phil. Georg Altman, Direktor des Kleinen Theaters in Berlin [vgl. Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1917, S. 292], mit dem Wedekind zuletzt am 31.5.1916 in Berlin gesprochen hat: „Unterredung mit Direktor Altman“ [Tb]. Er plante, „Till Eulenspiegel“ (1916) am Kleinen Theater uraufzuführen; der Plan „zerschlug sich.“ [KSA 8, S. 610] Die Uraufführung fand erst am 1.12.1916 an den Münchner Kammerspielen statt [vgl. KSA 8, S. 610, 644f.]. zu schicken. Ich bitte Sie freundlichst mir mitzuteilenWedekind antwortete [vgl. Wedekind an Ludwig Friedmann, 22.7.1916]., ob Sie bereits ein Exemplar des „Till Eulenspiegel“ zum Druck gegeben haben und wann wir auf ein Druckexemplar des Werkes rechnen können. Ebenso bitte ich um freundliche Benachrichtigung, ob wir auf ein Exemplar des „Schnellmaler“ rechnen können, wann die Erstaufführung in den KammerspielenWedekinds Posse „Der Schnellmaler“ (1889) wurde am 29.7.1916 in den Münchner Kammerspielen (Direktion: Erich Ziegel) uraufgeführt; die Uraufführung unter der Regie von Erich Ziegel, der auch die Hauptrolle spielte, war „gleichzeitig seine Abschiedsvorstellung von den Kammerspielen“ [KSA 2, S. 618]. sein wird und wer mit den Kammerspielen den Vertrag über dieses Werk geschlossen hat.

Ich bitte mich ferner wissen zu lassen, wann die Erstaufführung ist, und die Güte zu haben, dies auch Herrn Dr. Altmann mitzuteilenHinweis auf ein nicht überliefertes Schreiben; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Georg Altman, 21.7.1916. Wedekind hat das Schreiben abgeschickt [vgl. Wedekind an Ludwig Friedmann, 22.7.1916]., der zur Zeit in EibseeGeorg Altman war in Urlaub am Eibsee, „See in den Bayrischen Alpen, am Nordfuß der Zugspitze“ [Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Aufl. Bd. 5. Leipzig, Wien 1903, S. 421]. ist, da wir ja Altmann, wie Sie wissen, das Recht eingeräumt haben, sich kurz nach der Erstaufführung des Werkes sich über dasselbe zu entscheiden.

Ich erlaube mir ferner an die Vertragsangelegenheit zu erinnern und nehme an, dass Sie inzwischen im Sinne der Benachrichtigung, welche Sie seinerzeit von Herrn Dr. KaufmannArthur Kauffmann war Teilhaber des Georg Müller Verlags. erhiel|ten mit diesem oder Herrn Georg Müller gelegentlich über diese Sache gesprochen haben. Sobald ich hierüber von Ihnen Nachricht erhalten habe, werde ich mir erlauben Ihnen den neuen vom 1. Oktober an geltenden BühnenvertragWedekind hat in einem Brief an seinen Verleger Georg Müller in München die Bühnenvertriebsrechte an seinen Werken zum 1.10.1916 gekündigt [vgl. Wedekind an Georg Müller, 23.6.1916], die dann an den Drei Masken Verlag gingen. über Ihre Werke einzusenden.

Ich schreibe in diesen Tagen nochmals an sämtliche in Betracht kommende Bühnen wegen Ihrer Gastspiele.

Mit vielen Grüssen und ausgezeichneter Hochachtung

Einzelstellenkommentare

München, 24. Juli 1916 (Montag)
von Wedekind, Frank
an Drei Masken Verlag, (Verlag)

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 24.7.1916 in München:]


Telegramm an Dreimasken.

Einzelstellenkommentare

Berlin, 24. Juli 1916 (Montag)
von Drei Masken Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Ludwig Friedmanns Brief an Wedekind vom 27.7.1916 aus Berlin:]


[...] unseren Telegrammwechsel [...]

Einzelstellenkommentare

Berlin, 27. Juli 1916 (Donnerstag)
von Friedmann, Ludwig und Drei Masken Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

27. Juli 1916


Dir.Die Direktion des Drei Masken Verlags (Nollendorfstraße 13/14) lag in den Händen von Ludwig Friedmann, der als Geschäftsführer ausgewiesen ist [vgl. Berliner Adreßbuch 1917, Teil I, S. 507]. Die folgenden Kürzel auf dem Durchschlag waren nicht aufzulösen (vermutlich gehörten sie zu Geschäftszeichen, die auf dem Durchschlag nur in dieser Form greifbar sind). IE G


Herrn Frank Wedekind
München
Prinzregentenstr. 51


Sehr geehrter Herr!

Ich bestätige den Empfang Ihres Schreibens vom 22. d.Mts.vgl. Wedekind an Ludwig Friedmann, 22.7.1916., das, soweit die Frage der Berliner Annahme des „Schnellmaler“ in Betracht kommt, durch unseren Telegrammwechselnicht überlieferte Telegramme; erschlossene Korrespondenzstücke: Drei Masken Verlag an Wedekind, 24.7.1916; Wedekind an Drei Masken Verlag, 24.7.1916. bereits überholt ist. Ich hoffe also in dieser AngelegenheitGeorg Altmans Vorhaben, „Till Eulenspiegel“ am Kleinen Theater in Berlin aufzuführen, hat sich zerschlagen. Wedekind notierte am 1.8.1916 im Tagebuch: „Altman hat Eulenspiegel abgelehnt.“ in den nächsten Tagen Ihren gefälligen Bescheid über die Stellungnahme Altmann’sGeorg Altman, Direktor des Kleinen Theaters in Berlin [vgl. Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1917, S. 292], hatte vor, „Till Eulenspiegel“ (1916) am Kleinen Theater aufzuführen. „Das Vorhaben zerschlug sich.“ [KSA 8, S. 610] Wedekind notierte am 1.8.1916: „Altman hat Eulenspiegel abgelehnt.“ [Tb] zu erhalten.

Nochmals möchte ich auf den Punkt zurückkommen betreffend Kollusionsgefahr, die durch eine Annahme„Der Schnellmaler“ (1889) wurde an den Kammerspielen des Deutschen Theaters (Direktion: Max Reinhardt, Direktion in der Sommerspielzeit: Maximilian Sladek) [vgl. Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1917, S. 287-290] in Berlin unter der Regie von Berthold Held neu inszeniert (Premiere: 2.9.1916) [vgl. KSA 2, S. 619]. Wedekind schickte kurz darauf ein Exemplar seines Stücks nach Berlin [vgl. Wedekind an Maximilian Sladek, 3.8.1916]. des „Schnellmaler“ am Deutschen Theater für den mit Bernauer und Meinhard projektierten AbschlussEine Inszenierung von Wedekinds Posse „Der Schnellmaler“ an einer der drei Bühnen (Berliner Theater, Theater in der Königgrätzer Straße, Komödienhaus) unter der Direktion von Carl Meinhard und Rudolf Bernauer [vgl. Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1917, S. 280f.] kam nicht zustande. entstehen könnte, e/E/inmal habe ich der Wahrheit gemäss Bernauer mitgeteilt, dass ich ihm ein neues Werk von Ihnen nicht überlassen könne, weil Altmann eine Option auf den „Till Eulenspiegel u. den Schnellmaler habe, und wir waren infolgedessen zu dem bekannten Ausweg gelangt, Bernauer Ihr nächstes neuestes Werk zu versprechen. Wenn jetzt also das Deutsche Theater den „Schnellmaler“ erwerben würde, so muss dies begreiflicherweise Bernauer vor den Kopf stossen, und dies um|umsomehrSchreibversehen (Silbendopplung nach Seitenwechsel), statt: umsomehr., als es sich gerade um dasjenige Theater handelt, gegen dessen Praktiken, wie Sie aus dem Brief Meinhardsein Brief von Carl Meinhard an Ludwig Friedmann, den dieser Wedekind hat zukommen lassen, wie aus einem Brief Wedekinds hervorgeht [vgl. Wedekind an Ludwig Friedmann, 6.8.1916]. ja werden ersehen habenm/,/ Bernauer und Meinhard Front machen, wobei es uns natürlich nichts angeht, auf welchen Grund dies[e] wohl gegenseitige Antipathie zurückzuführen ist.

Ich nahm dankend zur Kenntnis, dass Müller ein Exempl[ar] des „Till Eulenspiegel“ sofort zum Druck gegeben hat, und dass wir in etwa 4 Wochen mit gedruckten Exemplaren des Werk[es] rechnen können. Da ich das uns übersandte Exemplar nicht ge[rn] aus der Hand geben wollte, habe ich so schnell als möglich Maschinenabschriften herstellen lassen und von diesen eine am 25. d.Mts. an Dr. Altmann gesandt, gleichzeitig die übrigen Exemplare an einige andere Theater. Ich hoffe, dass wir also sobald nach der Uraufführung des „Schnellmaler“ Exemplare des Werkes erhalten werden, möchte mich aber wegen des mit den Kammerspielen abzuschliessenden Vertrages bereits jetzt mit Direktor BingBenno Bing übernahm gemeinsam mit Hermann Sinsheimer die Direktion der Münchner Kammerspiele [vgl. Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1917, S. 504], in Nachfolge von Erich Ziegel, der mit der Uraufführung von Wedekinds Jugendstück „Der Schnellmaler“ am 29.7.1916 „seine Abschiedsvorstellung von den Kammerspielen“ [KSA 2, S. 618] gab. in Verbindung setzen, weil es mir, geschäft[lich] gesprochen, offen gestanden, bedenklich erscheint erst nach de[r] Aufführung mit den Kammerspielen über die Höhe der Prozente zu verhandeln.

Was die VertragsangelegenheitDer Drei Masken Verlag übernahm am 1.10.1916 vom Georg Müller Verlag die Bühnenvertriebsrechte für Wedekinds Werke [vgl. Wedekind an Georg Müller, 23.6.1916]; der Georg Müller Verlag hatte noch ungeklärte Unstimmigkeiten mit Wedekinds früheren Verlagen, dem Albert Langen Verlag und dem Bruno Cassirer Verlag. anbetrifft, so kann es uns wohl gleichgültig sein, ob Georg Müller Regressansprüche an Cassirer oder LangerSchreibversehen, statt: Langen. stellen wird. |

Ich werde mir erlauben Ihnen in nächster Zeit einen Vertragsentwurf für den Bühnenvertrieb Ihres Werks zu übersenden, der vom 1. Oktober d.J. an gelten soll.

Mit besten Empfehlungen und ausgezeichneter Hochachtung
Ihr sehr ergebener

Einzelstellenkommentare

Berlin, 12. August 1916 (Samstag)
von Friedmann, Ludwig und Drei Masken Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis durch den handschriftlichen Eintrag im Stempelaufdruck auf Wedekinds Brief an Ludwig Friedmann vom 11.8.1916 aus München:]


Eingeg. 12. AUG. 1916

Beantw. .... 12 VIII .... 1916 ..... durch ..... F

Erledigt ...................... 191 ....... durch .....

Einzelstellenkommentare

Berlin, 24. März 1917 (Samstag)
von Wedekind, Frank
an Drei Masken Verlag, (Verlag)

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 24.3.1917 in Berlin:]


Expediere HeraklesWedekinds Tagebuch vom 24.3.1917 zufolge gingen außer an den Drei Masken Verlag jeweils ein Exemplar eines „Herakles“-Typoskripts auch an den Feuilletonredakteur Paul Block [vgl. Wedekind an Paul Block, 24.3.1917], an den Theaterdirektor Carl Meinhard [vgl. Wedekind an Carl Meinhard, 24.3.1917] und an den Verleger Georg Müller [vgl. Wedekind an Georg Müller, 24.3.1917]. Es handelte sich um eine Fassung des „Herakles“-Dramas, das Wedekind vom 13. bis 22.3.1917 „korrigierte und diktierte [...], um es an die Verlage schicken zu können.“ [KSA 8, S. 871] an [...] Drei Masken.

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Zürich, 13. Juni 1917 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Friedmann, Ludwig, Drei Masken Verlag, (Verlag)

[Hinweis in Wedekinds Brief an Ludwig Friedmann vom 25.6.1917 aus Zürich:]


[...] wie ich Ihnen telegraphierte.

Einzelstellenkommentare

Zürich, 25. Juni 1917 (Montag)
von Wedekind, Frank
an Friedmann, Ludwig, Drei Masken Verlag, (Verlag)

BELLEVUE AU LAC
ZURICH


Zürich 25 Juni 1917.


An den Dreimaskenverlag
Berlin.


Sehr geehrter Herr Friedmann!

Die Schweizerische Kreditanstalt übersendet mirHinweis auf ein nicht überliefertes Begleitschreiben zur Geldsendung; erschlossenes Korrespondenzstück: Schweizerische Kreditanstalt an Wedekind, 23.6.1917. Wedekind hat die Schweizerische Kreditanstalt in Zürich (Paradeplatz 8) [vgl. Adressbuch der Stadt Zürich für 1917, Teil I, S. 509] am 26.6.1917 – er notierte „Kreditanstalt“ [Tb] – aufgesucht, wohl um das dort vom Drei Masken Verlag für ihn eingegangene Geld abzuholen. Ihre Abrechnung für Monat Mai und bestätigt den Empfang des Betrages, wofür ich Ihnen bestens danke. Darf ich Sie ersuchen weitere Eingänge wieder an die | Dresdener Bank Filiale München zu senden und mir die Abrechnung hierherWedekind verbrachte fast die Hälfte des Jahres 1917 in der Schweiz. Er war bereits seit dem 10.5.1917 in Zürich und reiste erst am 7.10.1917 von dort wieder zurück nach München [vgl. Tb]. zu senden an die Adresse Herrn Frank Wedekind Zürich Schönbühlstraße 14 wo ich für drei Monate gemietet habe. Reinhardt erklärte sich hier bereitWedekinds notierte am 13.6.1917 in Zürich vormittags eine Lesung von „Herakles“ (1917) exklusiv für Max Reinhardt, Felix Hollaender und Erich Reiß (der Direktor und der Dramaturg des Deutschen Theaters in Berlin sowie der Verleger der „Blätter des Deutschen Theaters“): „Lese Reinhardt Holländer und Reiß Herakles vor.“ [Tb] Nach dieser Lesung dürfte Max Reinhardt ihm erklärt haben, er werde das Stück auf die Bühne bringen. über Herakles zu den günstigsten Bedingungen abzuschließen, wie ich Ihnen telegraphierteHinweis auf ein nicht überliefertes Telegramm; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Ludwig Friedmann, 13.6.1917. Wedekind dürfte dem für den Bühnenvertrieb seiner Dramen zuständigen Drei Masken Verlag unmittelbar nach der Erklärung Max Reinhardts (unter dem Eindruck der Lesung des Dramas durch den Autor am Vormittag des 13.6.1917), „Herakles“ auf die Bühne zu bringen (siehe oben), telegrafiert haben.. Darf ich Sie ersuchen, mich über den Abschluß zu verständigen, da ich auch von Meinhard BernauerDie Berliner Theaterdirektoren Carl Meinhard und Rudolf Bernauer hatten Interesse an einer Inszenierung des „Herakles“ [vgl. Wedekind an Carl Meinhard, 19.4.1917] und „bemühten sich [...] um die Uraufführung des ‚Herakles‘-Dramas im Theater in der Königgrätzer Straße in Berlin. Wedekind fühlte sich ihnen gegenüber dankbar verpflichtet, erstrebte aber die Uraufführung an einem der großen und für das klassische Drama zuständigen Theater, wennmöglich am Deutschen Theater und unter der Regie von Max Reinhardt.“ [KSA 8, S. 924] Eine „Herakles“-Inszenierung kam ebenso wenig bei ihnen zustande, wie an Max Reinhardts Deutschem Theater. Die Uraufführung des Versdramas fand erst posthum am 1.9.1919 im Prinzregententheater in München statt. | wieder dringende Aufforderung erhalte, ihnen Herakles zu überlassen. Wegen Schnellmaler am Frankfurter Neuen Theater ersuche ich Sie den Vertrag Ihrem Ermessen entsprechend lösen zu wollen.

In vorzüglicher Hochschätzung
Ihr
Frank Wedekind.


Bis 1. Juli wohne ich im Hotel Bellevue nachher Schönbühlstraße 14

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Berlin, 28. Juni 1917 (Donnerstag)
von Friedmann, Ludwig und Drei Masken Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis durch den handschriftlichen Eintrag im Stempelaufdruck auf Wedekinds Brief an Ludwig Friedmann vom 25.6.1917 aus Zürich:]


Eingeg. 28. JUN. 1917

Beantw. ..... 28 VI ..... 1917 ..... durch ..... FNamenskürzel für den Nachnamen von Ludwig Friedmann.

Erledigt ..................... 191 ....... durch .....

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Berlin, 24. August 1917 (Freitag)
von Drei Masken Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Ludwig Friedmann vom 28.8.1917 aus Zürich:]


Mit bestem Dank bestätige ich Ihnen den Empfang der Abrechnung für Monat Juli.

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Berlin, 19. September 1917 (Mittwoch)
von Friedmann, Ludwig und Drei Masken Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis durch den Bleistiftvermerk auf Wedekinds Brief an Ludwig Friedmann vom 28.8.1917 aus Zürich:]


b. 19 IX 17

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Berlin, 8. Dezember 1917 (Samstag)
von Drei Masken Verlag, (Verlag) und Friedmann, Ludwig
an Wedekind, Frank

[Hinweis durch die Bleistiftnotiz auf Wedekinds Brief an Ludwig Friedmann vom 17.1.1918 aus München:]


Nov. Abr. am 8.XII gesandtLudwig Friedmann, der sich auf Wedekinds Brief an ihn vom 17.1.1918 die vorliegenden Notizen für die Antwort machte, hält fest, dass eine Abrechnung der Tantiemen für November/Dezember am 8.12.1917 an Wedekind gesandt worden sei und Wedekinds Bank, die Filiale der Dresdner Bank in München, den Eingang des Geldes am 10.12.1917 bestätigt habe. Dies dürfte er Wedekind mitgeteilt haben [vgl. Ludwig Friedmann an Wedekind, 23.1.1918].
hier Dez.
Geld an Dresdener Bank
München 3345,36.

Bank hat 10.XII bestätigt.

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Berlin, 8. Januar 1918 (Dienstag)
von Drei Masken Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Ludwig Friedmann vom 17.1.1918 aus München:]


Mit bestem Dank bestätige ich Ihnen den Empfang [...] der Abrechnung für Monat Dezember.

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München, 16. Februar 1918 (Samstag)
von Wedekind, Frank
an Friedmann, Ludwig, Drei Masken Verlag, (Verlag)

München, 16. Februar 1918.

Prinzregentenstraße 50.


„Da ich die Absicht habe, für einige Zeit nach Berlin zu kommen, erlauben SieWedekind spricht hier seinen vertrauten Korrespondenzpartner Ludwig Friedmann an, den Geschäftsführer des Drei Masken Verlags in Berlin. mir folgende Frage: Könnte der DMV mir vielleicht die ErnährungsmöglichkeitenLebensmittel waren kriegsbedingt knapp und teuer. Angesichts der Versorgungsengpässe dürfte Wedekind auf Presseberichte anspielen, die Firma Hauser & Sobotka (Getreidegeschäft und Malzfabrik) ‒ deren Mitinhaber war der in München wohnhafte österreichische Großindustrielle für Nahrungsmittel Felix Sobotka (siehe unten) ‒ sei in unlautere Geschäfte verwickelt. Ein Wiener Geflügelhändler habe „große Mengen Gänsefett an die Fabrik Hauser & Sobotka“ [Preistreiber und Kettenhändler. In: Neue Freie Presse, Nr. 19207, 13.2.1918, Morgenblatt, S. 10] zu übermäßig hohen Preisen verkauft [vgl. Verhaftung eines Preistreibers. In: Fremden-Blatt, Jg. 72, Nr. 41, 13.2.1918, Morgen-Ausgabe, S. 7]. in Berlin etwas erleichtern? Mit anderen Worten, wissen Sie Quellen, aus denen man im Notfalle Wurst, Butter und andere schöne Dinge beziehen könnte? Oder wäre Herr Major SobotkaFelix Sobotka, Fabrikant und Mitinhaber der Firma Hauser & Sobotka in München (Briennerstraße 40) [vgl. Adreßbuch für München 1918, Teil I, S. 714], war Mitbegründer, Geldgeber und Aufsichtsratsmitglied des Drei Masken Verlags: „Drei Masken-Verlag G.m.b.H. München [...]. Der Aufsichtsrat besteht jetzt aus den Herren: Felix Sobotka, Großindustrieller, i/Fa. Hauser & Sobotka in München, (Vorsitzender des Aufsichtsrates)“ [Münchner Neueste Nachrichten, Jg. 65, Nr. 198, 19.4.1912, Vorabendblatt, S. 8]; ob er den von Wedekind hier dreimal genannten militärischen Dienstgrad eines Majors tatsächlich trug, ist unklar. vielleicht in der glücklichen Lage, dem Autor seines Verlags nach dieser Richtung etwas über die schwierigsten Schwierigkeiten des Berliner Lebens hinwegzuhelfen. Schließlich liegt es ja doch bis zu einem gewissen Grad im Interesse eines Verlags, seine Autoren am Leben zu erhalten. Vielleicht, geehrter Herr Direktor, hätten Sie die Freundlichkeit, diese Zeilen nebst meinen besten Grüßen an Herrn Major Sobotka zu übermitteln, wenn die Aussicht bestünde, daß der Herr Major mir etwas vitale Unterstützung angedeihen lassen könnte. Auf jeden Fall empfangen Sie für alles, was Sie in dieser Richtung für mich in Berlin tun könnten, im voraus herzlichsten Dank.

Mit besten Grüßen
Ihr ergebener Frank Wedekind.“

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