Briefwechsel

Wedekind, Frank und Heijermans, Marie

3 Dokumente

Berlin, 18. September 1908 (Freitag)
von Heijermans, Marie
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Marie Heijermans vom 19.9.1908 aus Berlin:]


[...] empfangen Sie [...] meinen Dank für Ihre liebenswürdige Aufforderung [...]

Einzelstellenkommentare

Berlin, 19. September 1908 (Samstag)
von Wedekind, Frank
an Heijermans, Marie

Hochverehrte gnädige FrauMarie Heijermans (geb. Peers), die Gattin des Schriftstellers Herman Heijermans in Berlin (Motzstraße 60) [vgl. Berliner Adreßbuch 1909, Teil I, S. 940].!

empfangen Sie nochmalsMarie Heijermans dürfte Wedekind am 17.9.1908 bei der im Tagebuch notierten Begegnung („Abends mit Lindau Halbe Heiermanns und Friedmann im Österreicher und Café d l’Opera“) bereits mündlich zu einem weiteren Beisammensein am 20.9.1908 aufgefordert haben (dann nochmals schriftlich), das sich dann auf den Abend beschränkte (siehe unten). meinen Dank für Ihre liebenswürdige Aufforderungnicht überlieferte; erschlossenes Korrespondenzstück: Marie Heijermans an Wedekind, 18.9.1908. aber wie ich voraussah ist es mir infolge des UmzugesWedekind war im Begriff, von Berlin nach München umzuziehen; er notierte am 17.9.1908 „Tilly packt“ [Tb], reiste mit seiner Frau am 21.9.1908 „von Berlin nach Dresden“ [Tb] und von dort am 30.9.1908 „nach München“ [Tb], wo am 1.10.1908 die „Besichtigung der Wohnung“ [Tb] anstand (Prinzregentenstraße 50, 3. Stock), die in den Tagen darauf bezogen wurde. leider nicht möglich zu kommen. Wir sehen uns dann also Abendsam 20.9.1908, an dem Wedekind seinen Besuch bei Paul Lindau in Charlottenburg (Kantstraße 123) [vgl. Berliner Adreßbuch 1909, Teil I, S. 1600] notierte, wo er mit Max Halbe, Otto Brahm, Herman Heijermans (sowie wohl auch Marie Heijermans) und Bjørn Bjørnson zusammen war: „Abend bei Lindau mit Halbe Brahm Heiermanns Friedmann und Björn Björnson“ [Tb]..

Mit der Bitte, Herrn Heijermanns den Ausdruck meiner Verehrung aus zu sprechen und ergebenster Empfehlung
Ihr
Frank Wedekind.


19.9.8.

Einzelstellenkommentare

München, 20. November 1914 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Heijermans, Herman, Heijermans, Marie

FRAU MARIE HEYERMANS AMSTEL 66 AMSTERDAM |


Ontvangen te Amsterdam [...]

MUENCHEN [...]


= DEM GROSSEN DICHTER HERMANN HEYERMANS SENDET VEREHRUNGSVOLLE GLUECKWUENSCHE ZUM FUENFZIGSTEN GEBURTSTAGHerman Heijermans wurde am 3.12.1914, also knapp zwei Wochen nach Wedekinds Telegramm, 50 Jahre alt. UND BITTET ERGEBENST DEM FESTKOMITEDas Komitee zu Ehren von Herman Heijermans (Comité tot huldiging van Herman Heijermans) veranstaltete am 24.12.1914 die 500. Vorstellung von dessen Erfolgsstück „Die Hoffnung auf Segen“ („Op hoop van zegen“) zu diesem Anlass zum ersten Mal im Amsterdamer Stadttheater (Stadschouwburg), das von der Königlichen Vereinigung „Das niederländische Theater“ (Koninklijke Vereeniging „Het Nederlandsch Tooneel“) zur Verfügung gestellt worden war; der anschließende Empfang fand im gegenüber gelegenen American Hotel statt, unter den verlesenen Glückwunschtelegrammen war auch Wedekinds Telegramm [vgl. Heijermans-Feest. In: Algemeen Handelsblad, Jg. 87, Nr. 27919, 25.12.1914, Abendblatt, 1. Blatt, S. 2]. BEITRETENMitglied des Komitees zu Ehren von Herman Heijermans (siehe oben) war auch „Frank Wedekind, München“ [Haagsche Courant, Nr. 9751, 7.12.1914, S. (2)]. ZU DUERFEN
IN ALTER FREUNDSCHAFT GRUESSEND = FRANK WEDEKIND.

Einzelstellenkommentare