Briefwechsel

Gerhäuser, Ottilie und Wedekind, Frank

6 Dokumente

München, 8. März 1904 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Gerhäuser, Ottilie

Frau Ottilie GerhäuserOttilie Gerhäuser in München (Widenmayerstraße 5) [vgl. Adreßbuch von München für das Jahr 1904, Teil II, S. 768], Schauspielerin an den Vereinigten Theatern (Königliches Theater am Gärtnerplatz und Münchner Schauspielhaus) [vgl. Neuer Theater-Almanach 1904, S. 441]..

Darf ich Sie bitten, gnädige Frau, dies Buchdie Erstausgabe der dreiaktigen Tragödie „Die Büchse der Pandora“ (1903) im Bruno Cassirer Verlag in Berlin; sie war im Vorjahr angekündigt für „Anfang November“ [Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Jg. 70, Nr. 249, 26.10.1903, S. 8522] und wurde „noch vor Jahresende 1903 publiziert“ [KSA 3/II, S. 862], aber im Buchhandel erst zu Beginn des neuen Jahres als Neuerscheinung angezeigt [vgl. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Jg. 71, Nr. 19, 25.1.1904, S. 797]. als kleines Zeichen großer Verehrung und DankbarkeitOttilie Gerhäuser hatte die Rolle der Anna Gräfin Werdenfels in den Inszenierungen von Wedekinds Schauspiel „Marquis von Keith“ (1901) am Münchner Schauspielhaus (Premiere: 20.10.1902) und am Intimen Theater in Nürnberg (Premiere: 31.10.1903) gespielt, bei denen Wedekind selbst jeweils in der Titelrolle aufgetreten ist. entgegenzunehmen.

München, im März 1904.

Frank Wedekind.


[Hinweis auf Zitat in Antiquariat DAS BÜCHERHAUS – Hermann Wiedenroth, ungedrucktes Katalogisat: 9502-b-49669-bh-AAG:]


WEDEKIND, Frank: Die Büchse der Pandora. Tragödie in drei Aufzügen. [...] Bruno Cassirer (1904). [...] Mit eigenhändiger Widmung von Frank Wedekind [...] an die Schauspielerin Ottilie Gerhäuser [...] auf dem Vortitel: [...]

Einzelstellenkommentare

München, 9. März 1904 (Mittwoch)
von Gerhäuser, Ottilie
an Wedekind, Frank

Carte postale. – Postkarte. Cartolina postale.
[...]
Weltpostverein.


Hochwohlgeboren
Herrn Frank Wedekind
München-Schwabing.
Franz-Josefstraße 42. |


München
9.III.04

vielen vielen Dankfür die mit einer Widmung versehene Buchausgabe der Tragödie „Die Büchse der Pandora“ [vgl. Wedekind an Ottilie Gerhäuser, 8.3.1904]. und die herzlichsten Grüße sendet Ihnen
Ottilie Gerhäuser

Einzelstellenkommentare

München, 8. Juli 1905 (Samstag)
von Wedekind, Frank
an Gerhäuser, Ottilie

Meiner lieben Freundin Ottilie Gerhäuser in Verehrung und Ergebenheit

München im Sommer 1905

Frank Wedekind


[Hinweis auf Zitat in Antiquariat DAS BÜCHERHAUS – Hermann Wiedenroth, ungedrucktes Katalogisat: 9104-b-42223-bh-WAG:]


WEDEKIND, Frank: Die vier Jahreszeiten. Gedichte. [...] Albert Langen 1905. [...] Mit eigenhändiger Widmung von Frank Wedekind [...] für [...] Ottilie Gerhäuser [...] a.d. Vortitel: [...]

Einzelstellenkommentare

Berlin, 20. Oktober 1906 (Samstag)
von Wedekind, Tilly und Wedekind, Frank
an Gerhäuser, Emil, Gerhäuser, Ottilie

Habe inzwischen die Bekanntschaft von Fr. HimmelsbachMarie Stange (eine gelernte Schneiderin), die sich später offiziell Marie Himmelsbach nannte [vgl. Berliner Adreßbuch 1914, Teil I, S. 1205], die Inhaberin des Modesalons für Damen M. Himmelsbach (Schellingstraße 5, 1. Stock) [vgl. Berliner Adreßbuch 1907, Teil I, S. 911; Teil II, S. 2358], den sie 1903 oder 1904 übernommen haben und mit ihm an die nun aktuelle Adresse umgezogen sein dürfte [vgl. Berliner Adreßbuch 1904, Teil I, S. 713; Berliner Adreßbuch 1905, Teil I, S. 798]. Der vorherige Betreiber, ein Schneider für Damenkonfektion, hatte das Geschäft 1888 eröffnet und sich auf Theaterkostüme – „M. Himmelsbach [...] Atelier für historische und moderne Damengarderobe“ [1899, Teil IV, S. 280] – spezialisiert; entsprechend war es im „Führer durch den Theater-Geschäfts-Verkehr“ – zuletzt 1903 – für Bühnentoiletten verzeichnet [vgl. Neuer Theater-Almanach 1903, S. 219]. Frank Wedekind hatte seine junge Gattin in den Modesalon von Marie Stange eingeführt, wie er am 21.9.1906 notierte: „Ich führe Tilly zu Frau Himmelsbach.“ [Tb] Und am 29.9.1906 hielt er fest: „Tilly bekommt ihr Kleid von Frau Himmelsbach.“ [Tb] gemacht, die mir viel von Ihnen vorschwärmte u. Sie herzl. grüßen lässt.

Herzl. Grüße
Tilly Wedekind


Beste Grüße an Dich und Emil
Frank


[Hinweis auf Zitat in Antiquariat DAS BÜCHERHAUS – Hermann Wiedenroth, ungedrucktes Katalogisat: 9502-a-49670-bh-WAG:]


WEDEKIND, Tilly [...] u. Frank Wedekind [...]. Eigenhändige Porträtpostkarte ‚Frank Wedekind u. Frau‘ (Verlag Jos. Paul Böhm, München 1906) mit Unterschriften und Adresse. Berlin (Poststempel), 20.10.(19)06.

An den [...] Heldentenor Emil Gerhäuser [...] und seine Frau, die Schauspielerin Ottilie Gerhäuser [...] in München: [...]

Einzelstellenkommentare

München, 15. Dezember 1906 (Samstag)
von Gerhäuser, Ottilie
an Wedekind, Frank

frank wedekind berlin
deutsches theater =


Telegraphie des Deutschen Reichs.
Berlin, Haupt-Telegraphenamt.


Telegramm aus [...] muenchen [...]


der lieben frau tilly und frank dem vater die allerherzlichsten glueckwuenschezur Geburt von Pamela Wedekind, dem ersten Kind von Frank und Tilly Wedekind, das am 12.12.1906 morgens in der Berliner Wohnung (Kurfürstenstraße 125) geboren wurde [vgl. Tb]. = tilly gerhaeuser

Einzelstellenkommentare

München, 29. Oktober 1912 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Gerhäuser, Ottilie

Der genialen KünstlerinOttilie Gerhäuser, nach wie vor Schauspielerin am Münchner Schauspielhaus (Direktion: Georg Stollberg) [vgl. Neuer Theater-Almanach 1913, S. 559], hatte dort immer wieder Rollen in Stücken Wedekinds gespielt [vgl. Seehaus 1973, S. 200]; sie erhielt nun mit der Widmung Wedekinds neuestes Stück „Schloß Wetterstein“ (siehe unten). Tilly Gerhäuser in Verehrung und Dankbarkeit.

Frank Wedekind.

München Oktober 1912.


[Hinweis auf Zitat in Antiquariat DAS BÜCHERHAUS – Hermann Wiedenroth, ungedrucktes Katalogisat: 9104-b-42224-bh-WGG:]


WEDEKIND, Frank: Schloß Wetterstein. Schauspiel in drei Akten. 3. veränd. Aufl.Ottilie Gerhäuser erhielt die Erstausgabe des Schauspiels „Schloß Wetterstein“ (1912), das die Einakter „In allen Sätteln gerecht“ (1910), „Mit allen Hunden gehetzt“ (1910) und „In allen Wassern gewaschen“ (1910) vereinigt; sie „trägt auf dem Schmutztitel [...] den mißverständlichen Vermerk: ‚Dritte veränderte Auflage‘. Tatsächlich handelt es sich um die 1. Auflage von ‚Schloß Wetterstein‘.“ [KSA 7/II, S. 692] So missverständlich als 3. Auflage war die Erstausgabe von „Schloß Wetterstein“ auch angekündigt [vgl. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Jg. 79, Nr. 220, 20.9.1912, S. 10995, 11061]. [...] Georg Müller (1912). [...] Mit eigenhändiger Widmung von Frank Wedekind [...] für [...] Ottilie Gerhäuser [...] a.d. Vorsatz: [...]

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