Briefwechsel

Brod, Max und Wedekind, Frank

4 Dokumente

Prag, 12. Dezember 1907 (Donnerstag)
von Brod, Max
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds erschlossenem Brief an Max Brod vom 27.12.1917 aus Berlin:]


Wedekind dankt BrodHinweis auf eine nicht überlieferte Sendung von Max Brods Gedichtband „Der Weg des Verliebten“ mit Begleitschreiben oder Widmung – das hier erschlossene Korrespondenzstück. für dessen Gedichte. – „Ich lese seit vierzehn Tagen täglich an Ihren Gedichten [...]“ […]

Einzelstellenkommentare

Berlin, 27. Dezember 1907 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Brod, Max

[Hinweis und Zitat in Bassenge: Katalog 181 (1971), Nr. 1324:]


[…] an Max Brod […] (Berlin), 27.XII.1907

Wedekind dankt BrodHinweis auf eine nicht überlieferte Sendung von Max Brods Gedichtband „Der Weg des Verliebten“ mit Begleitschreiben oder Widmung; erschlossenes Korrespondenzstück: Max Brod an Wedekind, 12.12.1907. – Das Erscheinen des Bandes „Der Weg des Verliebten“ im Axel Juncker Verlag in Berlin war vor kurzem noch angekündigt gewesen [vgl. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Jg. 74, Nr. 272, 22.11.1907, S. 12611]. für dessen Gedichte. – „Ich lese seit vierzehn Tagen täglich an Ihren Gedichten und labe mich an Form und Inhalt“ – und bittet, ihn zu besuchen, wenn er wieder nach Berlin käme.

Einzelstellenkommentare

Dresden, 8. März 1910 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Brod, Max

[Hinweis in Max Brods Brief an Wedekind vom 4.9.1910 aus Prag:]


Ich danke bestens für Ihre freundliche Karte [...]

Einzelstellenkommentare

Prag, 4. September 1910 (Sonntag)
von Brod, Max
an Wedekind, Frank

Prag I Schalengasse 1


Verehrter Herr Wedekind!

Ich danke bestens für Ihre freundliche Kartenicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Max Brod, 8.3.1910. und würde mich glücklich schätzen, wenn Ihnen das beiliegende DramaMax Brod schickte Wedekind ein Manuskript seines noch unveröffentlichten Einakters „Die Höhe des Gefühls“ (Buchausgabe erst 1913); er wurde im Herbst gekürzt vorabgedruckt in der Berliner Zeitschrift „Die Schaubühne“, die in der redaktionellen Vorbemerkung auf die vom Neuen Club veranstaltete Lesung des Autors am 19.11.1910 im Salon Cassirer [vgl. Berliner Tageblatt, Jg. 39, Nr. 578, 13.11.1910, Morgen-Ausgabe, 10. Beilage, S. (2)] aufmerksam machte: „Dieser Akt wird von dem Autor am neunzehnten November im Salon Cassirer vorgelesen. Hier folgt die erste Hälfte.“ [Max Brod: Die Höhe des Gefühls. In: Die Schaubühne, Jg. 6, Nr. 46, 17.11.1910, S. 1179-1187, hier S. 1179] gefiele. Es wäre mir zu Mute wie einem SchülerWedekind war mit dem jungen Prager Schriftsteller Max Brod seit 1907 in losem Kontakt, getroffen hat er ihn gegen Ende seines letzten Aufenthalts in Prag (dabei war auch sein Schwager Dagobert Newes), am 6.3.1910: „Abendessen mit Bertl und Max Brod.“ [Tb], dem sein göttlich verehrter „Herr Lehrer“ einen Einser gibt. ‒

Ich habe mein Stück mit Begeisterung geschrieben und so müßte es auch gespielt werden! Der Held braucht einen langen Atem, eine klangvolle geschulte Stimme, ein heroisches Pathos in aller Anspannung.

Falls Sie so freundlich wären, ./. | das Stück beim „Münchener SchauspielhauseinzureichenWedekind reichte das Stück dem Direktor des Münchner Schauspielhauses ein [vgl. Wedekind an Georg Stollberg, 7.9.1910]., bliebe ich Ihnen sehr dankbar. Natürlich nur wenn Sie es dieser Empfehlung würdig finden! ‒ Jedenfalls darf ich doch um Mitteilung Ihres mir so wichtigen Urteils bitten.

Mit ausgezeichneter Hochachtung
Ihnen stets ergeben
Max Brod

Einzelstellenkommentare