Briefwechsel

Zellner, Anna und Wedekind, Frank

15 Dokumente

Landshut, 12. Mai 1904 (Donnerstag)
von Zellner, Anna
an Wedekind, Frank

Landshut den 12.5.1904


Geehrter Herr Wedekind!

Erlaube mir Ihnen zu senden das BildDas beigelegte Bild von Franklin Zellner kurz vor seinem zweiten Geburtstag ist nicht überliefert. vom kleinen BubiFranklin Zellner, geboren am 22.5.1902, der uneheliche Sohn von Frank Wedekind und seiner ehemaligen Haushälterin Hildegarde Zellner wuchs bei seinen Großeltern Josef und Anna Zellner in Landshut auf. Seine Mutter wanderte am 10.10.1903 in die USA aus.. Er ist gut getroffen, auch ist er recht gesund u. munter kann schon seit 7 Monaten laufen u. jetzt fängt er das Sprechen schon an u. da ist er so herzig u. lieb

Achtungsvoll grüßt Sie
Anna Zellner

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München, 18. Mai 1904 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Zellner, Anna

[Hinweis in Anna Zellners Brief an Wedekind vom 31.5.1904 aus Landshut:]


Sende Ihnen b meinen besten Dank für die 20 Mark.

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Landshut, 31. Mai 1904 (Dienstag)
von Zellner, Anna
an Wedekind, Frank

Landshut den 31.5.1904


WehrterSchreibversehen, statt: Werter. Herr Wedekind!

Sende Ihnen b meinen besten Dank für die 20 Markdas Geburtstagsgeschenk zum zweiten Geburtstag von Wedekinds Sohn Franklin Zellner am 22.5.1904, der in Landshut bei seinen Großeltern aufwuchs. Das Begleitschreiben zu der Sendung ist nicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Anna Zellner, 18.5.1904.. Freut mich sehr u. Sie dürfen überzeugt sein, dasSchreibversehen, statt: daß. ich es nur zu guten u. nützlichen Zwecken für kleinen Franki verwende. Ersuche Sie auf freundlichstlSchreibversehen, statt: freundlichst. mir mitzuteilen wenSchreibversehen (fehlender Geminationsstrich), statt: wenn. Sie nach Landshut kommen wo ich mir dann erlaube am Bahnhof mit Bubi Sie zu erwarten. | Es würde mir sonst höchst unangenehm sein wenn Sie kommen würden u. wir wären nicht zu Hause, denSchreibversehen (fehlender Geminationsstrich), statt: denn. beim schönen Wetter sind wir sehr wenig daheim. Auch glaube ich gewiß desSchreibversehen, statt: daß. wertherSchreibversehen, statt: werter. Herr Wedekind Freude an seinem kleinen Buben haben wird denSchreibversehen (fehlender Geminationsstrich), statt: denn. er ist so herzig u. lieb

Nochmals meinen besten Dank nebst freundlichen Gruß
Anna Zellner


Ich fragte Franki was ich Papa schreiben soll und er sagt. Duß bav Bu Papa dies soll heißen Gruß braven Bubi

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München, 30. Juli 1904 (Samstag)
von Wedekind, Frank
an Zellner, Anna

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 30.7.1904 in München:]


An Frau Zellner geschickt M. 40.

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München, 31. August 1904 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Zellner, Anna

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 31.8.1904 in München:]


An Frau Zellner M.<Abk.: Mark> 40

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München, 30. September 1904 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Zellner, Anna

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 30.9.1904 in München:]


An Frau ZellnerWedekind schickte die 40 Mark mit dem hier erschlossenen Begleitschreiben an die Großmutter seines unehelichen Sohnes Franklin Zellner als Unterhaltszahlung. geschickt. M.<Abk.: Mark> 420

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München, 1. Dezember 1904 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Zellner, Anna

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 1.12.1904 in München:]


An Frau Zellner geschickt M.<Abk.: Mark> 40.

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München, 23. Dezember 1904 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Zellner, Anna

[Hinweis in Anna Zellners Brief an Wedekind vom 29.12.1904 aus Landshut:]


Sende Ihnen im Namen Franki den besten Dank für das Weihnachtsgeschenk […]

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Landshut, 29. Dezember 1904 (Donnerstag)
von Zellner, Anna
an Wedekind, Frank

Landshut den 29.12.1904


Geehrter Herr Wedekind!

Sende Ihnen im Namen Franki den besten Dank für das WeihnachtsgeschenkDas Begleitschreiben zu der Sendung ist nicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Anna Zellner, 23.12.1904. Er hat eine ungemein große Freude mit seinen vielen schönen Sachen. Franki läßt seinemSchreibversehen, statt: seinen. lieben Papa recht herzlich grüßt/e/n u. wünscht seinem lieben Papn/a/ ein recht gutes u. fröhliches neues Jahr

Hochachtungsvoll
grüßt
Anna Zellner

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München, 9. Mai 1905 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Zellner, Anna

[Hinweis in Anna Zellners Brief an Wedekind vom 10.5.1905 aus Landshut:]


Die 20 M. sowie alles übrige haben wir richtig erhalten […]

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Landshut, 10. Mai 1905 (Mittwoch)
von Zellner, Anna
an Wedekind, Frank

Landshut den 10.5.1905


WehrtesterSchreibversehen, statt: Wertester. Herr Wedekind!

Die 20 M. sowie alles übrigeWie im Jahr zuvor [vgl. Wedekind an Anna Zellner, 18.5.1904] sandte Wedekind zum Geburtstag seines Sohnes Franklin Zellner Geld an dessen Großmutter Anna Zellner nach Landshut, wo der Junge aufwuchs. Das Begleitschreiben zu der Sendung ist nicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Anna Zellner, 9.5.1905. haben wir richtig erhalten u. senden Ihnen dafür unsermSchreibversehen, statt: unsern. besten Dank. Franki dankt seinem lieben Papa recht schön u. am 22Franklin Zellner wurde am 22.5.1905 drei Jahre alt. dießSchreibversehen, statt: dieses. Monats an seinem Geburtstag läßt er sich abnehmenveraltet für: aufnehmen (auf einem Foto), fotografieren. u dann schickt er gleich sagt er sein liebennachgeahmte Kindersprache, statt: seinem lieben. braven Papa das Bild u. einen Brief schreibt er auch. Auch sendet er Ihnen recht f/v/iele herzliche Grüße.

Hochachtungsvoll
grüßt Sie Anna Zellnr/er/

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Landshut, 5. Juni 1905 (Montag)
von Zellner, Anna und Zellner, Franklin
an Wedekind, Frank

Landshut den 5.6.1905


Geehrter Herr Wedekind!

Erlaube mir Ihnen zu senden das BildDas an seinem dritten Geburtstag aufgenommene Foto [vgl. Anna Zellner an Wedekind, 10.5.1905] von Wedekinds Sohn Franklin Zellner ist nicht überliefert. vom Franki u. seinen BriefDer beigelegte Brief von Franklin Zellner enthält erste, nicht lesbare Schreibversuche (insofern hier nicht wiedergegeben). den er geschrieben. Es heißt darin. Mein lieber Papa! Ich hab dich sol lieb u. schicke dir mein Bild u. schöne blaue Vergißmeinnicht in der Hand hab ichs. Lieber Papa ich besuche dich schon wenn Großmama nach München fahrt zur Lise u. HanniIdentitäten nicht ermittelt. da fahre ich auch mit. Denk schön hab ich f auch geschrieben Papa recht brav bin ich auch. Recht viel Gruß an mein lieben braven Papa hab ich auch geschrieben. |

Ich bitte Euer Wohl. werden schon entschuldigen mit diesem Briefe. Franki machts ja so große Freude weil er so schön geschrieben u. kein Fehler gemacht sagt er.

Hochachtungsvoll
grüßt Sie
Anna Zellner

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Berlin, 23. Dezember 1905 (Samstag)
von Wedekind, Frank
an Zellner, Franklin, Zellner, Anna

[Hinweis in Anna Zellners Brief an Wedekind vom 29.12.1905 aus Landshut:]


Erlaube mir Ihnen im Namen Franki den herzlichen Dank für das große Weihnachtsgeschenk zu senden.

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Landshut, 29. Dezember 1905 (Freitag)
von Zellner, Anna
an Wedekind, Frank

Landshut den 29.12.1905


WehrterSchreibversehen, statt: Werter. Herr Wedekind!

Erlaube mir Ihnen im Namen FrankiSchreibversehen, statt: Frankis (oder von Franki). den herzlichen Dank für das große WeihnachtsgeschenkHinweis auf eine Sendung Wedekinds zu Weihnachten; das Begleitschreiben dazu ist nicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Anna Zellner, 23.12.1905. zu senden. Was er sich gewünscht, hat das Christkind gebracht u. ist er ist ganz glücklich. Franki wünscht seinem lieben guten Papa ein recht glückliches neues Jahr dasSchreibversehen, statt: daß. Papa recht gesund bleibt u. verspricht recht brav zu werden damit er seinem lieben Papa keinen Verdruß | macht. Franki schickt auch seinem lieben Papa recht viele schöne Grüße. BiteSchreibversehen, statt: Bitte. Euer Wohlgeboren meinemSchreibversehen, statt: meinen. besten Dank für das erhaltene sowie meinemSchreibversehen, statt: meinen. herzlichen Glückwunsch zum Jahreswechsel entgegen zu nehmen.

HochachtungsSchreibversehen, statt: Hochachtungsvoll.
grüßt Sie
A. Zellner

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München, 30. Januar 1910 (Sonntag)
von Wedekind, Frank
an Zellner, Anna

Geehrte Frau Zellner

Sagen Sie Fränki meinen herzlichen Dank für seinen lieben Briefnicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Franklin Zellner an Wedekind, 29.1.1910. – Die Großmutter dürfet den 7jährigen Enkel bei der Abfassung unterstützt haben.. Wenn er in der Schule brav lernt und Ihnen Freude bereitet, dann soll es ihm, wenn ich noch lebe, sicherlich nicht an dem nötigen fehlen, um etwas tüchtiges in dieser Welt zu werden und Ihnen, geehrte Frau die Liebe zu vergelten zu können, mit der Sie ihn aufg erziehen.

Mit ergebensten Grüßen
Ihr
F.W.

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