Briefwechsel

Albert Langen Verlag [(Verlag)] und Wedekind, Frank

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Leipzig, 10. Juli 1895 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Langen, Albert, Albert Langen Verlag, (Verlag)

ALBERT LANGEN (Köln a. Rh.)
VERLAG
Paris und Leipzig.
(112, Bd. Malesherbes, Paris.)

9, Ross-StrasseAdresse der „Firma: Albert Langen. Verlagsbuchhandlung“ [Leipziger Adreß-Buch für 1895, Teil I, S. 435] in Leipzig. Die „Verlegung des Kölner Geschäfts nach Leipzig“ mit dem Leipziger „Vertreter Franz Krüger“ [Verzeichniss der in der Bibliothek des Börsenvereins der deutschen Buchhändler vorhandenen Geschäftsrundschreiben über Gründung, Kauf, Verkauf usw. buchhändlerischer Geschäfte. Leipzig 1897, S. 322] war 1894 erfolgt.

Leipzig, den 10. Juli 1895

Herrn
Albert Langen, Leipzig

Auf Grund unserer Unterredung von gestern übergebe ich Ihnen heute mein Drama „Der Erdgeistfür Ihren Buchverlag„Der Erdgeist“ erschien Ende September 1895 im Verlag von Albert Langen [vgl. KSA 3/II, S. 835, 858].. Ich erkläre mich damit einverstanden, dass Sie die erste Auflage zur Deckung Ihrer Unkosten verwenden. Mit der zweiten Auflage, deren Höhe Sie bestimmen, beginnt meine Gewinnbeteiligung und zwar mit der Hälfte des Nutzens. Gelingt es Ihnen das Drama an einem deutschen oder oesterreichischen Theater anzubringen, so beteilige ich Sie an der Hälfte des meines Gewinnesgestrichen und über der Zeile ersetzt durch: „mit 10 % von den Eingängen“. Die Korrektur ist mit einem Kreuz versehen, das auf den Eintrag „abgeändert d. 10/VII Franz Krüger“ am Fuß der Seite verweist. am Theater. Die Abmachungen mit den Theaterdirectoren überlasse ich Ihnen.
Hochachtend:

Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

München, 1. Februar 1896 (Samstag)
von Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Frank Wedekinds Brief an Emilie Wedekind vom 4.2.1896 aus Zürich:]


Aus dem beigelegten Briefe wird Mati ersehen, daß ich ein Verlagsanerbieten auf den „Hänseken“ habe. […] Den Brief hast du vielleicht die Güte mir zurückzuschicken.

Einzelstellenkommentare

Berlin, 3. März 1897 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag), Langen, Albert

Vertrag


Herr Frank Wedekind, z. Z. Berlin giebt Herrn Albert Langen, München seine NovellenWedekinds Sammelband „Die Fürstin Russalka“ (siehe unten) enthält unter dem Sammeltitel „Seelenergüsse“ [vgl. Frank Wedekind: Die Fürstin Russalka. Paris, Leipzig, München 1897, S. 1-122] die Erzählungen „Der Brand von Egliswyl“ [KSA 5/I, S. 172-181], „Rabbi Esra“ [KSA 5/I, S. 214-218], „Der greise Freier“ [KSA 5/I, S. 219-231], „Die Fürstin Russalka“ [KSA 5/I, S. 232-235], „Das Opferlamm“ [KSA 5/I, S. 236-244], „Die Liebe auf den ersten Blick“ [KSA 5/I, S. 245-248], „Bei den Hallen“ [KSA 5/I, S. 249-255] und „Ich langweile mich“ [vgl. KSA 5/I, S. 256-263]., GedichteWedekinds Sammelband „Die Fürstin Russalka“ (siehe unten) enthält unter dem Sammeltitel „Die Jahreszeiten“ [vgl. Frank Wedekind: Die Fürstin Russalka. Paris, Leipzig, München 1897, S. 121-210] Gedichte (nach dem Eröffnungsgedicht „Genieße was die Jahreszeit mit sich bringt“ unterteilt in die Abschnitte „Frühling“, „Sommer“, „Herbst“ und „Winter“) [vgl. KSA 1/I, S. 382-444]. und BallettsWedekinds Sammelband „Die Fürstin Russalka“ (siehe unten) enthält unter dem Sammeltitel „Theater“ [vgl. Frank Wedekind: Die Fürstin Russalka. Paris, Leipzig, München 1897, S. 209-299] die Tanzpantomimen „Der Schmerzenstanz“ [vgl. KSA 3/I, S. 23-49] (später: „Die Flöhe oder Der Schmerzenstanz“), als einzige als Ballett bezeichnet, „Der Mückenprinz“ [vgl. KSA 3/I, S. 39-49] und „Die Kaiserin von Neufundland“ [vgl. KSA 3/I, S. 57-90]. in Verlag. Herr Langen zahlt Herrn Wedekind für die erste AuflageWedekinds Sammelband „Die Fürstin Russalka“ (1897) erschien im Sommer im Albert Langen Verlag in München [vgl. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Nr. 133, 12.6.1897, S. 4287], „in einer Auflage von 2000 Exemplaren“ [vgl. KSA 1/I, S. 808]. von zweitausend Exemplaren ein Honorar von M. 600– (sechshundert Mark). Die Auszahlung geschieht so, daß Herr Wedekind M. 200– (zweihundert Mark) sofort nach Unterzeichnung dieses Vertrages erhält, während der Rest von M. 400– (vierhundert Mark) als Ausgleich geleisteter Vorschüsse Herrn Langen verbleibt. Damit sind alle Forderungen des Herrn Langen gegen Herrn Wedekind gedeckt. Für jede weitere Auflage von tausend Exemplaren erhält Herr Wedekind ein Honorar von M. 400– (vierhundert Mark).


München, 1. März 1897

Albert Langen


Berlin, 3 März 1897

Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

Dresden, 12. September 1897 (Sonntag)
von Wedekind, Frank
an Langen, Albert, Albert Langen Verlag, (Verlag)

Verlags-Kontrakt.


Zwischen Herrn Albert Langen, Verlag für Kunst und Literatur in München und Herrn Frank Wedekind, Schriftsteller, z. Zt. in Dresden ist über das Buch„Der Hänseken. Ein Kinderepos“ [vgl. KSA 1/I, S. 329-362], Text von Frank Wedekind, ein „Bilderbuch, das Armin Wedekind illustrierte und das die beiden Brüder Weihnachten 1879 ihrer damals dreijährigen Schwester Emilie, genannt Mati, zum Geschenk machten“ [KSA 1/II, S. 1236], war gegen Ende 1896 im Albert Langen Verlag in München erschienen [vgl. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Nr. 284, 7.12.1896, S. 8347]. Der vorliegende Verlagsvertrag dürfte insofern nachträglich geschlossen worden sein; eine weitere Auflage gab es nicht, das Buch war „schwer verkäuflich“ [KSA 1/II, S. 1243].Der Hänseken, Ein Kinderepos,“ folgender Verlagskontrakt vereinbart worden:

§ 1. Herr Langen läßt das Buch in einer Auflage von (in Worten:) zweitausend Exemplaren erscheinen und giebt es ab zu einem Preise von nicht unter Mk 2.– pro Exemplar.

§.2. Der Reingewinn dieser Auflage, nach Abzug der Kosten, die sich bis 12. September 1897 laut Abrechnung auf MK. 2120,40 belaufen, fällt zu gleichen Theilen dem Verleger einerseits und den beiden Autoren anderseits zu.

§.3. Die Größe jeder weiteren Auflage, in der das Buch erscheint, bedarf der Zustimmung beider Contrahenten.

§.4. Der Reinertrag jeder weiteren Auflage fällt ebenso zu gleichen Theilen den beiden Contrahenten zu.

Dieser Contract ist in zwei Exemplaren angefertigt und von jedem der beiden Contrahenten zu unterzeichnen.


München, den, 15. Sept. 97 Albert Langen

Dresden, den 12. September 1897. Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

München, 1. Januar 1898 (Samstag)
von Langen, Albert und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Frank Wedekinds Brief an Erika Wedekind vom 5.1.1898 aus Leipzig:]


[...] bis übermorgen muß ich auch noch ein Gedicht für Langen machen wie du aus beiliegendem Brief ersiehst [...] Augenblicklich finde ich den letzten Brief von Langen nicht.

Einzelstellenkommentare

München, 1. Juli 1898 (Freitag)
von Holm, Korfiz und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis und Zitat in Hanns Floerke: Der Albert Langen Verlag. Anhang: Kopierbuch A. Typoskript. DLA Marbach. A:Langen-Müller/Pezold, S. 31f.:]


Der Prolog zum ErdgeistDer „Prolog“ zu „Der Erdgeist“ entstand anlässlich der Aufführung des Stückes durch das Leipziger Ibsen-Theater unter Leitung von Carl Heine im Jahr 1898 [vgl. KSA 3/II, S. 835, 840, 1202f., 1209-1212]. hat uns lebhaft interessiert. Leider aber bietet der Simplicissimus zu wenig Raum für solche Sachen, die nicht direkt in sein Gebiet fallen. Der Prolog gehört eher in eine litterarische RevueDer „Prolog“ wurde erst drei Jahre später, im März 1901, in „Die Insel“ veröffentlicht [vgl. KSA 3/II, S. 835, 859f.]. modernen Charakters, und jede solche wird es sich sicher zur Ehre schätzen, ihn abzudrucken. Namentlich in Wien, wodasSchreibversehen, statt: wo das. Stück zudem noch durch das VerbotDer Antrag zur Aufführung von „Der Erdgeist“ in Wien war 1898 abgelehnt worden [vgl. KSA 3/II, S. 835, 1203]. Die Presse berichtete: „‚Erdgeist‘ – verboten. Das für Samstag im Carl-Theater zur Aufführung angesetzte Lebensbild ‚Erdgeist‘ von Frank Wedekind wurde – wie die Direction des Carl-Theaters bekannt gibt – von der Censurbehörde verboten.“ [Reichspost, Jg. 5, Nr. 132, 12.6.1898, S. 12] „Carl-Theater. Mit dem ‚Volksfeind‘ beschloß das Ibsen-Ensemble seine Stagione. Man hätte noch Frank Wedekind’s ‚Erdgeist‘ zu Gesicht bekommen sollen, aber die löbliche Zensur […] wurde plötzlich um Wiens Tugend bange und verbot dem ‚Erdgeist‘. sich in seiner leidenschaftlichen Größe zu zeigen. So ist das literarische Wien um einen Genuß gekommen, den es jetzt, da die Neugierde einmal geweckt ist, nur im Langen’schen Verlage stillen kann. Dort ist nämlich Wedekind’s Werk im Drucke erschienen.“ [Neuigkeits-Welt-Blatt, Jg. 25, Nr. 133, 14.6.1898, 4. Bogen, S. (4)] aktuell ist.

Aber wollen Sie uns nicht in Zukunft wieder Ihre von uns so hoch angeschlagene MitarbeiterschaftWedekind hatte von April 1896 bis März 1898, häufig unter Pseudonym (Hieronymus, Hieronymus Jobs, Hieronymus Jobsius, Hermann), politisch-satirische Gedichte im neu gegründeten „Simplicissimus“ veröffentlicht [vgl. KSA 1/II, S. 2234f.]. Ab dem 2.8.1898 nahm er diese Tätigkeit wieder auf. Die Unterbrechung dürfte auf sein Engagement bei Carl Heines Ibsen-Theater zurückzuführen sein; ein Schreiben Korfiz Holms an Thomas Theodor Heine vom 5.4.1898 zeigt, dass die Redaktion auch in dieser Zeit um Beiträge Wedekinds bemüht war [vgl. KSA 1/II, S. 2236f.]. zuteil werden lassen? Auf dem eigentlichen Gebiet des Simplicissimus haben Sie sich ja schon so viel Beifall errungen, daß es auch weiterhin in unser beiden Interesse liegt, in der Beziehung beieinander zu bleiben. Herzlichst wünschen wir Ihnen zu demSchreibversehen, statt: zudem. starken Erfolge am Glück.

Einzelstellenkommentare

Zürich, 18. November 1898 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Langen, Albert, Albert Langen Verlag, (Verlag)

Zwischen Herrn Albert Langen und Herrn Frank Wedekind ist folgendes vereinbart worden

§.1.

Herr Langen garantirt Herrn Wedekind ein monatliches Fixum von M. 300.‒ für die Dauer eines Jahres beginnend am 1. December 1898.

§. 2.

Herr Frank Wedekind verpflichtet sich hiergegen der Redaction des SimplicissimusDie illustrierte Wochenschrift „Simplicissimus“ erschien im Albert Langen Verlag in München. Wedekind hatte dort seit dem 11.4.1896 Gedichte veröffentlicht [vgl. KSA 1/II, S. 2234-2236], zuletzt vor dem vorliegenden Vertrag am 13.12.1898 das unter dem Pseudonym Kaspar Hauser veröffentlichte Gedicht „An die öffentliche Meinung“, davor am 25.10.1898 das Gedicht „Im heiligen Land“, das wegen Majestätsbeleidigung konfisziert worden war und zu einem Haftbefehl geführt hatte, der Autor und Verleger zur Flucht in die Schweiz veranlasst hatte (beide nach Zürich), und am 1.11.1898 das Gedicht „Meerfahrt“ (beide unter dem Pseudonym Hieronymus), das ebenfalls der Majestätsbeleidigung verdächtigt wurde; die Verlagsgeschäfte in München regelte, da der Verleger im Exil war, der Verlagsmitarbeiter Korfiz Holm [vgl. KSA 1/II, S. 2236-2239]. monatlich mindestens drei poetische Beiträge über actuelle oder sociale Politik in dem bekannten Umfang von einer halben Seite des Simplicissimus zu liefern und für kein andres illustrirtes Witzblatt („Jugend“ inbegriffen) zu arbeiten.

Für jedes vierte Gedicht monatlich erhält Herr Frank Wedekind eine besondere Vergütung von M. 25.‒.

§ 3.

Herr Langen nimmt die beiden dramatischen Werke„Das Gastspiel“ (auch: „Ein Gastspiel“) war der ursprünglich vorgesehene Titel von Wedekinds Einakter „Der Kammersänger“ [vgl. KSA 4, S. 323], der unter dem Titel „Der Kammersänger. Drei Scenen“ [KSA 4, S. 332] im Frühjahr 1899 im Albert Langen Verlag in München erschien [vgl. Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, Nr. 57, 10.3.1899, S. 1886]. „Der Liebestrank. Schwank in drei Aufzügen“ erschien im Albert Langen Verlag erst „im Herbst 1899“ [KSA 2, S. 1004]. Wedekinds „Ein Gastspiel“ und „Der Liebestrank“ in Verlag und „Das/Ein/ Gastspiel“ unter den allgemein üblichen Bedingungen (10% der Tantiemen-Eingänge) auf in seinen Bühnenvertrieb. Von dem Reingewinn erhält Herr Wedekind die Hälfte.

§. 4.

Herr Wedekind verpflichtet sich, Herrn Albert Langen jede neue künstlerische Arbeit von ihm zuerst zum Verlag und Bühnenvertrieb anzubieten.

Zürich, den 18. November 1898.

Frank Wedekind.


Albert Langen

Einzelstellenkommentare

Paris, 2. März 1899 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag), Geheeb, Reinhold

[1. Hinweis und Zitat in Galerie Gerda Bassenge: Auktion 40 (1982), Nr. 2175:]


Wedekind, Frank […]

An Dr. Geheeb, Redakteur des Simplicissimus

eBmU, Paris, 2.III.1899


Sendet ihm ein Gedichtein Gedichtmanuskript als Beilage. Wedekind sandte Reinhold Geheeb sein Gedicht „An eine angehende Lehrerin“ [KSA 1/I, S. 515-516], das „im Februar 1899“ [KSA 1/I, S. 939] entstanden ist und (unter dem Pseudonym Müller von Bückeburg) am 14.3.1899 im „Simplicissimus“ [Jg. 3, Nr. 51, S. 405] erschien., „das ich seit drei Wochen liegen habe. Ich wagte es nicht abzuschicken aus Angst, es würde von Ihnen verändert. Sie werden mir auch zugestehen, daß, wenn man ihm seinen Charakter nimmt, nichts übrig bleibt, als eine blödsinnige Reimerei ... Dieses vorliegende kann ich Ihnen nur unter der Bedingung zum Druck überlassen, daß nicht ein Wort darin geändert wird ... Sie haben 7 Wochen gebraucht um aus Böhmischen Wäldern II die beste Strophe herauszustreichenaus dem zuvor am 28.2.1899 im „Simplicissimus“ [Jg. 3, Nr. 49, S. 387] mit 20 Strophen (unter dem Pseudonym Hieronymo Jobsio, Räuberhauptmann) veröffentlichten Gedicht „Aus den Böhmischen Wäldern II“ [KSA 1/I, S. 511-513]; die Reinschrift dieses Gedichts, „die aus einer 21strophigen Fassung bestanden haben muß, ist nicht erhalten.“ [KSA 1/I, S. 1046]. Ich gebe mir in dem Gedicht einige Mühe actuell zu sein und stehe nun als der Mensch da, der der Welt längst vermoderten Kohl aufwartet … Aber erwarten Sie keine ekelhaften kleinlichen gemeinen Schimpfereien von mir gegen Menschen, die mir nie etwas zu leide gethan haben (diese Stelle ist – offensichtlich vom Redakteur – mit blauem Farbstift unterstrichen sowie mit einem Fragezeichen versehen). Wenn ich darauf angewiesen bin, mich zu prostituieren, dann prostituiere ich lieber meinen Schwanz als meinen Kopf. Es ist kurzweiliger, weniger gefährlich, wird besser bezahlt und ist außerdem anständiger …“


[2. Hinweis und Referat im Brief von Korfiz Holm an Albert Langen, 7.3.1899 (Abret/Keel 1989, S. 44f.):]


Zum Punkte streichen übrigens einliegend ein reichlich alberner Brief von Wedekind. Können Sie dem Kerl vielleicht klar machen, daß er, wenn wir in seinen Gedichten nicht streichen sollen, es so einrichten soll, daß das nicht nötig ist.

Einzelstellenkommentare

Leipzig, 21. Juli 1899 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag), Holm, Korfiz

[Hinweis in Korfiz Holms Brief an Albert Langen vom 29.7.1899 aus Bernried (Abret/Keel 1989, S. 112):]


Wedekind schrieb einen konfusen Brief, in dem er unter anderem Geld für seine VerpflegungWedekind befand sich zum Zeitpunkt seines Briefes in Untersuchungshaft in Leipzig. Am 3.6.1899 hatte er sich der Polizei gestellt, am 3.8.1899 wurde er wegen Majestätsbeleidigung zu einer siebenmonatigen Haftstrafe verurteilt. erbat.

Einzelstellenkommentare

München, 23. Juli 1899 (Sonntag)
von Holm, Korfiz und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Korfiz Holms Brief an Albert Langen vom 29.7.1899 aus München (Abret/Keel 1989, S. 112):]


Ich schickte ihm M. 100.-

Einzelstellenkommentare

Leipzig, 1. September 1899 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag)

[Hinweis in Wedekinds Brief an Beate Heine vom 16.9.1899 aus Leipzig:]

Ich erhielt gestern [...] eine lakonische Benachrichtigung von Langennicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Albert Langen Verlag und Korfiz Holm an Wedekind, 14.9.1899. , daß er keine Ursache mehr sehe, mir Geld zu schicken. Auf diese Nachricht hatte er mich vierzehn Tage warten lassenHinweis auf das hier erschlossene Schreiben Wedekinds. [...]


[Hinweis in Wedekinds Brief an Bjørnstjerne Bjørnson vom 28.9.1899 von der Festung Königstein:]


Wenn sich Albert Langen am Ton meines Briefes stösst [...]

Einzelstellenkommentare

München, 14. September 1899 (Donnerstag)
von Holm, Korfiz und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[1. Hinweis und Referat in Korfiz Holms Brief an Albert Langen vom 15.9.1899 aus München (Abret/Keel 1989, S. 135):]


Ich habe Wedekind geschrieben, daß Sie nach seinem ganzen BenehmenWedekind hatte im Strafprozess wegen Majestätsbeleidigung behauptet, Albert Langen habe die Beschlagnahme des „Simplicissimus“ aus geschäftlichen Gründen provoziert (vgl. Abret/Keel 1985, S. 27f.). und dem Ton seiner Briefe in letzterer Zeit auf weitere Beziehungen zu ihm verzichten und keine Ursache hätten, ihm Geld zu schicken oder für ihn Kommissionen zu besorgen.


[2. Hinweis und Referat in Wedekinds Brief an Beate Heine vom 16.9.1899 aus Leipzig:]


Ich erhielt gestern [...] eine lakonische Benachrichtigung von Langen, daß er keine Ursache mehr sehe, mir Geld zu schicken.

[3. Hinweis und Zitat in Wedekinds Brief an Bjørnstjerne Bjørnson vom 28.9.1899 von der Festung Königstein:]

Nach drei und ein halbmonatlicher Gefängnishaft erhielt ich am nämlichen Tage, mit der Nachricht meiner Begnadigung zu Festung, von Albert Langen die Mitteilung, dass er auf jede weitere Verbindung mit mir verzichte. Als Grund dafür führte er mein „ganzes Benehmen“ und den „Ton meines letzten Briefesnicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an den Albert Langen Verlag, 1.9.1899.“ an.

Einzelstellenkommentare

Festung Königstein, 5. Oktober 1899 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag)

[Hinweis in Wedekinds Brief an Hans Richard Weinhöppel vom 2.11.1899 aus der Festung Königstein:]


[...] die Klatschereien von seiten des Simpl. über mich [...]. Ich habe den Leuten [...] vor 4 Wochen schon dringend gerathen, ihre Aussagen zu widerrufen [...]

Einzelstellenkommentare

München, 7. Oktober 1899 (Samstag)
von Holm, Korfiz und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[1. Hinweis in Thomas Theodor Heines Brief an Wedekind vom 6.10.1899 aus München:]


Ich wollte Ihnen [...] mittheilen, dass Holm Ihnen heute oder morgen 200 Mk. schickt.


[2. Hinweis in Thomas Theodor Heines Brief an Wedekind vom 9.10.1899 aus München:]


Inzwischen werden Sie wohl bereits das Geld von Holm bekommen haben. Die Bemerkung die er dazu geschrieben hat [...]

Einzelstellenkommentare

Festung Königstein, 18. Oktober 1899 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag)

[Hinweis in Georg Zurhellens Brief an Wedekind vom 19.10.1899 aus München:]

[...] Ihre Zuschrift von gestern [...]

Einzelstellenkommentare

München, 19. Oktober 1899 (Donnerstag)
von Zurhellen, Georg, Albert Langen Verlag, (Verlag) und Langen, Albert
an Wedekind, Frank

Albert Langen
VERLAG FÜR LITTERATUR UND KUNST
Paris Leipzig München

München, den 19.10. 1899
4 Schack-StrasseSitz des Albert Langen Verlags in München: "Langen Albert Verlagsbuchhandl. Schackstrasse 4" [Adressbuch für München 1899, Teil I, S. 304]..

Herrn Frank Wedekind
Festung Königstein

Auf Ihre Zuschrift von gesternnicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Albert Langen Verlag, 18.10.1899. erwidere ich wie folgt. Laut VertragWedekind hatte der Berliner Theateragentur A. Entsch sein Stück „Der Liebestrank“ vor Jahren zukommen lassen [vgl. Wedekind an Theodor Entsch, 3.8.1892], aber erst am 1.9.1898 den genannten Vertrag über den Bühnenvertrieb unterzeichnet. vom 1. September 1898, der anbei an Sie zurückgehtDie Beilage ist nicht überliefert., hat Herr Entsch den Bühnenvertrieb Ihres „Liebestranks“.
Ich habe mit ihm wegen Lieferung der für seine Zwecke nötigen Anzahl Exemplare verhandelt und ihm auf Grund der mir durch Herrn Langen gewordenen Instruktion mitgeteilt, dass ich ihm Freiexemplaredes soeben im Albert Langen Verlag erschienenen Schwanks „Der Liebestrank“ (1899) für Theodor Entsch (siehe oben). nicht zur Verfügung stellen könnte.
Hochachtungsvoll

Dr Georg ZurhellenDr. jur. Georg Zurhellen war Mitarbeiter des Albert Langen Verlags; er „arbeitete im Bühnenvertrieb“ [vgl. Albret/Keel 1989, S. 17].

für Albert Langen

Einzelstellenkommentare

München, 24. Januar 1900 (Mittwoch)
von Holm, Korfiz und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Korfiz Holms Brief an Albert Langen vom 2.3.1900 aus München (Abret/Keel 1989, S. 186):]


Ich schickte also Wedekind den Kontraktentwurfnicht überliefert. Ein neuer Vertrag zwischen dem Albert Langen Verlag und Wedekind kam erst im April 1900 zustande [vgl. Kutscher 2, S. 77f.]., den Sie einliegend finden, nach Königstein.

Einzelstellenkommentare

Festung Königstein, 25. Januar 1900 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag), Holm, Korfiz

[Hinweis und Referat in Korfiz Holms Brief an Albert Langen vom 2.3.1900 aus München (Abret/Keel 1989, S. 186):]


Zunächst antwortete er, er unterschreibe in dieser ZwangslageWedekind befand sich zum Zeitpunkt seines Briefes in Haft auf der Festung Königstein. Am 3.6.1899 hatte er sich der Polizei gestellt, am 3.8.1899 wurde er wegen Majestätsbeleidigung zu einer siebenmonatigen Haftstrafe verurteilt. überhaupt keinen Kontraktnicht überliefert. Ein neuer Vertrag kam erst im April 1900 zustande [vgl. Kutscher 2, S. 77f.]..

Einzelstellenkommentare

Festung Königstein, 1. Februar 1900 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag), Holm, Korfiz

[Hinweis und Referat in Korfiz Holms Brief an Albert Langen vom 2.3.1900 aus München (Abret/Keel 1989, S. 186):]


Als ich daraufdas letzte Schreiben Wedekinds [vgl. Wedekind an Korfiz Holm und den Albert Langen Verlag, 25.1.1900]. schwieg, schrieb er einen zweiten Brief, den ich am 2. erhielt. Hierin sagte er, daß der § 4Der Verlagsvertrag ist ebenso wie das Begleitschreiben nicht überliefert [vgl. Korfiz Holm an Wedekind, 24.1.1900]. ihm jeden Ertrag an seinen früheren Büchern raube und daß im KontoauszugKorfiz Holm hatte Wedekind zusammen mit dem Verlagsvertrag eine Übersicht über seinen Kontostand beim Albert Langen Verlag zugesandt [vgl. Korfiz Holm an Wedekind, 24.1.1900] und Albert Langen am 9.2.1900 mitgeteilt: "W.s Vorschuß beträgt alles in allem c M. 3000.-, wovon laut Kontrakt 1100.- Unterhalt in der Haftzeit gutgeschrieben werden." [Abret/Keel 1989, S. 175] einige Irrtümer enthalten seien.

Einzelstellenkommentare

München, 1. Februar 1900 (Donnerstag)
von Holm, Korfiz und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis und Referat in Korfiz Holms Brief an Albert Langen vom 2.3.1900 aus München (Abret/Keel 1989, S. 186):]


Darauf telegrafierte ich ihm, weil er schon tagsdarauf entlassenAm 3.2.1900 wurde Frank Wedekind aus der Festung Königstein entlassen, wo er nach seiner Verurteilung am 3.8.1899 wegen Majestätsbeleidigung zu sieben Monaten Freiheitsentzug seit dem 21.9.1899 inhaftiert war. wurde, der § 7Der Wedekind vom Albert Langen Verlag zusammen mit einem Kontoauszug über seine Vorschusszahlungen zugeschickte Vertrag ist nicht überliefert [vgl. Korfiz Holm an Wedekind, 24.1.1900]. bezöge sich auf die bisher erschienenen Werke, und wenn sich im Kontoauszug Irrtümer befänden, würden wir sie richtigstellen. Wenn er unter diesen Bedingungen unterschreibe, würde ich ihm die M. 300.-Korfiz Holm sandte Wedekind die Summe noch am selben Tag [vgl. das zweite erschlossene Korrespondenzstück: Korfiz Holm an Wedekind, 2.2.1900]. schicken.

Einzelstellenkommentare

Festung Königstein, 2. Februar 1900 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag), Holm, Korfiz

[1. Hinweis und Referat in Korfiz Holms Brief an Albert Langen vom 9.2.1900 aus München (Abret/Keel 1989, S. 175):]


Wedekind hat sich telegrafisch nach einigen kleinen Änderungen, die nicht wesentlich sind, mit dem KontraktDer Vertrag des Albert Langen Verlags ist nicht überliefert. Ein neuer Vertrag mit Wedekind kam erst im April 1900 zustande [vgl. Kutscher 2, S. 77f.]. einverstanden erklärt [...].


[2. Hinweis in Korfiz Holms Brief an Albert Langen vom 2.3.1900 aus München (Abret/Keel 1989, S. 186):]


Daraufauf Korfiz Holms Telegramm vom gleichen Tag: Korfiz Holm an Wedekind, 2.2.1900. bekam ich einliegendes Telegramm [...].

Einzelstellenkommentare

München, 2. Februar 1900 (Freitag)
von Holm, Korfiz und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[1. Hinweis in Korfiz Holms Brief an Albert Langen vom 9.2.1900 aus München (Abret/Keel 1989, S. 175):]


Wedekind hat [...] am letzten Tag auf der FestungAm 3.2.1900 wurde Frank Wedekind aus der Haft entlassen, die er nach seiner Verurteilung wegen Majestätsbeleidigung vom 3.8.1899 seit dem 21.9.1899 auf der Festung Königstein verbüßt hatte. M. 300.- Vorschuß erhalten.


[2. Hinweis in Korfiz Holms Brief an Albert Langen vom 2.3.1900 aus München (Abret/Keel 1989, S. 186):]


Darauf bekam ich einliegendes Telegrammvgl. das erschlossene Telegramm vom selben Tag: Wedekind an Korfiz Holm, 2.2.1900. und schickte ihm die M. 300.-

Einzelstellenkommentare

München, 14. Februar 1900 (Mittwoch)
von Holm, Korfiz und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an den Albert Langen Verlag vom 17.2.1900 aus München:]

[...] vor meiner Abreise von Leipzig ließen Sie mir einen Contract vorlegenHinweis auf das nicht überlieferte Begleitschreiben zu dem übersandten Autorenvertrag, wahrscheinlich eine überarbeitete Fassung des Ende Januar, Anfang Februar kurz vor Wedekinds Haftentlassung aus der Festung Königstein diskutierten Vertrags (siehe die vorangegangene Korrespondenz mit dem Albert Langen Verlag). Die Verhandlungen führte Korfiz Holm für den Verlag, der auch Autor des verschollenen Briefes gewesen sein dürfte. Ein neuer Vertrag kam erst im April 1900 zustande [vgl. Kutscher 2, S. 77f.]. [...]

Einzelstellenkommentare

München, 17. Februar 1900 (Samstag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag), Langen, Albert

Herrn Albert Langen, Verlag für Kunst und Litteratur
München.

Sehr geehrter Herr Langen,
vor meiner Abreise von Leipzig ließen Sie mir einen ContractDer Vertrag und das Begleitschreiben sind nicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Albert Langen Verlag und Korfiz Holm an Wedekind,14.2.1900. Ein neuer Vertrag kam erst im April 1900 zustande [vgl. Kutscher 2, S. 77f.]. fo vorlegen, den ich so wie er aufgesetzt war, unmöglich unterschreiben konnte. Ich habe meinerseits die Überzeugung daß der Contract, auch wenn ich ihn unterschrieben hätte, keine Rechtsgültigkeit gehabt hätte. Sie beanspruchten darin für sich 50 % des Bühnenertrages nebst ebensoviel vom buchhändlerischen Reingewinn. Darf ich Sie nun höflichst ersuchen mir einen Contract zur Unterschrift zukommen zu lassen, der mit den in diesen Dingen einmal allgemein angenommenen Normen in Einklang steht: Ich bin natürlich gerne bereit, die Mk. 100.-, die Sie die Güte hätten, mir als Reiseentschädigungim Erstdruck: „Reiseunterstützung“ [GB 2, S. 51]. auszahlen zu lassen, in diesem Fall als Vorschuß auf meinen Gewinnantheil anzuerkennen. An meiner persönlichen Dankbarkeit Ihnen gegenüber für Ihr Wohlwollen und das | Interesse, das Sie meiner Arbeit entgegenbringen, würde das nichts ändern.

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München, 24. Januar 1901 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag)

[1. Hinweis und Referat in Korfiz Holms Brief an Albert Langen vom 25.1.1902 aus München (Abret/Keel 1989, S. 277f.):]


Was Wedekinds neues StückAm 9.1.1902 schrieb Korfiz Holm an Albert Langen: „Wedekind hat, wie er Ihnen mitgeteilt haben wird, denn er erbat sich dazu Ihre Adresse, ein neues Stück vollendet betitelt So ist das Leben.“ [Abret/Keel 1989, S. 272]. Ob Wedekind seinerzeit an Albert Langen geschrieben hat, ist ungewiss, auch Korfiz Holm ist darüber im Unklaren: „Nun weiß ich nicht, ob und was Wedekind Ihnen geschrieben hat und ob er vielleicht Ihnen das Stück geschickt hat.“ [Ebd.] betrifft so möchte er es nicht vor der hiesigen PremiereDie Uraufführung von „So ist das Leben“ fand am 22.2.1902 durch den Akademisch-Dramatischen Verein am Münchner Schauspielhaus statt [vgl. KSA IV, S. 632]., die in circa 4 Wochen stattfindet, in Druck geben, da er glaubt, auf den Proben noch Änderungen machen zu müssen. Was seine „JobsiadenZwischen April 1896 und März 1902 hatte die im Albert Langen Verlag erscheinende Satirezeitschrift „Simplicissimus“ insgesamt 54 Gedichte Wedekinds publiziert, davon 25 unter seinem Namen und 29 unter verschiedenen Pseudonymen (Hieronymo Jobsio, Kaspar Hauser, Hieronymos, Benjamin u. a.). Diese sollten in überarbeiteter Form als Sammelband unter dem Titel „Jobsiaden“ erscheinen, was jedoch nicht realisiert wurde [vgl. KSA 1/II, S. 2234, 2240]. Am 21.2.1902 hatte Korfiz Holm an Albert Langen geschrieben, er würde Wedekinds Forderung „lieber nicht nachgeben, nachdem man ihm die gegenteilige Bedingung gestellt hat“ [Abret/Keel 1989, S. 287].“ betrifft, so wäre er zu einer Herausgabe bereit und auch bereit, sie durch kleine Änderungen auf die Höhe der Zeit zu bringen, stellt aber zur Bedingung, daß Sie zuerst sein Frühlingserwachen in der dritten AuflageDer Albert Langen Verlag brachte 1903 die dritte Auflage von „Frühlings Erwachen“ heraus [vgl. KSA 2, S. 771f.]. Die ersten beiden Auflagen waren 1891 bei Jean Groß und 1894 bei Caesar Schmidt, beide in Zürich, erschienen. als EinemarkbändchenDies war der Verkaufspreis eines Bandes der Reihe Kleine Bibliothek des Albert Langen Verlags. herausgeben.


[2. Hinweis in Wedekinds Brief an den Albert Langen Verlag und Georg Mischeck vom 15.2.1902 aus München:]


Ihre Anfragenicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Georg Mischeck und Albert Langen Verlag an Wedekind, 14.2.1902. ... betreffend, habe ich dem Verlag Albert Langen schon zweimal dahin beantwortet, daß ich gegen eine Herausgabe der politischen Gedichte nichts einzuwenden habe, wenn Herr Langen vorher mein Buch ‚Frühlings Erwachen‘ herausgiebt.

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München, 23. Mai 1901 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Langen, Arthur, Albert Langen Verlag, (Verlag)

[1. Hinweis in Wedekinds Brief an Martin Zickel vom 23.5.1901 aus München:]

[...] ich habe sofort an Langens Bühnenvertrieb geschrieben [...]

[2. Hinweis und Zitat in Wedekinds Brief an den Albert Langen Verlag und Arthur Langen vom 24.5.1901 aus München:]

Ich telegraphierte Ihnen wörtlich: War leider verreist. Bitte wenn irgend möglich noch auf letzten August abzuschließen.

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München, 24. Mai 1901 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Langen, Arthur, Albert Langen Verlag, (Verlag)

Herrn Albert Langen BühnenvertriebDer Albert Langen „Verlag u. Vertrieb dramatischer Werke“ [Adressbuch für Berlin und seine Vororte 1902, Teil I, S. 951] in Berlin hatte seinen Sitz in der Königgrätzerstraße 19, während sich Langens „Verlag f. Litteratur u Kunst Filiale Berlin“ [Adressbuch für Berlin und seine Vororte 1901, Teil I, S. 911] in der Mauerstraße 85-88 (später Zimmerstraße 34) befand. Albert Langen hatte „im März 1901“ den mit ihm nicht verwandten Arthur Langen für „den Bühnenvertrieb“ seines Verlags als „Theateragent [...] übernommen“ [Abret 2005, S. 29]. Er dürfte der Adressat von Wedekinds Brief gewesen sein.
Berlin.

Ich telegraphirteDas Telegramm Wedekinds ist nicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Albert Langen Verlag und Arthur Langen, 23.5.1901. Ihnen wörtlich: War leider verreistnicht ermittelt.. Bitte wenn irgend möglich noch auf letzten August abzuschließenWedekind hatte ein Angebot von Martin Zickel, Regisseur am Berliner Residenztheater (Direktion: Sigmund Lautenburg) [vgl. Neuer Theater-Almanach 1902, S. 251], für eine Aufführung seines Einakters „Der Kammersänger“ für den 31.8.1901, das er gerne wahrnehmen wollte [vgl. Wedekind an Martin Zickel, 23.5.1901], da sich die ursprünglich am Berliner Lessingtheater (Direktion: Otto Neumann-Hofer) [vgl. Neuer Theater-Almanach 1902, S. 248] geplante Aufführung verzögerte. .
Begreifen Sie nichtVermutlich reagiert Wedekind hier auf eine (möglicherweise telegraphische) Rückfrage Arthur Langens zu den Abschlussbedingungen. daß ich Ihnen mit den Worten „Wenn irgend möglich[“] jede Bedingung bis auf die des letzten August freigebe? Verstehen Sie denn kein Deutsch?! Ich hoffe zu Gott, daß es Ihrer GeschäftspraktikenDas Pronomen bezieht sich auf ein ausradiertes und überschriebenes, kaum rekonstruierbares Substantiv, möglicherweise „Geschäftsführung“. nicht geglückt ist, mir auch noch dieses mühsam zustande gebrachte Engagement zu vereiteln und werde mich glücklich schätzen Gott danken, wenn ich mit einem so ebenso fruchtlosen ergebnislosen wie | gefahrvollen Vertreter nicht wie Sie es sind, nichts mehr zu schaffen brauche habe.
F. W.

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München, 16. Dezember 1901 (Montag)
von Wedekind, Frank
an Langen, Arthur, Albert Langen Verlag, (Verlag)

[Hinweis in Ludwig Thomas Brief an Albert Langen vom 22.4.1902 aus München (Pöllinger 1993, S. 332):]


Wedekind [...] hat im Dezember 2mal bei Arthur Langen um Mitteilung der kontraktlichen Aufführungsterminenicht ermittelt; es könnte sich um geplante Aufführungen von Wedekinds Einakter „Der Kammersänger“ gehandelt haben. In Hannover wurde der Einakter am 15.11.1902, in Stuttgart am 6.3.1903 erstmals aufgeführt. für Hannover und Stuttg. nachgesucht.

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Berlin, 7. Januar 1902 (Dienstag)
von Langen, Arthur und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[1. Hinweis und Referat in Ludwig Thomas Brief an Albert Langen vom 22.4.1902 aus München (Pöllinger 1993, S. 332):]


Am 7. I. 1902 schrieb Arthur, er sei mit Arbeit am Jahresschluß überhäuft; er werde ihm die TermineWedekind hatte zuletzt die vertraglich vorgesehenen Termine für Aufführungen seiner Stücke bei Arthur Langen, dem Leiter des Bühnenvertriebs des Albert Langen Verlags, erfragt [vgl. Wedekind an Arthur Langen und Albert Langen Verlag, 16.12.1901]. mitteilen.


[2. Hinweis und Referat in Ludwig Thomas Brief an Albert Langen vom 2.5.1902 aus München (Pöllinger 1993, S. 335):]


Ich habe den Brief Langens d. d. 7. I. gelesen. Er schreibt, daß sich am Jahresschlusse die Geschäfte drängen, daß er den Aufführungstermin mitteilen werdeEine Antwort erhielt Wedekind von Arthur Langen nicht, wie Ludwig Thoma am 22.4.1902 und erneut am 2.5.1902 Albert Langen berichtete: „Er war also zu faul, die Verträge nachzusehen. Bis jetzt hat Arthur Langen Wedekind keine Mitteilung über die Termine gemacht.“ (Pöllinger 1993, S. 332) „Er hat es nicht gethan. Was aber das Schlimme ist, der Herr war zu faul, im Register nachzusehen, welches die Verträge enthält. Hier konnte er klipp und klar, in 2 Minuten den vereinbarten Termin sehen.“ (Pöllinger 1993, S. 335), später.


[3. Hinweis und Referat in Ludwig Thomas Brief an Albert Langen vom 19.5.1902 aus München (Pöllinger 1993, S. 343):]


Ich las seinen Brief vom 7. I. 02. Er schreibt, daß beim Jahresabschluß die Geschäfte sich häufen etc. etc.

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Berlin, 14. Januar 1902 (Dienstag)
von Langen, Arthur und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Ludwig Thomas Brief an Albert Langen vom 22.4.1902 aus München (Pöllinger 1993, S. 332):]


Arthur Langen [...]. Zweimal wurde W. telegrafisch gebeten, seine Einwilligung in Verschiebung des TerminesZusammenhang nicht ermittelt; es könnte sich allerdings um eine geplante Aufführung von Wedekinds Einakter „Der Kammersänger“ gehandelt haben [vgl. Wedekind an Arthur Langen, 16.12.1901]. zu geben.

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München, 14. Februar 1902 (Freitag)
von Mischeck, Georg und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Georg Mischeck vom 15.2.1902 aus München:]


Des weiteren schreiben Sie [...] Sie geben dann weiter in Ihrem Schreiben vor […] Ihre Anfrage [...] Aus diesem Grunde nehme ich davon Abstand, mich durch die in Ihrem Briefe enthaltenen Ausdrücke beleidigt zu fühlen.

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München, 15. Februar 1902 (Samstag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag), Mischeck, Georg

[Zitat in Galerie Gerda Bassenge: Katalog 46 (1985), Nr. 2068:]


Ich weise diesen Vorwurf hiermit als eine von Ihnen begangene freche Unverschämtheit zurück. Des weiteren schreiben SieHinweis auf ein nicht überliefertes Schreiben; erschlossenes Korrespondenzstück: Georg Mischeck und Albert Langen Verlag an Wedekind, 14.2.1902.: Sie hätten am allerwenigsten Veranlassung, sich über den Verlag Langen zu beklagen, warum werden Sie am besten wissen. – Dieser frechen Äußerung gegenüber theile ich Ihnen mit, daß meiner Überzeugung nach der Verlag Albert Langen mir vollkommen ebensoviel zu danken hat wie ich dem Verlage. ... Sie geben dann weiter in Ihrem Schreiben vor, daß Sie seit bald einem Jahre nicht wissen, wie man mit dem Verein der Verein der Elf ScharfrichterDas Kabarett Die Elf Scharfrichter war am 12.4.1901 in München eröffnet worden. Wedekind war Gründungsmitglied und gehörte dem Ensemble mit Unterbrechungen bis 1903 an. Am 12.3.1902 fand die Uraufführung seiner Tanzpantomime „Die Kaiserin von Neufundland“ durch das Ensemble statt. In der Korrespondenz mit Georg Mischeck, Mitarbeiter des August Langen Verlags, dürfte es um die Rechte hieran gegangen sein. [...] in Verkehr tritt. Jedes Kind würde Ihnen darauf entgegnen: Schreiben Sie einen Brief! – Ihre Anfrage ... die politischen GedichteZwischen April 1896 und März 1902 hatte die im Albert Langen Verlag erscheinende Satirezeitschrift „Simplicissimus“ insgesamt 54 Gedichte Wedekinds publiziert, davon 25 unter seinem Namen und 29 unter verschiedenen Pseudonymen. Diese sollten 1902 in überarbeiteter Form als Sammelband unter dem Titel „Jobsiaden“ erscheinen, was jedoch nicht realisiert wurde [vgl. KSA 1/II, S. 2234, 2240]. Am 21.2.1902 hatte Korfiz Holm an Albert Langen geschrieben, er würde Wedekinds Forderung „lieber nicht nachgeben, nachdem man ihm die gegenteilige Bedingung gestellt hat“ [Abret/Keel 1989, S. 287]. betreffend, habe ich dem Verlag Albert Langen schon zweimal dahin beantwortetHinweis auf mindestens ein nicht überliefertes Schreiben; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Albert Langen Verlag, 24.1.1901. Ob Wedekind seine Forderung in den folgenden Wochen in einem weiteren nicht überlieferten Korrespondenzstück oder mündlich bei einem seiner Besuche im Büro des Verlags wiederholt hat, ist ungewiss., daß ich gegen eine Herausgabe der politischen Gedichte nichts einzuwenden habe, wenn Herr Langen vorher mein Buch ‚Frühlings ErwachenDer Albert Langen Verlag brachte 1903 die dritte Auflage von „Frühlings Erwachen“ heraus [vgl. KSA 2, S. 771f.]. Die ersten beiden Auflagen waren 1891 bei Jean Groß und 1894 bei Caesar Schmidt, beide in Zürich, erschienen. herausgiebt. ... Ich bin glücklicherweise gesellschaftlich nicht auf Sie angewiesen und kann mir vorderhand auch gar nicht vorstellen, wie Sie und ich einander in meiner Gesellschaft begegnen sollten. Aus diesem Grunde nehme ich davon Abstand, mich durch die in Ihrem Briefe enthaltenen Ausdrücke beleidigt zu fühlen.

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München, 3. April 1902 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag), Langen, Albert

FRANK WEDEKIND.


MÜNCHEN, den 3. April 1902.
Franz Josefstr. 42/II.


Herrn Albert Langen, Verlag.
München.


Sehr geehrter Herr!

zu meinem Bedauern muß ich Ihnen mittheilen, daß ich genötigt bin, unsere geschäftlichen Beziehungen vom heutigen Tag an als abgebrochenAm 10.4.1902 schrieb Korfiz Holm aus München an Albert Langen: „Wedekind scheint seinen famosen Beziehungsabbrechungsbrief schon zu bedauern“ [Abret/Keel 1989, S. 293]. Wedekind blieb beim Albert Langen Verlag. zu betrachten. Ihr GeschäftsbetriebAuslöser für Wedekinds Brief war nicht nur seine Unzufriedenheit mit dem von Arthur Langen geleiteten, in Berlin ansässigen Bühnenvertrieb des Albert Langen Verlags [vgl. Wedekind an Theaterdirektoren, 4.4.1902], sondern wohl auch sein gescheiterter Versuch, mit Albert Langen für Verhandlungen in persönlichen Kontakt zu kommen [vgl. Wedekind an Albert Langen, 30.3.1902]. läßt er/s/ mir leider auch als vollkommen nutzlos und zweckwidrig erscheinen, meiner Mittheilung ein Wort der Begründung beizufügen. Dagegen bin ich natürlich jederzeit bereit, mich vor GerichtVon einer gerichtlichen Auseinandersetzung rieten Korfiz Holm [an Albert Langen, 5.4.1902; vgl. Abret/Keel 1989, S. 290f.] und Ludwig Thoma [an Albert Langen, 22.4.1902; vgl. Pöllinger 1993, S. 332f.] ab. Sie fand nicht statt, da die Angelegenheit in einem am 2.5.1902 von Wedekind und Ludwig Thoma unterzeichneten Vertrag [Aa, Wedekind-Archiv E, Mappe 5, Nr. 3] geregelt wurde. zu rechtfertigen.

Hochachtungsvollst
Frank Wedekind.

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München, 2. Mai 1902 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Thoma, Ludwig, Albert Langen Verlag, (Verlag)

Vertrag.


Zwischen Herrn Albert Langen, vertreten durch Dr. Ludwig ThomaDr. jur. Ludwig Thoma, am 1.11.1899 als Mitarbeiter des Albert Langen Verlags und insbesondere als Redakteur des „Simplicissimus“ eingestellt [vgl. Pöllinger 1993, S. 18], der „zusammen mit Reinhold Geheeb, Korfiz Holm und Georg Mischeck eine Kollektivprokura“ [Pöllinger 1993, S. 742] des Albert Langen Verlags besaß. & Herrn Frank Wedekind wie vereinbart:

1.) Herr Albert Langen überläßt Herrn Wedekind den Bühnenvertrieb des Stückes „So ist das Leben“, und verzichtet auf das ihm vertragsmäßig zustehende Recht, dasselbe zu vertreiben.

2.) Den Bühnenverlag dieses Stückes behält Herr Albert Langen. |

3.) Hieraus ergeben sich keinerlei Consequenzen für die Rechte der Firma Albert Langen auf die weiteren schriftstellerischen Arbeiten des Herrn Frank Wedekind. Vielmehr ist Herr Wedekind nach wie vor verpflichtet, Herrn Albert Langen seine sämtlichen zukünftigen Arbeiten zum Verlage, & insbesondere auch die dramatischen Werke zum Bühnenvertrieb zuerst anzubieten, & derselben zu überlassen, falls die Firma | Albert Langen Anspruch darauf erhebt.

4.) Herr Wedekind erklärt, seine BeschwerdenWedekind hatte sich schon länger über den Bühnenvertrieb des Albert Langen Verlags beschwert [vgl. Wedekind an Arthur Langen, Albert Langen Verlag, 24.5.1901], für den in Berlin Arthur Langen (nicht mit Albert Langen verwandt) verantwortlich war, und seine Beschwerden in einem Rundschreiben an Theaterdirektoren (siehe unten) scharf formuliert. gegen den Bühnenvertrieb Albert Langen gegenüber keinem der Bühnenleiter aussprechen zu wollen, und nimmt insbesondere Abstand von der Versendung eines bereits verfaßten Circularsein bereits verfasstes Rundschreiben [vgl. Wedekind an Theaterdirektoren, 4.4.1902], das Wedekind bald nach seinem Kündigungsbrief an den Verlag [vgl. Wedekind an Albert Langen und Albert Langen Verlag, 3.4.1902] schrieb, der ihm dann leid tat, wie Korfiz Holm am 10.4.1902 an Albert Langen schrieb: „Wedekind scheint seinen famosen Beziehungsabbrechungsbrief schon zu bedauern und hat Mischeck in seiner Privatwohnung aufgesucht und ihm Vorschläge gemacht, wie er mir bei einer zufälligen Begegnung wiederholt hat.“ [Abret/Keel 1989, S. 293] Wedekind hat den Rundbrief an Theaterdirektoren wohl einem der Verlagsmitarbeiter übergeben, wahrscheinlich Ludwig Thoma, der mit ihm am 21.4.1902 über diesen Brief gesprochen hat, wie Ludwig Thoma am 22.4.1902 an Albert Langen berichtete: „In Sachen Wedekind habe ich noch gestern mit Wedekind gesprochen.“ [Pöllinger 1993, S. 332] Albert Langen lag der Brief am 23.4.1902 vor, wie er Ludwig Thoma schrieb: „Ich telegraphierte Ihnen soeben: / Überlasse Thoma auf Wedekinds Rundschreiben an die Theater für mich zu reagieren. / Ich erhalte in diesem Augenblick Wedekinds Schriftstück an die Theaterdirektoren [...]. Ich nehme an, daß Wedekind mit seinem Cirkular eine Pressfehde gegen mich eröffnet.“ [Pöllinger 1993, S. 332] Dazu kam es nicht, dem vorliegenden Vertrag zufolge..


München 2.te Mai 1902Ludwig Thoma schrieb am 2.5.1902 an Albert Langen über den vorliegenden Vertrag und das Rundschreiben an Theaterdirektoren (siehe oben): „Wedekind. Ich bemühe mich als Ihr Freund zu handeln u. halte Ihnen eine Streitigkeit vom Leibe, die eckelhaft wäre und in der nicht durchaus das Recht auf unserer Seite ist. Ich gebe den Bühnenvertrieb für ‚so ist d. L.‘ frei, mit der schriftlich stipulirten Bedingung, daß hieraus keinerlei Consequenzen für die Zukunft erwachsen, und daß das Rundschreiben an die Theaterdir. unterbleibt – dasselbe ist noch an Niemanden geschickt –, daß also alle künftigen Stücke bei uns im Bühnen V. angeboten werden müssen.“ [Pöllinger 1993, S. 334f.]

Frank Wedekind.


Dr. L. Thoma

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München, 1. April 1903 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag)

[Hinweis in Wedekinds Brief an José Ferenczy vom 1.4.1903 aus München:]


Ich [...] habe meinen Vertreter in Berlin angewiesen [...]

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München, 12. April 1903 (Sonntag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag), Holm, Korfiz

Lieber Holm!

Der Einwurfnicht überliefert. von Seiten Langens ist mir nicht ganz verständlich. Soviel ich mich erinnere weiß Langen, daß Gretor mich ausdrücklich darum gebeten hat ihm das Buch zu widmenDie bereits im März 1903 im Albert Langen Verlag erschienene zweite Auflage von „Erdgeist“ war Willy Grétor gewidmet [vgl. KSA 3/II, S. 861].. Übrigens habe ich vorgesternam 10.4.1903. Abend das Bein gebrochen. Ich wäre daher ganz froh, wenn die Abrechnung des kleinen TheatersDie Inszenierung von „Erdgeist“ am Berliner Kleinen Theater (Premiere am 17.12.1902) hatte den Durchbruch für das Stück gebracht und hielt sich lange auf dem Spielplan [vgl. KSA 3/II, S. 1203; Seehaus 1973, S. 712]. bald einträfe. Grüße bitte jeden unserer Bekannten, dem Du begegnest, vor Au/bl/auf vor/n/ vier Wochen werde ich schwerlich auf die Beine kommen; und sei selber herzlich gegrüßt
von Deinem
Wedekind


München d. 12.4.1903.

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München, 30. April 1903 (Donnerstag)
von Mischeck, Georg und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Georg Mischeck und Albert Langen Verlag vom 1.5.1903 aus München:]


Empfangen Sie meinen besten Dank für Übersendung der 12 Exemplare „ErdgeistIm März 1903 war die zweite Auflage von „Erdgeist“, ausgewiesen als erster Teil der dramatischen Dichtung „Lulu“, bei Langen erschienen [vgl. KSA 3/II, S. 861]..

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München, 1. Mai 1903 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Mischeck, Georg, Albert Langen Verlag, (Verlag)

Lieber Herr Mischek!

Empfangen Sie meinen besten Dank für ÜbersendungHinweis auf ein nicht überliefertes Begleitschreiben zur Sendung; erschlossenes Korrespondenzstück: Georg Mischeck, Albert Langen Verlag an Wedekind, 30.4.1903. Wedekind erhielt Exemplare der Ausgabe „Lulu. Dramatische Dichtung in zwei Teilen. Erster Teil: Erdgeist. Tragödie in vier Aufzügen. zweite Auflage. [...] Albert Langen. Verlag für Litteratur und Kunst. München 1903.“ [KSA 3/II, S. 861] der 12 Exemplare „Erdgeist“. Ich hoffe ebenfalls, daß sich unsere beiderseitigen Bemühungen immer mehr auch zu beiderseitigem Nutzen gestalten. Vielleicht interessiert es Sie | zu hören, daß ich Aussicht habe Ihnen auch den BühnenvertriebDie Rechte für den Bühnenvertrieb der beiden Stücke lagen bei der Berliner Theateragentur Felix Bloch Erben. Die Buchfassungen waren 1901 („Marquis von Keith“) und 1902 („So ist das Leben“) im Albert Langen Verlag erschienen. von „Marquis v. Keith“ und „So ist das Leben“ überlassen zu können.

Mit besten Grüßen
Ihr
Wedekind.


1. Mai 1903.

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München, 25. Mai 1903 (Montag)
von Wedekind, Frank
an Langen, Albert, Albert Langen Verlag, (Verlag)

Herrn Albert Langen, Verlag
München.


Sehr geehrter Herr!

Darf ich Sie höflichst ersuchen, mir Ihre endgiltige Entscheidung in der von uns besprochenen AngelegenheitDas Treffen dürfte am Freitag, den 22.5.1903 stattgefunden haben [vgl. hierzu und zum Folgenden: Wedekind an Albert Langen, 25.9.1903]. zukommen zu lassen. Mein Gesuch bezog sich auf Gewährung eines Darlehens von M. 3000, von denen ich M. 1000 meinem Wunsch entsprechend ausgezahlt erhalten habe und deren Rest von M. 2000 ich Sie | bat, mir in Raten von M. 500 in den nächsten vier Monaten auszahlen zu lassen. Sollte Ihnen die erbetene Summe zu hoch erscheinen, so würden Sie mich dadurch zu dem berechtigten Schluß veranlassen, daß ich Ihnen geschäftlich um vieles weniger wert bin als eine Reihe anderer in Ihrem Geschäfte betheiligter Personen, da Sie nach Ihrer eigenen Äußerung ein ganzes Vermögen in Vorschüssen ausstehen haben und ich auch sonst über die Höhe der von Ihnen gewährten Darlehen | unterrichtet zu sein glaube. Ich würde dann in diesem Falle das früher von mir geplante Werk „Hidallawieder aufnehmenWedekinds Beschäftigung mit dem Stoff ist seit 1887/88 nachweisbar [vgl. KSA 6, S. 368]. und über dessen Verwerthung wie mir das kontractlich freisteht mit irgend einem anderen Verlag„Hidalla“ erschien im Mai 1904 bei J. Marchlewski & Co. in München [vgl. KSA 6, S. 368, 386]. oder auch Bühnenvertrieb abschließen.

Indem ich der schriftlichen Mittheilung Ihrer geschätzten Entscheidung in dieser Sache entgegensehe zeichnet
hochachtungsvollst
Frank Wedekind.


München 25. Mai 1903.
Franz Josefstraße 42. II.

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Lenzburg, 20. Juli 1903 (Montag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag), Holm, Korfiz

[Hinweis in Wedekinds Brief an Georg Mischeck vom 4.8.1903 aus Lenzburg:]


Es wäre mir daher lieb, Herrn Langens Entscheidung in diesem Punkt, um die ich schon in meinem letzten Brief an Herrn Holm bat, bald erhalten zu können.

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München, 28. Juli 1903 (Dienstag)
von Mischeck, Georg und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Georg Mischeck vom 4.8.1903 aus Lenzburg:]


Um zuerst Ihr Geehrtes vom 28 Juli zu beantworten [...]

Einzelstellenkommentare

München, 3. August 1903 (Montag)
von Mischeck, Georg und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Georg Mischeck vom 4.8.1903 aus Lenzburg:]


[...] meinen besten Dank für Übersendung der drei Bücher.

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Lenzburg, 4. August 1903 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag), Mischeck, Georg

Lieber Herr Mischek,

meinen besten Dank für ÜbersendungHinweis auf ein nicht überliefertes Begleitschreiben zu der Sendung; erschlossenes Korrespondenzstück: Georg Mischeck und Albert Langen Verlag an Wedekind, 3.8.1903. der drei Büchernicht ermittelt.. Um zuerst Ihr Geehrtes vom 28 Julinicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Georg Mischeck und Albert Langen Verlag an Wedekind, 28.7.1903. zu beantworten, so habe ich letzten Winter in Berlin allerdings einem ungarischen LiteratenHier dürfte es sich um Bánóczi László handeln, der zu dieser Zeit in Berlin studierte. Er übertrug das Stück „Der Kammersänger“ [A hőstenor. Három jelenet. Budapest 1910]. Weitere Übersetzer von Wedekinds Werken ins Ungarische waren zu seinen Lebzeiten: Szini Gyula und Pajzs Elemér (beide „Frühlings Erwachen“), Benedek Marcell („Erdgeist“) sowie Karinthy Frigyes („Totentanz“ und ein Band mit Erzählungen). AutorisationsErlaubnis, Vollmachten (französische Pluralbildung). zur Übersetzung meiner Bücher gegeben, wobei zugleich Bestimmungen getroffen wurden über eventuelle Theateraufführungen. Seinen Namen | zu eruirenherauszufinden, zu ermitteln. ist mir augenblicklich nicht möglich. Die Ansprüche dieses Herrn würde es natürlich verletzen, wennSchreibversehen, statt: wenn ich. nun noch jeman+/d/ anders autorisieren wollte, da aber doch keine Mittel besteht, sich gegen eine unberechtigte Ungarische Übersetzung zu wehren, so halte ich es für wichtig, den Herrn Hajnoczi nicht ermittelt. Eine Übersetzung ins Ungarische unter diesem Namen ist nicht überliefert., der Ihnen schreibt, von seinem Vorhaben nicht durch schriftliche Verweigerung abzuhalten, sondern seine Anfrage mit Still|schweigen zu übergehen.

Was den Hänseken betrifft, so ist es mir darum zu thun, einige ExemplareOffenbar kam Georg Mischeck dieser Bitte nach; kurz darauf sandte Wedekind ein Exemplar des „Hänseken“ seinem Sohn Friedrich Strindberg als Geschenk zum 6. Geburtstag [vgl. Wedekind an Marie Uhl, 16.8.1903]. zu erhalten. Wollen Sie also die Güte haben, mir solche zu besorgen oder mir die Adresse des Großantiquarsnicht ermittelt., an den die Exemplare abgegeben wurden mitzutheilen.

Soeben fragt ein Leipziger VerlagMöglicherweise wollte der Insel-Verlag, der „Die Büchse der Pandora“ ein Jahr zuvor in seiner Zeitschrift „Die Insel“ [Jg. 3, Nr. 10, Juli 1902, S. 19-105] veröffentlicht hatte, eine Buchausgabe herausgeben. Am 13.10.1903 übergab Wedekind die Rechte schließlich dem Verlag Bruno Cassirer in Berlin [vgl. KSA 3/II, S. 842, 860-862]. bei mir an, ob er die „Büchse der Pandora“ als Buch herausgeben könne. Es wäre mir daher lieb, Herrn Langens | Entscheidung in diesem Punkt, um die ich schon in meinem letzten Brief an Herrn Holmnicht überliefert, erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Korfiz Holm und Albert Langen Verlag, 20.7.1903. bat, bald erhalten zu können.

Mit besten Grüßen
Ihr
Frank Wedekind.


Lenzburg Ct. ArgauSchreibverstehen, statt: Aargau. Schweiz
4. August. 1903.

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Lenzburg, 19. August 1903 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag)

Herrn Albert Langen Verlag
München.


Sehr geehrter HerrWedekind korrespondierte im Albert Langen Verlag vorwiegend mit dem Prokuristen Korfiz Holm und dem Buchhalter Georg Mischek, die hier beide als Ansprechpartner in Frage kommen. ,

nachdem die Zeit abgelaufen ist, die sich Herr Langen ausgebeten hatte, um sich betreffens/d/ „Die Büchse der Pandora“ zu entscheiden, theile ich Ihnen mit daß ich das Stück einem anderen VerlageDer Erstdruck von „Die Büchse der Pandora“ war 1902 im Juli-Heft der Zeitschrift „Die Insel“ im Leipziger Insel-Verlag erfolgt, der möglicherweise auch Interesse an einer Buchpublikation hatte – Wedekind schrieb dem Albert Langen Verlag zu Beginn des Monats vom Interesse eines Leipziger Verlags an seinem Stück [vgl. Wedekind an Georg Mischeck und Albert Langen Verlag, 4.8.1903]. Im März 1903 war mit „Erdgeist“ der ersten Teil der dramatischen Dichtung „Lulu“ im Albert Langen Verlag erschienen, mit der Publikation des zweiten Teils wartete Langen aber noch ab. Ende 1903 erschien das Stück als Buchausgabe dann bei Bruno Cassirer in Berlin [vgl. KSA 3/II, S. 835, 841f., 860-862]. zur Buchausgabe übergeben habe.

Hochachtungsvoll
Frank Wedekind.


Lenzburg Schweiz.
19. August 1903.

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München, 24. August 1903 (Montag)
von Holm, Korfiz und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Albert Langen vom 31.8.1903 aus Lenzburg:]


Ich erhielt vor einigen Tagen von Ihrer Firma ein von Herrn Holm unterzeichnetes Schreiben [...].

Einzelstellenkommentare

Lenzburg, 1. September 1903 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag), Langen, Albert

Herrn AlberSchreibversehen, statt: Albert. Langen Verlag
München.


ich komme noch einmal auf eine Frage zurück, die ich schon im Laufe des letzten Sommers an Sie richtete. Es handelt sich um § 4 und § 6 unseres Vertragesnicht überliefert. Keiner der erhaltenen, vor diesem Datum abgeschlossenen Verträge zwischen Wedekind und dem Albert Langen Verlag umfasste sechs Paragraphen.. Die Consequenzen, die Sie bis jetzt aus diesen beiden Paragraphen gezogen haben und bis in unabsehbare Zeit ziehen können, bestehen darin, daß ich Ihnen meine gesammte Arbeit auszuliefern habe ohne Zeit meines Lebens einen Pfennig damit zu verdienenIm September 1903 hatte der Albert Langen Verlag ein Guthaben von 2110 Mark gegenüber Wedekind errechnet [vgl. Kutscher 2, S. 113]., während mir zu gleicher Zeit von anderen Verlegern | die glänzen besten Angebote gemacht werden. Das moralisch Unmögliche dieser Praxis hier noch einmal zu erörtern hat wol gar keinen Zweck. Genau genommen wäre es Grund genug mich für mich in meinem vierzigsten JahrZum Zeitpunkt des Briefes war Wedekind 39 Jahre alt. noch dazu zu veranlassen einmal, einen anderen Beruf zu wählen. Schlechterdings habe ich nun aber gar keine Lust, mir durch unseren diesen Vertrag das Recht nehmen zu lassen, das jeder Tagelöhner hat, ; das Recht und das darin besteht, daß er seine meineDurch Unterpunktung wiederhergestellte Streichung. Arbeit so theuer wie nur irgend möglich zuDurch Unterpunktung wiederhergestellte Streichung. verkaufen darf kann. Ich habe schlechterdings keine Lust, Ihnen auch nur eine Zeile meiner Production noch umsonst unentgeltlich auszuliefern und werde das auch nicht thun. Ich frage | Sie jetzt wo ich eben eine neue Arbeit begonnen habe nurDurch Unterpunktung wiederhergestellte Streichung. noch einmal, ob Sie es nicht doch vielleicht vorziehen, sich gutwillig auf in die zur Auflösung eines Contraktes herbei zu lassen zu verstehen, dessen Innehalten für mich, wie mir jeder vernünftige Mensch zugeben muß ein Ding der Unmöglichkeit ist, und aus dem Sie deshalb in Zukunft doch auf keinen Fall noch irgend einen Vortheil ziehen werden.

Die Arbeit, die ich eben begonnen habe ist ein moderner Roman: „Fanny Kettler“Die Idee zu einem Roman mit diesem Titel entstand während Wedekinds Aufenthalt bei seiner Mutter in Lenzburg im Sommer 1903 [vgl. Kutscher 2, S. 159f.]. Letztlich nahm Wedekind die Figur der Fanny Kettler in sein Drama „Hidalla“ auf [vgl. KSA 6, S. 41, 434f.], an dem weiterzuarbeiten er Albert Langen angekündigt hatte [vgl. Wedekind an Albert Langen, 25.5.1903]. der einen Band von zwei 200 bis 300 Seiten füllen wird Sollten Sie in die Abänderung Aufhebung | oder in eine Abänderung der beiden bezeichneten Paragraphen unseres des Vertrages einwilligen so bin ich gerne zu Zugeständnissen bereit, die Sie für einen dabei eventuell aufgegebenen Vortheil entschädigen.

Hochachtungsvoll
FW.

Einzelstellenkommentare

München, 24. September 1903 (Donnerstag)
von Mischeck, Georg und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Albert Langen vom 25.9.1903 aus München:]


Da Sie mich durch Herrn Mischek noch einmal auffordern lassen, zu einer Besprechung auf Ihre Redaction zu kommen [...]. Aus den Abrechnungen, die Sie mir schicken […]

Einzelstellenkommentare

München, 15. Oktober 1903 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag)

[Hinweis in Korfiz Holms Brief an Wedekind vom 16.10.1903 aus München:]


[...] auf Ihren Brief vom 15. Oktober an den Langenschen Bühnenvertrieb [...]

Einzelstellenkommentare

München, 16. Oktober 1903 (Freitag)
von Holm, Korfiz und Albert Langen Verlag, (Verlag)
an Wedekind, Frank

München, 16. Oktober 1903


Herrn Frank Wedekind
Hier


Es diene Ihnen zur Kenntnis, dass ich, auf Ihren Brief vom 15. Oktobernicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Albert Langen Verlag , 15.10.1903. an den Langenschen Bühnenvertrieb hin, von unserer bisherigen persönlichen Bekanntschaft in Zukunft keinen Gebrauch mehr zu machen gedenke.

Korfiz Holm

Einzelstellenkommentare

München, 2. März 1904 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Albert Langen Verlag, (Verlag)

[Hinweis im Brief des Albert Langen Verlags an Wedekind vom 3.3.1904 aus München:]


[...] Ihren Brief von gestern [...]

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