Briefwechsel

Heijermans, Herman und Wedekind, Frank

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Berlin, 11. November 1908 (Mittwoch)
von Heijermans, Herman
an Wedekind, Frank

[Hinweis und Zitat in Kutscher 3, S. 4:]


Ermuntert hatte ihn auch ein Brief des holländischen Dramatikers HeijermansHerman Heijermans lebte als Schriftsteller in Berlin (Motzstraße 60) [vgl. Berliner Adreßbuch 1909, Teil I, S. 940]. Wedekind hat ihn in Berlin dem Tagebuch zufolge in größerer Runde mehrfach getroffen, so am 28.6.1908 („Ich treffe [...] mit Lindau Halbe Meßthaler Heiermanns Putlitz Arthur Wolff zusammen“), 6.7.1908 („Lindaus Abschiedskneipe im Öster. Hof. Bernstein Landau Dr. Klein Heiermanns e.ct.“), 17.9.1908 („Abends mit Lindau Halbe Heiermanns und Friedmann im Österreicher und Café d l’Opera“) und 20.9.1908 („Abend bei Lindau mit Halbe Brahm Heiermanns Friedmann und Björn Björnson“). vom 11.XI.08, welcher sich darüber empörte, daß Wedekind „auf so rohe Weise im Berliner Tageblatt verprügelt wurdeFritz Engel, Feuilletonredakteur des „Berliner Tageblatt“, hatte unter Verfassersigle die Berliner „Musik“-Premiere Wedekinds Stück ablehnend besprochen [vgl. F.E.: Wedekinds „Musik“. Erste Aufführung im „Kleinen Theater“. In: Berliner Tageblatt, Jg. 37, Nr. 558, 1.11.1908, Sonntags-Ausgabe, S. (2)] und den Protest des Autors [vgl. Wedekind an Berliner Tageblatt, 2.11.1908] hämisch kommentiert [vgl. F.E.: Frank Wedekind zürnt. In: Berliner Tageblatt, Berlin, Jg. 37, Nr. 562, 3.11.1908, Abend-Ausgabe, S. (2-3)]. wegen einer dramatischen ArbeitWedekinds neues Stück „Musik. Sittengemälde in vier Bildern“ (1908)., die unbedingt fesselte“.

Einzelstellenkommentare

München, 20. November 1914 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Heijermans, Herman, Heijermans, Marie

FRAU MARIE HEYERMANS AMSTEL 66 AMSTERDAM |


Ontvangen te Amsterdam [...]

MUENCHEN [...]


= DEM GROSSEN DICHTER HERMANN HEYERMANS SENDET VEREHRUNGSVOLLE GLUECKWUENSCHE ZUM FUENFZIGSTEN GEBURTSTAGHerman Heijermans wurde am 3.12.1914, also knapp zwei Wochen nach Wedekinds Telegramm, 50 Jahre alt. UND BITTET ERGEBENST DEM FESTKOMITEDas Komitee zu Ehren von Herman Heijermans (Comité tot huldiging van Herman Heijermans) veranstaltete am 24.12.1914 die 500. Vorstellung von dessen Erfolgsstück „Die Hoffnung auf Segen“ („Op hoop van zegen“) zu diesem Anlass zum ersten Mal im Amsterdamer Stadttheater (Stadschouwburg), das von der Königlichen Vereinigung „Das niederländische Theater“ (Koninklijke Vereeniging „Het Nederlandsch Tooneel“) zur Verfügung gestellt worden war; der anschließende Empfang fand im gegenüber gelegenen American Hotel statt, unter den verlesenen Glückwunschtelegrammen war auch Wedekinds Telegramm [vgl. Heijermans-Feest. In: Algemeen Handelsblad, Jg. 87, Nr. 27919, 25.12.1914, Abendblatt, 1. Blatt, S. 2]. BEITRETENMitglied des Komitees zu Ehren von Herman Heijermans (siehe oben) war auch „Frank Wedekind, München“ [Haagsche Courant, Nr. 9751, 7.12.1914, S. (2)]. ZU DUERFEN
IN ALTER FREUNDSCHAFT GRUESSEND = FRANK WEDEKIND.

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