Lieber Frank!
ich reise morgen Samstag auf 3 Monate fort und sage dir herzlich Lebewohl! GernDas Wort ist in der Wortmitte dreifach unterstrichen. hätte ich dich noch einmal gesehen aber leider ist es nicht | mehr möglich!
Ich bitte dich nun noch mein lieber Freund zu bleiben wie bisher. Hoffentlich weißt du dasSchreibversehen, statt: dass. ich dich sehr lieb habe.
Stets deine FilissaIdentität nicht näher ermittelt, möglicherweise eine Bekannte aus Zürich. Den Namen verwendete Wedekind für die Titelfigur seiner Tanzpantomime „Die Kaiserin von Neufundland“ (1897) [vgl. KSA 3/I, S. 58 und 3/II, S. 787] und für eine Figur im Romanfragment „Mine-Haha“ (1903) [vgl. KSA 5/II, S. 851 und 1103].
Bestehend aus 1 Blatt, davon 2 Seiten beschrieben
Der 25.11.1898 ist als Ankerdatum gesetzt – ein spekulatives Schreibdatum, wenn man davon ausgeht, dass die überlieferte Postkarte der Adressatin [vgl. Filissa an Wedekind, 2.12.1898] kurz darauf vom Ankunftsort ihrer Reise verschickt wurde. Gleiches gilt für den Schreibort.
Zürich25. November 1898 (Freitag) Ermittelt (unsicher)
ZürichDatum unbekannt
Münchner Stadtbibliothek / Monacensia
Maria-Theresia-Straße 23 81675 München Deutschland +49 (0)89 419472 13
Wir danken der Münchner Stadtbibliothek / Monacensia für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe des Korrespondenzstücks.
Filissa [Nachname] an Frank Wedekind, 25.11.1898. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (18.01.2026).
Tilman Fischer