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Lieber Oskar! Nimm meinen herzlichen Dank für
die schöne Kartenicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Oskar Schibler an Wedekind, 1.11.1906.,
auf der ich mit freudiger Erinnerung Deine und meine FensterWährend der gemeinsamen Schulzeit an der Kantonsschule Aarau (1879-1881) wohnte Wedekind zur Pension bei Professor Friedrich Rauchenstein, der ein Haus im Zentrum Aaraus (Halden, Nr. 261) besaß. Oskar Schibler lebte bei seinen Eltern (etwa 300 Meter weiter) an der Kettenbrücke (Zollrain, Nr. 179) im Haus des Bierbrauers Thomas Fischer [vgl. Verzeichniss sämmtlicher Einwohner, Wohn- und Oekonomie-Gebäude der Gemeinde Aarau, 1881, S. 18 u. S. 13]. aus jener Zeit
entdeckte. Ich hoffe zuversichtlich, daß wir uns nächsten Sommer wieder sehenDie Jugendfreunde dürften sich im Sommer in Aarau oder Lenzburg, wo sich Wedekind zwischen 31.7.1906 und 11.8.1906 aufhielt [vgl. Tb], getroffen haben, zum Beispiel im „Affenkasten“, einem Aarauer Gasthaus mit Biergarten, das Wedekind und Schibler schon zu Schülerzeiten gemeinsam frequentiert hatten. Am 4.8.1906 notierte Wedekind: „Mieze reist ab. Tilly und ich begleiten sie nach Aarau. Affenkasten.“ [Tb]. – Für 1907 ist ein Besuch Wedekinds in Lenzburg oder Aarau nicht nachgewiesen..
Mit besten Grüßen Dein alter FrWedekind. |
Frank
Wedekind u. Frau