Innigst geliebte Tilly!
Ich habe Dir sehr viel Liebes zu sagenÄhnlich heißt es in einem der nächsten Briefe: „Ich möchte Dir gerne alles Liebe und Gute sagen“ [Frank Wedekind an Tilly Wedekind, 19.8.1916].. Du sollst in nächster Zeit und immer soweit es bei mir reicht, nur Freude an mir erfahren. Ich glaube, ich kann Dir morgen genau sagen, woher Deine Verstimmung kommt und Du wirst herzlich froh sein.
Dein innigst dankbarer Frank.
Bestehend aus 2 Blatt, davon 1 Seite beschrieben
Der 4.8.1916 ist als Ankerdatum gesetzt – orientiert an der Datierung in der letzten Neuedition: „Nach der Zugangsnummer 606 zu schließen, kommt das Jahr 1916 in Frage, da alle vorhergehenden und nachfolgenden Korrespondenzstücke mit 600er Nummern aus dem Jahr 1916 stammen. [...] Möglicherweise wurde der Brief nach den Treffen mit Joachim Friedenthal und Ludwig Aub verfasst“ [Vinçon 2018, Bd. 2, S. 310] – die Treffen fanden dem Tagebuch zufolge am 3.8.1916 („Mit Friedenthal im Reginacafé erzähle ihm Affäre Durieux“) und 4.8.1916 („Bei Ludwig Aub. Ich zeige ihm Tillys Brief“) statt, wobei das Treffen mit dem Graphologen [vgl. Wedekind an Ludwig Aub, 4.8.1916] sich wohl auf den vorangehenden Brief bezieht [vgl. Tilly Wedekind an Frank Wedekind, 1.8.1916] und das Gespräch mit Joachim Friedenthal auf das in diesem Brief thematisierte Ereignis.
München4. August 1916 (Freitag) Ermittelt (unsicher)
MünchenDatum unbekannt
Münchner Stadtbibliothek / Monacensia
Maria-Theresia-Straße 23 81675 München Deutschland +49 (0)89 419472 13
Wir danken der Münchner Stadtbibliothek / Monacensia für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe des Korrespondenzstücks.
Frank Wedekind an Tilly Wedekind, 4.8.1916. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (05.03.2026).
Ariane Martin