Geliebter Frank, ich gehe mit der Kleinen spazieren u. hole dann Anna Pamela ab, weil AnnaAnna Wölfel, „das Münchner Kindermädchen.“ [Vinçon 2018, Bd. 2, S. 125] mich gebeten hat, ob sie für sich etwas besorgen kann.
Auf Wiedersehen Mittags. Hoffentlich bist Du nicht schlechter StimmungWedekind, der gegen „Klaviergeklimper“ [Wedekind an Maximilian Harden, 10.9.1913] eine unüberwindliche Abneigung hatte, dürfte angesichts des Klavierspiels in einer Nachbarwohnung im Haus am 3.10.1913 schlechter Stimmung gewesen sein und dieses durch eigenen Lärm zu bezwingen gesucht haben: „Klaviergeklimper. Wir bringen unser Klavier in mein Zimmer Kampf“ [Tb].! Innigst Deine Tilly
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Der 3.10.1913 ist als Ankerdatum gesetzt – im Anschluss an die Datierung des wohl vorangehenden Zettels [vgl. Tilly Wedekind an Frank Wedekind, 2.10.1913] und angelehnt an den Datierungshinweis des Erstdrucks [vgl. Vinçon 2018, Bd. 2, S. 224].
München3. Oktober 1913 (Freitag) Ermittelt (unsicher)
MünchenDatum unbekannt
Münchner Stadtbibliothek / Monacensia
Maria-Theresia-Straße 23 81675 München Deutschland +49 (0)89 419472 13
Wir danken der Münchner Stadtbibliothek / Monacensia für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe des Korrespondenzstücks.
Tilly Wedekind an Frank Wedekind, 3.10.1913. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (11.03.2026).
Ariane Martin