München 28 Juli 1916.
Lieber Max!
Dir und Deiner verehrten Frau herzlichsten Dank für Eure freundlichen GlückwünscheHinweis auf ein nicht überliefertes Glückwunschschreiben zu Wedekinds 52. Geburtstag (am 24.7.1916); erschlossenes Korrespondenzstück: Max Halbe, Luise Halbe an Wedekind, 23.7.1916.. Mit großer Freude höre ich, daß Deine beiden SöhneRobert Wolfgang Halbe (25 Jahre alt) und Max Valdemar Halbe (20 Jahre alt), die von ihrem Einsatz an der Front offenbar Heimaturlaub in Aussicht hatten; zum jüngeren Sohn notierte sein Vater am 25.7.1916: „Zuhause. Zu Ehren von Max, der morgen nach Fürth zurück muß, ein Glas Sekt mit Pfirsich.“ [Tb Halbe] Beide Söhne hatten sich zu Kriegsbeginn freiwillig gemeldet, wie Max Halbe am 16.8.1914 festgehalten hat: „Robert und Max haben sich heute morgen beim 1. Feldartillerieregiment als Kriegsfreiwillige gestellt, sind beide genommen worden.“ [Tb Halbe] den Kriegsgefahren zur Zeit wenigstens nicht mehr | ausgesetzt sind. Beide haben die großen Erlebnisse, die Stärkung von Willen und Selbstgefühl in sich aufnehmen können, ohne schweren Schaden davonzutragen. Zu dieser glücklichen Fügung bitte ich Dich und Frau Luise, meine Glückwünsche entgegen zu nehmen.
Mit besten Empfehlungen und Grüßen von meiner Frau und mir
Dein alter
Frank