[Hinweis und Referat
in Karl Ernst Henrici: Katalog 85 (1924), Nr. 659:]
Wedekind, Frank [...]. München, 10. Okt. 1898. [...]
Interessanter Brief an G. H., aus der kurzen ZeitWedekind war am 22.8.1898 an das Münchner Schauspielhaus (Direktion: Georg Stollberg) engagiert worden [vgl. Wedekind an Beate Heine, 25.8.1898] und dort bis zu seiner Flucht aus München am 30.10.1898 infolge des Haftbefehls in der Majestätsbeleidigungsaffäre um den „Simplicissimus“ tätig., da er am Münchener Theater thätig
war. Betrifft die Verhandlungen des Münchener Schauspielhauses mit dem
Schauspieler Friedrich Kayssler, die durch dessen SchuldZusammenhang nicht ermittelt. Friedrich Kayßler, der seine Bühnenlaufbahn 1895 am Deutschen Theater (Direktion: Otto Brahm) in Berlin begonnen hatte, war nach einem Engagement am Stadttheater in Görlitz [vgl. Neuer Theater-Almanach 1897, S. 361] 1898 längere Zeit am Stadttheater in Breslau tätig (durch verschiedene Pressemeldungen bezeugt – so gastierte „Herr Kayßler vom Breslauer Stadttheater“ [Hannoverscher Courier, Jg. 45, Nr. 21174, 11.2.1898, Morgen-Ausgabe, S. 2] auch in München), bis er Ende des Jahres wieder in Berlin auftrat und 1899 erneut fest am Deutschen Theater engagiert war [vgl. Neuer Theater-Almanach 1900, S. 354]. zu keinem Resultat
führten.