Rom 28. Oktober 1892
Lieber Bebi,
dein Briefnicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück, Frank Wedekind an Donald Wedekind, 20.10.1892. hat mich sehr gefreut und der Eifer mit dem
du dich der Sacheder Korrektur des ersten Teils des Manuskripts zu dem Reisebericht „Eine Auswandererfahrt“, das Donald Wedekind seinem Bruder zusammen mit Korrekturpapier zuletzt übersandt hatte [vgl. Donald Wedekind an Frank Wedekind, 11.10.1892]. annimmst. Ich habe gesucht den betreffenden Abschnitt so gut
wie möglich gemäß deinen Wünschen umzuarbeiten, glaube aber nicht daßerSchreibversehen, statt: daß er.
verwendbarer ist. Immerhin wird die Einheit besser ihren Weg finden. Ich sende
dirDas beigelegte Manuskript ist nicht überliefert. mit dieser Episode zugleich eine Partie des zweiten Teiles, damit du einen
Einblick bekommst, und mir schreiben kannst obr er überhaupt verwendbar ist, da
er immer in demselbern hochabenteuerlichen Styl weitergeht und schließt.
Ich glaube daß die Episode mit Newbauerfehlt in der publizierten Fassung von „Eine Auswandererfahrt“ in der Beilage der „Züricher Post“ [Nr. 29 vom 4.2.1894, Nr. 36 vom 13.2.1894, Nr. 41 vom 18.2.1894, Nr. 47 vom 25.2.1894 und Nr. 53 vom 4.3.1894]. sehr gut ist. Ich habe
leider noch nicht einseitig geschrieben weil die Abschrift bei Ankunft deines
Briefes schon fertig war. Es freut mich, daß du viel zu arbeiten hast, es ist
dann das beste Zeichen für einen | jeden Menschen. Die letzte Woche habe ich meine
Wohnung gewechselt. Ich zog aus dem Centrum der Stadt, hinauf auf den Berg
PincioHügel im Norden Roms mit Parks und Gärten., wo ich auf einer seiteSchreibversehen, statt: Seite. die Landschaft habe, auf der andern Seite die
Stadt mit ihren Hügeln. Das Wetter ist herrlich, und ich fühle mich sehr wohl.
Sei gegrüßt von deinem immer treuen Bruder
Donald
Porta
Pinciana No 72
p 40
P. S. Ich sende diesmal kein leeres Papier mit, da du
voraussichtlich noch genug haben wirst.