Zürich 17.III 88.
Lieber Papa,
herzlichen Dank für Deine freundliche Cartenicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Friedrich Wilhelm Wedekind an Frank Wedekind, 14.3.1888.. Gestern
begegnete ich Herrn Walker nachdem ich vorher in seiner WohnungDer Bankier und Wertpapierhändler Emil Walker wohnte in Fluntern in der Zürichbergstraße 16, 2. Stock [vgl. Adreßbuch der Stadt Zürich 1887, Teil I, S. 351]. gewesen war und
ihn verfehlt hatte, und fragte ihn, wann er zu treffen sei. Er fragte mich
darauf nach | einer Quittung die er Dir für den Empfang der ObligationDer Bankier und Wertpapierhändler Emil Walker wohnte in Fluntern in der Zürichbergstraße 16, 2. Stock [vgl. Adreßbuch der Stadt Zürich 1887, Teil I, S. 351].
ausgestellt, und ob du mir dieselbe nicht geschikt habest. Ich zeigte ihm
darauf Deine Carte. Er meinte ich solle Dir wegen der Quittung noch schreiben.
Die Sache habe übrigens keine so große Eile, da er noch bis Ende des Monats
hierbleibe. Falls Du ihn nun so wie so noch zu treffen gedenkst, so ist | meine
Vermittlung vielleicht überflüssig. Andernfalls wärest Du vielleicht so
freundlich, mir das nothwendige zukommen zu lassen.
Gestern Abend um sechs Uhr zog das erste Gewitter über den
Ütlider 870 m hohe Hausberg Zürichs.. Es hätte im Hochsommer nicht heftiger blitzen können. Heute haben wir
düstres Regenwetter.
Deiner eventuellen weiteren Weisung gewärtig mit herzlichem Gruß
Dein treuer Sohn
Franklin.
[Kuvert:]
Herrn
Dr. Wedekind.
Schloss Lenzburg.
(Aargau.)