Lieber Frank! Da Du uns gesternam 23.9.1902. Luise Halbe war aus Güttland [vgl. Wedekind an Max Halbe, 19.9.1902] zurück in München. Max Halbe schrieb ihr am 22.9.1902 eine Postkarte aus Berlin [Mü, MH B 321]. Abend so im Stich gelassen
hast, so komme doch heute Abend mit ins Luitpoldin das Café Luitpold (Briennerstraße 8), eines von Wedekinds Stammlokalen. Max schickt ein
Telegrammnicht überliefert. über den Ausfall seiner PremiereMax Halbes Stück „Walpurgistag. Eine Dichter-Komödie“ (1903) sollte am 2.10.1902 am Dresdner Hoftheater uraufgeführt werden, wie angekündigt war: „Königliches Schauspielhaus. [...] Donnerstag, 2. Oktober (außer Abonnement): zum ersten Male: Walpurgistag. Eine Dichterkomödie in fünf Aufzügen von Max Halbe.“ [Dresdner Journal, Nr. 221, 23.9.1902, nachmittags, S. 1738] Die Uraufführung wurde wegen Krankheit des Hofschauspielers Paul Wiecke verschoben: „Die Erstaufführung von Max Halbes ‚Walpurgistag‘, die für den 1. Oktober im Königl. Hofschauspiel angesetzt war, ist wegen einer heftigen Indisposition des Herrn Wiecke verschoben worden.“ [Dresdner Nachrichten, Nr. 264, 24.9.1902, Abend-Ausgabe, S. (1)] Das Stück wurde in Dresden dann am 13.10.1902 uraufgeführt.
Bitte, bestimme die Zeit.
Besten Gruß |
Frau Luise Halbe