Rudolf
Alexander SchröderWedekind traf Rudolf Alexander Schröder, den ihm aus München bekannten ehemaligen Mitherausgeber der Zeitschrift „Die Insel“, in Berlin wieder, bei einem Diner wohl am 25.11.1906 im exquisiten Weinlokal F. W. Borchardt (Französische Straße 47/48) [vgl. Berliner Adreßbuch 1907, Teil I, S. 221], an dem außer Julius Meier-Graefe, Gerhard Mutius, Max Reinhardt und Joachim von Winterfeldt auch er selbst und Rudolf Alexander Schröder („Rudi“) teilnahmen, wie Julius Meier-Graefe notierte (schwankend, ob es der 25. oder 26.11.1906 war): „25 oder 26 Herren Diner bei Borchardt, Mutius, Wedekind, Reinhart, Winterfeld, Rudi, ich.“ [Tb Meier-Graefe, S. 31] Das Diner dürfte angesichts der Teilnahme Max Reinhardts und Wedekinds im Anschluss an die vierte Vorstellung von „Frühlings Erwachen“ (am 20.11.1906 war das Stück in den Kammerspielen des Deutschen Theaters unter der Regie von Max Reinhardt uraufgeführt worden), die Wedekind am 25.11.1906 im Tagebuch notierte („Fr. Erw. 4“), stattgefunden haben (Wedekind hat ansonsten für diesen Tag und auch für den 26.11.1906 im Tagebuch nichts notiert).
Berlin W.
13 GenthinerstrasseUnter der Adresse Genthinerstraße 13 (Villa J) sind sowohl der Schriftsteller Julius Meier-Graefe, der eigentlich in Paris lebte, als auch der Schriftsteller Rudolf Alexander Schröder verzeichnet [vgl. Berliner Adreßbuch 1907, Teil III, S. 248]. Rudolf Alexander Schröder wohnte von 1905 bis 1908 als Untermieter in der Berliner Wohnung des mit ihm befreundeten Julius Meier-Graefe, der für 1905 notierte: „Im September Genthinerstr. 13 eingezogen. Schröder kam im Oktober.“ [Tb Meier-Graefe, S. 23]