Ew. Excellenzder Stuttgarter Hoftheaterintendant Joachim Gans zu Putlitz [vgl. Neuer Theater-Almanach 1909, S. 617].!
Wollen Ew. Excellenz ver/ge/statten, mich auf eine BenachrichtigungHinweis auf ein nicht überliefertes Schreiben; erschlossenes Korrespondenzstück: Emil Gerhäuser an Wedekind, 20.12.1908. Es könnte sich dabei um eine Antwort auf einen Brief Wedekinds an den Freund gehandelt haben [vgl. Wedekind an Emil Gerhäuser, 14.12.1908], der in Stuttgart (Hackstraße 32) [vgl. Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Königlichen Haupt- und Residenzstadt Stuttgart für das Jahr 1909, Teil I, S. 221] als Oberregisseur an der Oper des Stuttgarter Hoftheaters tätig war [vgl. Neuer Theater-Almanach 1909, S. 618]. Wedekind hatte Emil Gerhäuser zuletzt am 2.6.1908 in München gesehen [vgl. Tb]. des
Herrn Kammersänger Gerhäuser zu berufen, dahingehend, daß Ew. Excellenz nicht
gütigst erwogen haben und nicht abgeneigt wären, mein Drama „So ist das Leben“
mit meiner Frau und mir in den beiden Hauptrollen am Stuttgarter Hoftheater zur
AufführungDas vorgeschlagene Gastspiel von Frank und Tilly Wedekind in „So ist das Leben“ am Stuttgarter Hoftheater kam nicht zustande. gelangen zu lassen. Darf ich mir die Ehre nehmen, Ew. Excellenz ergebenst
als Honorar in Vorschlag zu bringen: Für einmaliges Auftreten für meine Frau
und mich zusammen M. 300 (Dreihundert Mark) | Für zweimaliges Auftreten
innerhalb vier aufeinanderfolgenden Tagen für uns beide zusammen zusammen M
400 (vierhundert Mark. Selbstverständlich würde ich der geehrten geschätzten RegieOberregisseur für das Schauspiel am Stuttgarter Hoftheater war Hans Meery, weitere Regisseure waren Edmund Frank und Viktor Stephany, der zugleich Dramaturg war [vgl. Neuer Theater-Almanach 1909, S. 617f.]. des kgl. Hoftheaters
für sämtliche Proben zur Verfügung stehen. Ein Exemplar des Dramas erlaube ich
mir Ew
Excellenz gleichzeitig einzusendenDer abgesandte Brief dürfte ein Exemplar von „So ist das Leben“ als Beilage enthalten haben..
Mit
In aufrichtigem Dank für das gütige InteresseWedekind ist Joachim Gans zu Putlitz in größeren Kreis am 28.6.1908 abends in Berlin begegnet: „Ich treffe [...] mit [...] Putlitz [...] zusammen.“ [Tb] das Ew Excellenz seit Jahren meiner Arbeit zuzuwenden
belieben
Ew. Excellenz
hochachtungsvoll ergebener
Frank Wedekind.