[Hinweis in Oskar Schiblers Brief an seine
Eltern Joseph Keller und Wilhelmine Keller vom 16.10.1886 aus Leipzig (Aa,
Wedekind-Archiv B, Schachtel 13, Mappe 6, Slg. Oskar Schibler):]
Franklin
Wedekind habe ich noch nicht geschrieben werde es aber nächstens thun.
Denn dass er immer noch der exaltirte Mensch ist wie früher glaube ich nicht.
Münchner Bier beruhigt. – [...] er ist tüchtig hat viel gearbeitetAm 23.4.1886 beendete Wedekind die erste (wohl im November 1885 begonnene) Fassung seines Lustspiels „Der Schnellmaler oder Kunst und Mammon. Große tragikomische Originalcharakterposse in drei Aufzügen“ (1889), die er anschließend vergeblich versuchte, in München zur Aufführung zu bringen [vgl. KSA 2, S. 545f.]. Im Juni 1886 schrieb er den „Prolog zum Winkelriedcommers in München 3. Juli 1886“ [KSA 1/I, S. 238-242], den er auf der Schweizer Festveranstaltung zum 500jährigen Jubiläum der Schlacht bei Sempach am 3.7.1886 in München vortrug [vgl. KSA 1/II, S. 1977f.]. in München, wie er mir schriebHinweis auf das hier erschlossene Korrespondenzstück.; u wenn er auch
nicht die hohen Ziele erreichen kann, die er sich gestellt, so bin ich doch
davon überzeugt, daß er ein ganz tüchtiger Litterat wird.