[Hinweis in Wedekinds Tagebuch
vom 7.7.1905 in München:]
Irma WeißhauptWedekind hat in einer Namensliste „Irma Weißhaupt“ [Nb 46, Blatt 36r] notiert – zu dem 1897 entstandenen Entwurf „Schema eines Dramas (nach Erdgeist)“, in dem er sich selbst als „F.W., Schriftsteller“ bezeichnet und sie mit einem Kürzel: „I.W., verheiratete Courtisane [...] F.W. und I.W. – I.W. treibt die Hurerei bis zur Künstlerschaft, möchte gerne ein Kind von ihm. (geschmackvollste Hurerei) [...] Dämonische Jammerscene mit Revolverbegleitung. I.W. hält die Prostitution mit ihrem Mann nicht mehr aus und will in’s Bordell gehen, um wieder ein anständiges Mädchen zu werden.“ [KSA 4, S. 304-306] Wer Irma Weißhaupt war, ist unklar. „Welche Bedeutung sie in Wedekinds Biographie hatte, ließ sich nicht ermitteln. Aus einem Eintrag [...] geht hervor, daß sie in einer der Zeichnungen Wedekinds [...] abgebildet ist; um welche [...] es sich handelt, ist nicht zu entscheiden.“ [KSA 4, S. 660] Irma Weißhaupt dürfte in München gelebt haben, wie aus Münchner Tagebucheinträgen Wedekinds hervorgeht – so am 27.10.1904 („Irma kommt zu mir“), 28.10.1904 („Irma bringt mir die Bundeslade zurück“), 20.4.1905 („Irma macht mich mit ihrer Freundin Rosa bekannt“), 17.6.1905 („treffe [...] Irma Weißhaupt“), 8.7.1905 („Irma schickt mir ihre Nichte von Ballet in Geldangelegenheit“) und 17.7.1905 („Irma Weißhaupt kommt zu mir“). schreibt mirIrma Weißhaupt dürfte Wedekind um Geld gebeten haben, das er ihr daraufhin schickt. Ich schicke ihr 50 M.