Innigst geliebte Tilly! Voraussichtlich komme ich nächsten Samstag oder Sonntag nach München und freue mich sehr wieder bei Dir zu sein. GesternFrank Wedekind notierte am 1.12.1917: „Nachmittag [...] im Hock mit Armins Freunden. Armin und ich gehen in die Locanda Ticinese zum Abendessen Dann in den Pfauen. Er begleitet mich zum Hotel.“ [Tb] habe ich einen sehr schönen Abend mit meinem Bruder verlebt. Ich hoffe, daß auch Du Dich zerstreust so viel Du Gelegenheit findest. Bedenk daß die Zeiten wieder besser zu werden versprechen, da wird auch das Leben wieder leichter werden. Sei nicht undankbar dafür, daß Du und die Kinder gesund seid. Schreib mir ausführlich, wie es Dir geht. Hoffentlich hast Du das GeldWedekind hatte seiner Frau über die Dresdner Bankfiliale München 600 Mark zukommen lassen [vgl. Frank Wedekind an Tilly Wedekind, 30.11.1917 (Telegramm)]. erhalten. Ich werde nächster Tage mehrere Pakete mit Briefschaften und Geschäftspapieren | an mich nach München schicken. Grüße und küsse die Kinder und sei innigst geküßt von Deinem Frank
Adresse des Absenders. – Text. Adresse de l’expéditeur. – Texte. Indirizzo del mittente. – Testo.
Postkarte. Carte postale Cartolina postale
SCHWEIZ SUISSE SVIZZERA
Express I.H. Frau Tilly Wedekind München Prinzregentenstrasse 50
Bestehend aus 1 Blatt, davon 2 Seiten beschrieben
Das Datum des Poststempels – 2.12.1917 – darf als Schreibdatum angenommen werden.
Uhrzeit im Poststempel Zürich: „XII“ (= 12 Uhr).
Zürich2. Dezember 1917 (Sonntag) Ermittelt (sicher)
Zürich2. Dezember 1917 (Sonntag)
MünchenDatum unbekannt
Münchner Stadtbibliothek / Monacensia
Maria-Theresia-Straße 23 81675 München Deutschland +49 (0)89 419472 13
Wir danken der Münchner Stadtbibliothek / Monacensia für die freundliche Genehmigung zur Wiedergabe des Korrespondenzstücks.
Frank Wedekind an Tilly Wedekind, 2.12.1917. Frank Wedekinds Korrespondenz digital. https://briefedition.wedekind.fernuni-hagen.de (17.03.2026).
Ariane Martin