herrn
wedekind schiffbauerdamm 6
berlin =
Telegraphie des Deutschen Reichs.
Berlin, Haupt-Telegraphenamt.
Telegramm [...] wien
befinden
schlechtOttilie Weißhappel informiert Wedekind über das Befinden ihrer schwer erkrankten Schwester Berthe Marie Denk (sie war nicht mehr in der Lage, selbst zu telegrafieren), die morgens mit dem Zug von Berlin in Wien eingetroffen ist, was Wedekind organisiert hatte [vgl. Wedekind an Ottilie Weißhappel, 14.1.1906; Wedekind an Wiener Freiwillige Rettungsgesellschaft, 14.1.1906]. Wedekind hatte Berthe Marie Denk, der es schon vor seiner Abreise von Berlin am 12.1.1906 gesundheitlich nicht gut ging, wie er am 11.1.1906 im Tagebuch festhielt („Sie fühlt sich sehr elend“), nach seiner Rückkehr nach Berlin am 14.1.1906 in noch schlechterem Zustand vorgefunden, weshalb sie zurück nach Wien fuhr („Ich finde Bertha Maria sterbenskrank. Sie will durchaus nach Wien. Ich bringe Sie zum Bahnhof“). Ihre Erkrankung wurde „als eine schwere Bauchfellentzündung diagnostiziert“ [Vinçon 2014, S. 186], was Ottilie Weißhappel nach der Kurzinformation in vorliegendem Telegramm dann ausführlich in einem Brief schrieb [vgl. Ottilie Weißhappel an Wedekind, 16.1.1906]. musste sanatorium gebracht werden