Salzburg / 5./XII.1913.
Lieber Herr Wedekind!
Danke vielmals für den lieben Briefnicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Friedrich Strindberg, 4.12.1913.! Den ZugZu seinem Weihnachtsbesuch bei Wedekind vom 23.12.1913 bis 1.1.1914 reiste Friedrich Strindberg von Mondsee über Salzburg nach München und traf dort am Dienstag den 23.12.1913 um 12.20 Uhr ein [vgl. Friedrich Strindberg an Wedekind, 21.12.1913 und Friedrich Strindberg an Wedekind, 22.12.1913], wo ihn Wedekind erwartete: „Hole Fritz Strindberg vom Bahnhof ab“ [Tb]. kann ich leider
noch nicht angeben, da ich noch nicht sicher weiß, wann (Samstag oder Sonntagden 20. oder 21.12.1913. Friedrich Strindberg fuhr zu Beginn der Weihnachtsferien zunächst vom Internat in Salzburg zu seiner Großmutter nach Mondsee und dann von dort nach München.)
ich zu Großmama komme und um wieviel Uhr von Mondsee ein günstiger Zug geht.
Ich freue mich schon riesig darauf Herrn Wedekind zu sehen und ich glaube das
Wiedersehen wird recht, recht freudig sein. Alle meine Gedanken richte ich
schon darauf und ich freue mich schon so sehr. |
Auch hoffe ich Herrn Wedekind durch meine kleine Szene
Freude zu bereitenFriedrich Strindberg las seinem Vater am 26.12.1913 in München sein Stück vor, wie dieser notierte: „Fritz liest sein Drama Triton vor“ [Tb].. Ich nannte sie „Triton“ oder „Menschwerdung“. Herzlichen
Dank für die EmphehlungenSchreibversehen, statt: Empfehlungen. an meine Großmama. Es wird mir zur Freude sein sie
ausrichten zu können.
Noch viele Grüße;
Handküsse an die gnädige Frau Gemahlin
und Grüße an die kleinen Töchterleins
in Liebe
Fritz.