Salzburg / 22.XI.irrtümlich datiert; der Brief wurde vermutlich am 24.11.1913 geschrieben (vgl. folgende Erläuterung).
Liebster Herr Wedekind!
Bitte tausent/d/mal zu entschuldigen, wenn gestern
mein Briefgemeint sein dürfte der vorangehende Brief [vgl. Friedrich Strindberg an Wedekind, 23.11.1913]. Einen nicht überlieferten Brief Friedrich Strindbergs am 21.11.1913 anzunehmen, erscheint durch den Briefanfang am 23.11.1913 („Bitte zu entschuldigen, wenn ich schon so lange nichts geschrieben habe!“) unplausibel. ohne Marke eingetroffen ist, erst heute komme ich darauf, da mich
ein KollegeMitschüler von Friedrich Strindberg; Identität nicht ermittelt. darauf erst heute aufmerksam machte! Bitte zu
entschuldigen! Was ich mir für Vorwürfe deh/s/halb mache! Wie kommen
denn Herr | Wedekind dazu meine Briefe++ zu übernehmen! So ein Mah/l/heur! Die Marke lag neben dem Brief und
nur aus wirklich recht dummenSchreibversehen, statt: dummem.! Leichtsinn habe ich vergessen sie in der Eile darauf zu geben. Ich hatte meine Gedanken
natürlich wieder gar nicht hier! Wie ich mich jetzt ärgere! Herr Wedekind können
sich denken, wie peinlich mir dies ist!!!
Wie geht es Herrn Wedekind immer?
Hoffe sehr gut! |
Freue mich schon riesig auf WeihenachtenWie Wedekind in seinem Tagebuch notierte, war Friedrich Strindberg vom 23.12.1913 („Hole Fritz Strindberg vom Bahnhof ab“) bis 1.1.1914 („Bringe Fritz zur Bahn“) zu einem Weihnachtsbesuch in München..
Viele Grüße, Handküsse
an die gnädige Frau Gemahlin
Ihr
Fritz.