Willy Morgenstern
München Zieblandstraße
5, 1. GartenhausWilly Rudinoff (Pseudonym von Willy Morgenstern) wohnte wohl bei dem Leihhausschätzer Friedrich Brückner zur Untermiete in jenem Rückgebäude (Zieblandstraße 5, 1. Gartenhaus = Hinterhaus) eines Hauses im Besitz des Kunstmalerehepaars Emil und Maria Rau [vgl. Adreßbuch von München für das Jahr 1891, Teil II, S. 421f.]. Gustav Rickelt, der im Spätsommer 1889 als „junger Schauspieler [...] auf ein Jahr“ am Münchner Hoftheater „engagiert worden“ [Münchner Neueste Nachrichten, Jg. 42, Nr. 433, 20.9.1899, Vorabendblatt, S. 4] ist und in der Maximilianstraße 38 (3. Stock) [vgl. Adreßbuch von München für das Jahr 1890, Teil I, S. 283] wohnte, erinnerte sich, Willy Morgenstern, ein alter Bekannter aus Berlin, sei „in München gelandet, um in der Maler-Akademie aufgenommen zu werden. So kam er zu mir, aller Mittel entblößt. Meine Wirtin hatte ein kleines Zimmer frei, ich brachte ihn dort unter“ [Rickelt 1930, S. 162] – vermutlich war die Zimmerwirtin die Gattin des Leihhausschätzers..