[1. Entwurf:]
Herrn Ernst
Rowohlt, Verlagsbuchhändler
Leipzig.
Es diene Ihnen zur Kenntnis daß ich keine Lust habe, von
gemeinem DiebsgesindelErnst Rowohlt weigerte sich, vier im Sommer 1909 im Autographenhandel gekaufte Manuskripte Wedekinds, die dieser als sein rechtmäßiges Eigentum ansah, zurückzugeben [vgl. auch Wedekinds Korrespondenz mit Kurt Hezel]. Geschenkeder provokante Vortrag, den Herbert Eulenberg anläßlich des 150. Geburtstags von Friedrich Schiller am 10.11.1909 im Neuen Theater am Augustplatz in Leipzig gehalten hatte und der im Verlag von Ernst Rowohlt und Kurt Wolff soeben erschienen war [vgl. Erschlossenes Korrespondenzstück Ernst Rowohlt an Wedekind, 10.11.1910]. anzunehmen
Frank
Wedekind.
München
12.11.10.
[2. Abgesandter Brief:]
Herrn Ernst Rowohlt, Verlagsbuchhändler
Leipzig.
Es diene Ihnen zur Kenntnis, daß ich keine Lust habe, von
gemeinem Diebesgesindel Geschenke entgegenzunehmen
Frank Wedekind.
München, 12.11.10.
[Kuvert:]
Einschreiben
Herrn Ernst Rowohlt
Leipzig
Königstrasse 10.