Briefwechsel

Wedekind, Frank und Robert, Eugen

6 Dokumente

München, 9. Februar 1909 (Dienstag)
von Wedekind, Frank
an Robert, Eugen

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 9.2.1909 in München:]


Sende Junge Welt an Dr. RobertWedekind sandte dem Direktor des Berliner Hebbel-Theaters Dr. jur. Eugen Robert in Berlin (Lindenstraße 3) [vgl. Berliner Adreßbuch 1909, Teil I, S. 2211] „ein von ihm bearbeitetes Textbuch und eine Charakterisierung der Personen“ [KSA 2, S. 746] seines Lustspiels „Die junge Welt“ (1897), das die Akademische Bühne Berlin am 12.3.1909 am Hebbel-Theater (Regie: Eugen Robert) inszenierte. Wedekind hatte das am 17.3.1908 vertraglich vereinbart: „Mit Dr. Robert vom Hebbeltheater schließe ich provisorischen Contrakt“ [Tb]. [...]

Einzelstellenkommentare

München, 10. Februar 1909 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Robert, Eugen

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 10.2.1909 in München:]


TelegrammDas nicht überlieferte Telegramm dürfte sich auf das von Wedekind am Vortag versandte Exemplar eines Textbuchs seines Lustspiels „Die junge Welt“ bezogen haben [vgl. Wedekind an Eugen Robert, 9.2.1909], das die Akademische Bühne Berlin am 12.3.1909 am Hebbel-Theater inszenierte (Regie: Eugen Robert). an Dr. Robert [...]

Einzelstellenkommentare

München, 24. September 1911 (Sonntag)
von Robert, Eugen
an Wedekind, Frank

Sehr geehrter Herr Wedekind! Drei Fragen richten SieWedekind hat seinen offenen Brief über „Oaha“ betreffende Schwierigkeiten mit der Zensur in mehreren Zeitungen veröffentlicht [vgl. KSA 5/III, S. 287], darunter die „Münchner Neuesten Nachrichten“ [vgl. Wedekind an Münchner Neueste Nachrichten, 20.9.1911], die ihn ohne Titel am 24.9.1911 druckten. an die breiteste OeffentlichkeitWedekind hat seine Fragen mit der Bemerkung eingeleitet, er fühle sich „berechtigt, an die breiteste Öffentlichkeit drei Fragen zu richten“ [KSA 5/II, S. 419]. Seine drei Fragen „fanden in der Presse ein breites und bis auf Ausnahmen ein positives Echo.“ [KSA 5/III, S. 287]. Die wird Ihnen die Antwort schuldig bleiben. Die ist immer „nach unbekanntem Ort verzogen“. Und Ihre Fragen sind der Antwort wert. 1. Was hat die Oeffentlichkeit„1. Was hat die öffentliche Meinung gegen mich?“ [KSA 5/II, S. 419] gegen Frank Wedekind?... Vor Jahren schrieb ichEugen Robert zitiert einen Satz aus einem vier Jahre zuvor von ihm im „Pester Lloyd“ (Budapest) veröffentlichten Beitrag über die Premiere von „Hidalla“ am Kleinen Theater in Berlin, in dem es über Wedekind heißt: „Épater le bourgeois ist wohl nicht sein Stichwort, aber sein Schicksal. Eine Laufbahn voll bizarrer Gegensätze; ein unerhörter Ruhm voll unerhörter Demüthigungen“ [E.R.: Berliner Theater. In: Pester Lloyd, Jg. 52, Nr. 243, 29.9.1905, 1. Beilage, S. (1)]. Im Nachdruck des Artikels lautet die zitierte Stelle wie hier im Brief: „Épater le bourgeois ist... nicht sein Stichwort; sondern sein Schicksal.“ [Eugen Robert: Theaterabende. München, Leipzig 1915, S. 75] in einem Aufsatz über Sie: „Epater le bourgeoisépater le bourgeois (frz.) = die Bourgeois verblüffen, beindrucken (Redewendung, um einen antibürgerlichen Habitus zu beschreiben). ist... nicht sein Stichwort; sondern sein Schicksal.“ Fürwahr: bequeme Parkanlagen haben Sie gemieden; suchten die steilsten Felsenwege auf; – und sind erstaunt, daß Sie allein sind? 2. Welche Partei hat„2. Welche Partei hat etwas gegen mich und wo ist diese Partei zu finden?“ [KSA 5/II, S. 419] etwas gegen Sie?... Keine, soviel ich weiß. Eine Partei gegen Sie gibt es nicht. Nur: daß es für Sie auch keine Partei gibt. Aber... Eine Partei heißt: Tagesinteressen; Konjunkturenverwertung, Giroaustausch; Reklamenotizen... Eine Schöpfung ist jedoch der „Erdgeist“. 3. „In der Kunststadt München“„3. Kommt es in der Kunststadt München in künstlerischen Fragen wirklich nicht darauf an, was jemand kann, sondern darauf, was er gegen sich hat?“ [KSA 5/II, S. 419] ... wird Ihre Komödie Oaha gespielt werdenWedekinds „Oaha“ wurde am 20.12.1911 im Münchner Lustspielhaus durch den Neuen Verein als geschlossene Veranstaltung uraufgeführt (Regie: Eugen Robert), nachdem die von dem Direktor Eugen Robert bei der Zensurbehörde beantragte öffentliche Aufführung abgelehnt worden war [vgl. KSA 8, S. 606].. Wie Sie wissen: ist das Werk für das Münchner LustspielhausDas Lustspielhaus (Direktion: Dr. Eugen Robert) in München ist am 1.7.1911 eröffnet worden [vgl. Neuer Theater-Almanach 1912, S. 558]. erworben. Und wie ich Ihnen verraten will: ich bin entschlossen, die Komödie auf alle Fälle zu spielen; möglichst mit Zustimmung der Zensur in der breitesten Oeffentlichkeit; schlimmstenfalls zunächst in einer Vereinsvorstellung, die wohl auch die Zensurbehörde von der Ungefährlichkeit Ihres Stückes überzeugen wird. Ihr aufrichtig ergebener Eugen Robert.

Einzelstellenkommentare

München, 10. Dezember 1911 (Sonntag)
von Robert, Eugen
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 10.12.1911 in München:]


Robert schickt TelegrammDas nicht überlieferte Telegramm dürfte sich auf die in Aussicht stehende Uraufführung von „Oaha“ am 20.12.1911 im Lustspielhaus (Direktion: Eugen Robert) in München bezogen haben, die als geschlossene Veranstaltung des Neuen Vereins stattfand. wegen Oaha.

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Wien, 1. Juni 1913 (Sonntag)
von Robert, Eugen
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 1.6.1913 in München:]


TelegrammDas nicht überlieferte Telegramm dürfte sich auf das am Deutschen Volkstheater in Wien laufende Ensemblegastspiel der Münchner Kammerspiele (Direktion: Eugen Robert) bezogen haben, in dessen Rahmen auch Wedekinds „Franziska“ gespielt wurde (Vorstellungen am 7.6.1913, 9.6.1913 und 12.6.1913). Wedekind reiste am 3.6.1913 von München ab nach Wien, wo Eugen Robert sich aufgrund des dort am 27.5.1913 begonnenen Ensemblegastspiels der Münchner Kammerspiele bereits aufhielt. von Robert.

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Wien, 12. Juni 1913 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Robert, Eugen

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 12.6.1913 in Wien:]


BriefDer nicht überlieferte Brief dürfte sich auf das laufende Ensemblegastspiel der Münchner Kammerspiele (Direktion: Eugen Robert) am Deutschen Volkstheater in Wien bezogen haben, in dessen Rahmen auch Wedekinds „Franziska“ (Regie: Eugen Robert) mit Frank und Tilly Wedekind in den Hauptrollen gespielt wurde (Vorstellungen am 7.6.1913, 9.6.1913 und 12.6.1913). Wedekind reiste am 13.6.1913 zurück nach München, Eugen Robert blieb noch in Wien, da das Ensemblegastspiel noch weiter lief. an Dr. Robert [...]

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