Briefwechsel

Wedekind, Frank und Reucker, Alfred

7 Dokumente

München, 26. April 1909 (Montag)
von Wedekind, Frank
an Reucker, Alfred

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 26.4.1909 in München:]


Brief an Direktor ReukerAlfred Reucker, Direktor des Stadttheaters und zugleich des Pfauentheaters (Schauspielbühne des Stadttheaters) in Zürich [vgl. Neuer Theater-Almanach 1909, S. 676, 678], an dem Wedekind vom 19. bis 27.5.1909 ein Gastspiel gab. [...]

Einzelstellenkommentare

München, 5. Mai 1909 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Reucker, Alfred

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 5.5.1909 in München:]


Brief an Reuckeran Alfred Reucker, Direktor des Stadttheaters und zugleich des Pfauentheaters (Schauspielbühne des Stadttheaters) in Zürich [vgl. Neuer Theater-Almanach 1909, S. 676, 678], an dem Wedekind vom 19. bis 27.5.1909 ein Gastspiel gab. in Zürich.

Einzelstellenkommentare

München, 19. Februar 1914 (Donnerstag)
von Wedekind, Frank
an Reucker, Alfred

[Hinweis in Wedekinds Brief an Eugen Frankfurter vom 20.2.1914 aus München:]


Das Buch Franziska habe ich an Herrn Direktor Reucker geschickt.

Einzelstellenkommentare

Zürich, 23. Juli 1914 (Donnerstag)
von Reucker, Alfred
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Wedekinds Brief an Alfred Reucker vom 24.7.1914 aus München:]


Sie haben derweil gehört, daß ich Ihr Telegramm doch erhalten hatte.

Einzelstellenkommentare

München, 24. Juli 1914 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Reucker, Alfred

München 24.7.14Wedekinds 50. Geburtstag war am 24.7.1914..


Sehr verehrter Herr ReuckerAlfred Reucker war Direktor des Stadttheaters (verbunden mit dem Pfauentheater) in Zürich [vgl. Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1915, S. 598].!

Mit tiefer Beschämung denke ich an unsere Unterredung von heute Morgen. Sie haben derweil gehört, daß ich Ihr Telegrammnicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Alfred Reucker an Wedekind, 23.7.1914. doch erhalten hatte. Mein glattes Ableugnen muss ich damit zu entschuldigen versuchen, daß ich in diesen Tagen mitten in angestrengtester Arbeit stecke und daß ich noch die ganze GeneralprobeWedekind notierte am 25.7.1914: „Probe von Franziska“ und „Franziskavorstellung“ [Tb]; an den Tagen davor hatte er mehrerer Proben zu „Franziska“ notiert; das Stück wurde im Rahmen des Wedekind-Zyklus vom 25. bis 31.7.1914 an den Münchner Kammerspielen gespielt (Vorstellungen vom 25. bis 28.7.1914 und am 31.7.1914; „Hidalla“ wurde am 29. und 30.7.1914 gespielt). vor mir hatte. Der beigelegte Briefnicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Schauspielhaus Düsseldorf an Wedekind, 5.1.1914. b/z/eigt Ihnen, daß die | Verhandlungen mit DüsseldorfDas in Aussicht genommene Gastspiel Frank und Tilly Wedekinds am Düsseldorfer Schauspielhaus [vgl. Tilly Wedekind an Frank Wedekind, 8.7.1914] kam nicht zustande. Wedekind hat am 17.7.1914 „Unterredung mit Holl von Düsseldorf“ [Tb] notiert, ein Gespräch mit Fritz Holl, Regisseur und Schauspieler am Schauspielhaus Düsseldorf (Direktion: Louise Dumont-Lindemann und Gustav Lindemann) [vgl. Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1915, S. 391f.], wohl über das dann nicht realisierte Gastspiel, zu dem ein nicht unterzeichneter Vertrag existiert (vorgesehen waren Auftritte in „Erdgeist“, „Marquis von Keith“, „Der Stein der Weisen“ und „Der Kammersänger“ vom 1. bis 10.9.1914 und vom 12. bis 19.9.1914), der datiert ist auf „Juli 1914.“ [Theatermuseum Düsseldorf, Dumont-Lindemann-Archiv, SHD 8008-2/3]. weit zurückreichen. Der AbschlußDer Gastspielvertrag mit dem Schauspielhaus Düsseldorf wurde nicht unterzeichnet und insofern nicht abgeschlossen (siehe oben). war durch die reinkünstlerischen Gründe bedingt, die ich heute früh erwähnte. Das Gastspiel in Zürichaktuell nicht realisiert. Wedekind reiste zwar im Herbst in die Schweiz und war vom 4. bis 6.10.1914 und dann nochmals vom 11. bis 13.10.1914 in Zürich, wo er dem Tagebuch zufolge Alfred Reucker am 5.10.1914 („Besuch im Theater bei Reucker“) und 11.10.1914 („Seehof mit Reucker [...]. Reucker will Schloß Wetterstein mit uns spielen“) traf, Gastspiele in Zürich kamen aber erst 1917 zustande (darunter die Uraufführung von „Schloß Wetterstein“) [vgl. Wedekind an Alfred Reucker, 12.10.1917]. ist um sehr viel ehrenvoller für mich, trägt mir aber die Vorwürfe der Anmaßung, der Aufdringlichkeit und der plattesten Eitelkeit ein, während ich in Düsseldorf schlechtweg drei Wochen lang Zeit habe, für meine Dramatik zu wirken. Wenn Sie, verehrter Herr Reucker, meine undankbare Lüge mit dieser Begründung entschuldigen können, dann soll es mich freuen, | wenn ich meine Verpflichtungen Ihnen gegenüber möglichst bald erfüllen kann. Jedenfalls haben Sie den Beweis, daß ich nicht dem Vergnügen nachgehe sondern lediglich der Arbeit, da mir voraussichtlich ja doch nicht mehr viel Zeit übrig bleibt, um selber für die Interpretation meiner Stücke eintreten zu können. Ihrer freundlichen Entscheidung entgegensehend
in größter Hochschätzung
Ihr ergebener
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

Zürich, 3. Oktober 1914 (Samstag)
von Reucker, Alfred
an Wedekind, Frank

[Hinweis in Tilly Wedekinds Zettel an Frank Wedekind vom 3.10.1914 aus München:]


[...] eben kam noch das Telegramm.

Einzelstellenkommentare

München, 12. Oktober 1917 (Freitag)
von Wedekind, Frank
an Reucker, Alfred

München 12. Oktober 1917.
Prinzregentenstraße 50.


Herrn DirektorAlfred Reucker war Direktor des Stadttheaters (verbunden mit dem Pfauentheater) in Zürich [vgl. Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1918, S. 632]. Dr. Alfred Reucker
Zürich.


Verehrter Herr Doctor!

eben erhalte ich den Kontrakt, den ich selber nicht mitnehmen konnteWedekind ist nach einem längeren Aufenthalt am 7.10.1917 von Zürich zurück nach München gereist [vgl. Tb]. von Kantorowitz zugeschicktHinweis auf ein nicht überliefertes Begleitschreiben zum Gastspielvertrag; erschlossenes Korrespondenzstück: Michael Kantorowitz an Wedekind, 11.10.1917. Der Theateragent Michael Kantorowitz in Zürich (Dufourstraße 44) [vgl. Adressbuch der Stadt Zürich für 1918, Teil I, S. 286] hat Wedekinds „Erdgeist“-Gastspiel am Stadttheater in Zürich (Premiere: 6.11.1917) organisiert, außerdem die Uraufführung von Wedekinds Schauspiel „Schloß Wetterstein“ am 15.11.1917 im Pfauentheater in Zürich, was im Sommer bereits vorbereitet worden war [vgl. Wedekind an Michael Kantorowitz, 1.8.1917].. Gestern beauftragte ichWedekind dürfte sich am 11.10.1917 mit seinem Verleger Georg Müller in München mündlich verständigt haben. Georg Müller das Material von „Schloß Wetterstein“ an die Adresse des Stadttheaters Zürich zu schicken. Sollten die gesandten Exemplare, die Müller sofort zu | expedieren versprach nicht genügen, dann ersuche ich nur um gefällige Benachrichtigung.

Der Lesezirkel Hottingen teilt mir mitHinweis auf eine nicht überlieferte Mitteilung; erschlossenes Korrespondenzstück: Lesezirkel Hottingen an Wedekind, 11.10.1917. Wedekind hielt am 5.11.1917 in Zürich einen „Herakles Vortrag im Hottinger Lesezirkel.“ [Tb], daß er die Eingabe um meine Paßbewilligung bereits gemacht hat. Da aber nur noch etwas mehr als 14 Tagenach dem 26.10.1917; die Abreise verzögerte sich. „Wedekind traf am 4.11.1917 in Zürich ein.“ [Vinçon 2018, Bd. 2, S. 353] Zeit übrig ist, so würde es die Gewährung der Reiseerlaubnis gewiß erleichtern, wenn Sie, verehrter Herr Doctor, die Güte haben wollten, unter Begründung durch das Gastspiel, die Eingabe | des Hottinger Lesezirkels bei der GesandschaftSchreibversehen, statt: Gesandtschaft. oder beim Konsulat zu unterstützen.

Außerordentlich freue ich mich darauf, sobaldSchreibversehen, statt: so bald. Wedekind hatte erst vom 12. bis 25.9.1917 im Pfauentheater und Stadttheater in Zürich gastiert [vgl. Tb]. wieder mit Ihren ausgezeichneten Künstlern zusammen arbeiten zu können und nehme die Gelegenheit wahr, Ihnen für die großzügige Gastfreundschaft, die Sie meinen Arbeiten gewähren von ganzem Herzen aufrichtigen Dank zu sagen.

Mit verehrungsvollen Grüßen
Ihr ergebener
Frank Wedekind.

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