Briefwechsel

Wedekind, Frank und Ompteda, Georg von

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München, 9. Juli 1905 (Sonntag)
von Wedekind, Frank
an Ompteda, Georg von

Herrn Georg Freiherr von OmptedaGeorg von Ompteda, Schriftsteller in Meran [vgl. Kürschners Deutscher Literatur-Kalender auf das Jahr 1905, Teil II, Sp. 1016], war seit dem 24.5.1905 in Bayern unterwegs (nach einem Aufenthalt in der Festung Königstein, in der auch Wedekind einige Jahre zuvor in Festungshaft war): „Der bekannte Romanschriftsteller Freiherr v. Ompteda war, wie wir seinerzeit mitteilten, am 5. Januar 1905 vom Dresdner Landgericht wegen Zweikampfs mit dem Rittmeister Hupfeld zu drei Monaten Festungshaft verurteilt worden. Der Dichter, der die ihm zuerkannte Haft vor kurzem in Königstein angetreten hatte, ist vom König von Sachsen begnadigt worden und wird die Festung heute, 24. Mai, verlassen, um sich ins bayerische Hochgebirge zu begeben.“ [Freiherr v. Ompteda begnadigt. In: Münchner Neueste Nachrichten, Jg. 58, Nr. 244, 25.5.1905, Vorabendblatt, S. 6]
in größter Hochschätzung
und mit der Bitte unserer ersten BegegnungWedekind notierte am 9.7.1905 in München: „Georg von Ompteda erwartet mich im Intimen Theater wir gehen zuerst ins Hofbräuhaus, dann in die Odeonsbar [...]. Ich glaube wir sind Freunde geworden.“ [Tb] ein freundliches Erinnern zu bewahren.

München im Juli 1905
Frank Wedekind.


Marquis von Keith

Einzelstellenkommentare

München, 9. Juli 1905 (Sonntag)
von Ompteda, Georg von
an Wedekind, Frank

GEORG FREIHERR VON OMPTEDA

KAMMERHERRGeorg von Ompteda, mit dem Wedekind am 9.7.1905 in München verabredet war und ihm bei dieser ersten Begegnung ein Exemplar der Erstausgabe des „Marquis von Keith“ widmete [vgl. Wedekind an Georg von Ompteda, 9.7.1905], lebte als Schriftsteller in Meran und war ausgewiesen als „Kammerherr“ [Kürschners Deutscher Literatur-Kalender auf das Jahr 1905, Teil II, Sp. 1016]. „Im Jahre 1897 erhielt er die Würde eines Kammerherrn“ [Brümmer 1913, Bd. 5, S. 185], zuletzt in Dresden ausgewiesen als „Herzogl. Altenburgischer Kammerherr“ [Adreßbuch für Dresden 1904, Teil I, S. 603], das war unter dem Herzog Ernst II. von Sachsen-Altenburg. S. HOHEIT DES HERZOGS VON SACHSEN-ALTENBURG

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