Briefwechsel

Wedekind, Frank und Augspurg, Anita

5 Dokumente

München, 5. April 1891 (Sonntag)
von Wedekind, Frank
an Augspurg, Anita

[Hinweis in Anita Augspurgs Visitenkarte an Wedekind vom 15.4.1891 aus München:]



[...] erstatte ich Ihnen Ihr Werk zurück.

Einzelstellenkommentare

München, 12. April 1891 (Sonntag)
von Wedekind, Frank
an Augspurg, Anita

[Hinweis in Anita Augspurgs Visitenkarte an Wedekind vom 15.4.1891 aus München:]


[...] bestens dankend für die beiden neuerdings gesandten Bücher [...]




Einzelstellenkommentare

München, 12. April 1891 (Sonntag)
von Wedekind, Frank
an Augspurg, Anita

[Hinweis in Anita Augspurgs Visitenkarte an Wedekind vom 30.4.1891 aus München:]


[...] beim Lesen Ihrer „Kinder & Narren“ die angenehme Entdeckung Ihrer freundlichen Dedikation [...]

Einzelstellenkommentare

München, 15. April 1891 (Mittwoch)
von Augspurg, Anita
an Wedekind, Frank

Geehrter Herr Wedekind!
Mit der Bitte die Verzögerung der Rücksendung gütigst zu entschuldigen & mit bestem Dank für die intereßante Lektüre, erstatte ich Ihnen Ihr Werk zurückHinweis auf ein nicht überliefertes Begleitschreiben zur Manuskriptsendung; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Anita Augspurg, 5.4.1894. Bei dem übersandten Manuskript von „Frühlings Erwachen“ [vgl. Anita Augspurg an Wedekind, 30.4.1891] dürfte es sich um jene vorläufige Reinschrift gehandelt haben, die Wedekind „im April 1891“ [KSA 2, S. 763] angelegt hat. Anita Augspurg erklärte Jahre später in ihrem Brief an Artur Kutscher vom 30.7.1920: „Vielleicht auf Grund meiner früheren kurzen Bühnenlaufbahn gab er mir damals das Manuskript seines ‚Frühlingserwachen‘ zu lesen, aber zu damaliger Zeit konnte ich ihm zu einer Aufführung des Stückes begreiflicherweise nicht behülflich sein“ [DLA, A: Kutscher, Artur].. Es enthält wirklich eine Fülle von Originalität und feiner Psychologie und ich bin sicher daß es großes Aufsehen machen wird. –
Ebenfalls bestens dankend für die | beiden neuerdings gesandten BücherHinweis auf ein nicht überliefertes Begleitschreiben zur Buchsendung; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Anita Augspurg, 12.4.1894. Wedekind schickte ein mit Widmung versehenes Exemplar seines Lustspiels „Kinder und Narren“ (1891) und wahrscheinlich Helene Langes Schrift „Frauenbildung“ (1889) [vgl. Anita Augspurg an Wedekind, 30.4.1891]. grüße ich Sie

hochachtungsvollst.

Anita Augspurg


München

v. d. Tannstrasse 15Anita Augspurg (Von der Tannstraße 15, Parterre, Aufgang II durch den Garten) ist mit dem Hinweis auf ein fotografisches Atelier verzeichnet [vgl. Adreßbuch von München für das Jahr 1891, Teil I, S. 10; Teil II, S. 402], das „Atelier Elvira“, Inhaberinnen: „Anita Augspurg und Sophia Goudstikker v. d. Tannstr. 15.“ [Adreßbuch von München für das Jahr 1891, Handels- und Gewerbe-Adreßbuch, S. 130].

Einzelstellenkommentare

München, 30. April 1891 (Donnerstag)
von Augspurg, Anita
an Wedekind, Frank

Sehr geehrter Herr Wedekind!
Indem ich Ihnen mit vielem Dank das Lange’sche Buchwohl jene „Broschüre von Helene Lange über Frauenstudium“ [Tb 1.6.1889] aus Wedekinds Besitz, der Band „Frauenbildung“ (1889) von Helene Lange, erschienen in L. Oemigke’s Verlag in Berlin, der zu den Quellen von „Kinder und Narren“ (1891) zählt [vgl. KSA 2, S. 664]. zurücksende, muß ich mich entschuldigen erst sehr spät beim Lesen Ihrer „Kinder & Narren“ die angenehme Entdeckung Ihrer freundlichen DedikationHinweis auf eine nicht überlieferte Widmung; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Anita Augspurg, 12.4.1891. Die Erstausgabe des Lustspiels „Kinder und Narren“ (1891) lag „Anfang März“ [KSA 2, S. 643] 1891 gedruckt vor. Wedekind hat erste Exemplare dieses Privatdrucks (bei R. Warth in München) sogleich verschickt [vgl. Wedekind an Paul Heyse, 9.3.1891], andere erst später [vgl. Frank Wedekind an Emilie Wedekind, 18.4.1891]. gemacht zu haben. Nehmen Sie meinen erfreuten Dank hierüber auch nachträglich noch an: ich hatte gehofft, ihn heute Abendam 30.4.1891, an dem ein Gesellschaftsabend der Gesellschaft für Modernes Leben (Vorsitzender: Michael Georg Conrad) stattfand, deren Mitglieder Wedekind und Anita Augspurg waren [vgl. Vinçon 2014, S. 64]. Anita Augspurg sollte neben Michael Georg Conrad, Mathieu Schwann, Benno Späth und Otto Julius Bierbaum zwar auftreten, wie angekündigt war: „‚Gesellschaft für Modernes Leben‘ München. […] Vierter öffentlicher Abend Donnerstag den 30. April, im Ballsaal der Centralsäle. Beginn 8 Uhr […] Programm: […] Aus Stieler’s ‚Winteridyll‘ und Gedichte von Carducci und Stecchetti, (übersetzt von R. Hamerling) vorgetr. von Anita Augspurg.“ [Moderne Blätter. Wochenschrift der Gesellschaft für Modernes Leben, Jg. 1, Nr. 5, 25.4.1891, S. 8] Sie konnte dann aber nicht teilnehmen: „Zum vierten öffentlichen Abend fanden sich Freitag, den 30. April, etwa 500 Zuhörer und Zuhörerinnen, einschließlich der Mitglieder, im Ballsaal der Centralsäle ein. [...] An Stelle des Frl. Anita Augspurg, welche ein Unwohlsein zu erscheinen verhinderte, sprach Ludwig Scharf einige seiner gedankentiefen, temperamentvollen Gedichte.“ [Moderne Blätter. Wochenschrift der Gesellschaft für Modernes Leben, Jg. 1, Nr. 7, 9.5.1891, S. 8] in der Modernen mündlich aussprechen zu können. | Das kleine Werk ist sehr hübsch, obgleich nicht so interessant-bedeutend wie die KindertragödieWedekind hatte Anita Augspurg ein Manuskript (nicht überliefert) von „Frühlings Erwachen“ geliehen (und bereits zurückerhalten), auf das sie Jahre später in ihrem Brief an Artur Kutscher vom 30.7.1920 zu sprechen kam: „Vielleicht auf Grund meiner früheren kurzen Bühnenlaufbahn gab er mir damals das Manuskript seines ‚Frühlingserwachen‘ zu lesen, aber zu damaliger Zeit konnte ich ihm zu einer Aufführung des Stückes begreiflicherweise nicht behülflich sein“ [DLA, A: Kutscher, Artur]., was ja durch den heiteren Karakter von vorn herein weder beabsichtigt noch möglich war. Aber Ihr Talent spricht sich in dieser/m/ freundlichen Scherze ebenso unverkennbar aus.
Mit bestem Gruß Ihre

Anita Augspurg.

Anita Augspurg


München

v. d. Tannstrasse 15Anita Augspurg (Von der Tannstraße 15, Parterre, Aufgang II durch den Garten) ist mit dem Hinweis auf ein fotografisches Atelier verzeichnet [vgl. Adreßbuch von München für das Jahr 1891, Teil I, S. 10; Teil II, S. 402], das „Atelier Elvira“, Inhaberinnen: „Anita Augspurg und Sophia Goudstikker v. d. Tannstr. 15.“ [Adreßbuch von München für das Jahr 1891, Handels- und Gewerbe-Adreßbuch, S. 130].

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