Briefwechsel

Wedekind, Frank und Roegels, Andreas

2 Dokumente

Paris, 27. Juni 1894 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Brandes, Elsa, Roegels, Andreas

[Hinweis in Elsa Brandes Brief an Frank Wedekind vom 4.7.1894 aus London:]


Ich schreibe Ihnen heute im Auftrage des Herrn Rögelsnicht sicher identifiziert; in der chronologischen Übersicht im Münchner Tagebuch verzeichnete Wedekind den Namen unter seinen Pariser Bekannten aus dem Jahr 1894 [vgl. Tb, S. 115]. Elsa Brandes, nach deren Brief das nicht überlieferte Korrespondenzstück erschlossen ist, reiste mit ihm in der zweiten Jahreshälfte 1894 nach Amerika. Vermutlich handelte sich um den Maler Andreas Roegels. um Ihnen vielmals für Ihren letzten Brief zu danken.

Einzelstellenkommentare

London, 4. Juli 1894 (Mittwoch)
von Brandes, Elsa und Roegels, Andreas
an Wedekind, Frank

4, PRIMROSE HILL STUDIOS,
FITZROY ROAD,
REGENT’S PARK, N.W.


Lieber Herr Wedekind

Ich schreibe Ihnen heute im Auftrage des Herrn Rögelsnicht sicher identifiziert; in der chronologischen Übersicht im Münchner Tagebuch verzeichnete Wedekind den Namen unter seinen Pariser Bekannten aus dem Jahr 1894 [vgl. Tb, S. 115]; es handelt sich vermutlich um den Maler Andreas Roegels, der in Düsseldorf und München studiert hatte. um Ihnen vielmals für Ihren letzten Briefnicht überliefert; erschlossenes Korrespondenzstück: Wedekind an Andreas Roegels und Elsa Brandes, 27.6.1894. zu danken.

Es ist alles hier überstanden. Seit Sonnabendabend bin ich von zu Hause fort und heute Abend, Mittwoch segeln wir nach AmerikaElsa Brandes blieb in Amerika, wo sie am 16.5.1899 den US-Amerikaner Edwin Denham heiratete. Andreas Roegels Amerikaaufenthalt ist nicht belegt.. | Aber alles n/N/ähere darüber schreibe ich Ihnen vom Schiff aus. Wir haben nur noch sehr wenig Zeit.

Meine ElternOtto und Mary Brandes. Wedekind lernte den Auslandskorrespondenten des „Berliner Tageblatts“ in London kennen und freundete sich mit dessen Familie an [vgl. Frank Wedekind an Armin Wedekind, 14.4.1894]. glauben ich sei nach Frankreich da sie ja meine Liebe für dasselbe und insbesondere ParisOtto Brandes war bis zu seiner Ausweisung aus Paris am 28.3.1893 [vgl. Frank Wedekind an Armin Wedekind, 14.4.1894], wo er mit seiner Familie seit 1883 gelebt hatte, Pariser Auslandskorrespondent des „Berliner Tageblatts“. kennen und um sie darin zu bekräftigen würde ich Ihnen sehr dankbar sein, wenn Sie einliegende Zeilennicht überliefert; es existiert jedoch eine Abschrift des Briefes an die Schwester Gertrude Brandes von Wedekinds Hand [Mü, FW B 21]. Unter der Überschrift „Mademoiselle Elsa Brandes“ heißt es: „Liebe Trude, heute nur ein paar Zeilen, um Dir mitzutheilen, daß ich hier gut angekommen und mich bis jetzt sehr wohl fühle. Wie lange ich hier bleibe, weiß ich nicht da ich in meiner Stellung mich nach meiner Dame zu richten habe. – Ich hoffe Dir später von mir Nachricht geben zu können und bleibe trotz allem deine innig liebende Schwester Elsa.“ Es ist davon auszugehen, dass Wedekind den Brief von Elsa Brandes an ihre Schwester in Paris aufgab und so deren Aufenthaltsort gegenüber der Familie verschleierte. an meine Schwester | dort aufgeben würden Wir würden uns beide sehr freuen von Ihnen auch ferner Nachricht zu bekommen und unsere Adresse ist Roegels Poste restante(frz.) postlagernd. New York; vorläufig wenigstens.

Mit bestem Dank und vielen Grüßen

von uns beiden

Ihre
Elsa Brandes


Lieber Freund

Wir können diesmal nicht nach Paris weil uns das Kleinged/l/d fehlt Roegels

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