Briefwechsel

Wedekind, Frank und Entsch, Theodor

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Paris, 3. August 1892 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Entsch, Theodor

[Hinweis in Wedekinds Tagebuch vom 3.8.1892 in Paris:]


[...] schicke SchwigerlingWedekind schickte seinen zunächst als „Fritz Schwigerling“ betitelten Schwank „Der Liebestrank“ vermutlich in einer Abschrift [vgl. KSA 2, S. 1004] mit einem Begleitschreiben (das hier erschlossene Korrespondenzstück) an Theodor Entsch, der seit 1882 die 1861 von seinem Vater gegründete Firma „A. Entsch“ in Berlin (Mittelstraße 25) betrieb, die „Theater-Agentur“ und „Bühnen-Manuskripten-Verlag“ war; der Inhaber Theodor Entsch hatte dieselbe Adresse und war ausgewiesen als „Theateragent“ [Berliner Adreßbuch für das Jahr 1892, Teil I, S. 272]. Erst am 1.9.1898, „noch bevor Langen den von Wedekind vorbereiteten Verlagsvertrag unterschrieb“ („Der Liebestrank“ erschien zuerst 1899 im Verlag Albert Langen), kam „endlich ein Vertrag über den Bühnenvertrieb des Stückes mit Entsch zustande.“ [KSA 2, S. 1073] an Entsch.

Einzelstellenkommentare

Berlin, 31. März 1897 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Entsch, Theodor

Sehr Geehrter Herr EntschDer Theateragent und Bühnenverleger Theodor Entsch betrieb seit 1882 die 1861 in Berlin von seinem Vater gegründete erfolgreiche Theateragentur „A. Entsch (Inhaber Th. Entsch) Verlag dramatischer und musikalischer Werke.“ [Neuer Theater-Almanach 1897, Geschäfts-Anzeigen, S. 56] Wedekind hatte bereits mit ihm Kontakt [vgl. Wedekind an Theodor Entsch, 3.8.1892]. Der Verlag A. Entsch und sein Inhaber Theodor Entsch hatten inzwischen eine andere Adresse in Berlin (Jägerstraße 20) [vgl. Adreßbuch für Berlin 1897, Teil I, S. 258; Teil III, S. 241].,

mit gleicher PostHinweis auf nicht überlieferte Begleitzeilen zur Sendung (siehe unten); erschlossenes Korrespondenz: Wedekind an Theodor Entsch, 31.3.1897. erhalten Sie zwei PantomimenSeine Pantomimen „Der Schmerzenstanz. Ballett in drei Bildern“ [KSA 3/I, S. 23-37] und „Die Kaiserin von Neufundland. Große Pantomime in drei Bildern“ [KSA 3/I, S. 57-90], die Wedekind 1914 in den „Gesammelten Werken“ unter dem Titel „Tanzdichtungen“ zusammenstellte, kamen im Erstdruck (zusammen mit der Pantomime „Der Mückenprinz“) in der Sammlung „Die Fürstin Russalka“ (1897) im Albert Langen Verlag heraus; der Verlagsvertrag mit Albert Langen kam am 1.3.1897 zustande [vgl. KSA 3/II, S. 745]. Wedekind hatte offenbar zusätzlich vor, den Bühnenvertrieb der beiden Pantomimen bei Theodor Entsch anzusiedeln, was sich nicht realisierte – anders als im Fall seines Schwanks „Der Liebestrank“ [vgl. Wedekind an Theodor Entsch, 3.8.1892].Der Schmerzenstanz“ und „Die Kaiserin von Neufundland[“]. Die mittlere „Der Mückenprinz“ ist nicht für die BühneDie Pantomime „Der Mückenprinz. Parterre-Excentrique“ [KSA 3/I, S. 39-49], dann veröffentlicht im Band „Die Fürstin Russalka“ (1897), blieb unaufgeführt; sie wurde in das Romanprojekt „Mine-Haha“ integriert [vgl. KSA 5/II, S. 1054]. Wedekind hat sie allerdings am 31.3.1904 auf einem Vortragsabend in Nürnberg rezitiert [vgl. KSA 3/II, S. 776]. vorgesehen. Was die Compo| Wortabbruch mit Silbentrennungszeichen aufgrund von Zeilen- und Seitenende; gemeint war: Composition. Wedekind hatte sich gewünscht, sein Freund Hans Richard Weinhöppel werde die Musik zu „Die Kaiserin von Neufundland“ komponieren [vgl. Wedekind an Hans Richard Weinhöppel, 1.4.1897]; ob auch für die anderen Pantomimen, ist unklar.

Einzelstellenkommentare

Berlin, 31. März 1897 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Entsch, Theodor

[Hinweis in Wedekinds Brief an Theodor Entsch vom 31.3.1897 aus Berlin:]


[...] mit gleicher Post erhalten Sie zwei Pantomimen „Der Schmerzenstanz“ und „Die Kaiserin von Neufundland[“].

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