Briefwechsel

Mackay, John Henry und Wedekind, Frank

6 Dokumente

Berlin, 3. Februar 1895 (Sonntag)
von Wedekind, Frank
an Mackay, John Henry

Berlin N. W.
Schumann Strasse 9.


3.II.95.


Lieber Herr Mackay,

seit einiger ZeitWedekind, der davor lange in Paris und zwischenzeitlich in London war, traf am 20.1.1895 in Berlin ein [vgl. Vinçon 2021, Bd. 2, S. 169]. bin ich wieder in Berlin,. Wenn ich Ihre Adresse wüßte hätte ich mir längst das Vergnügen gemacht, Sie zu besuchen. Vielleicht theilen Sie mir auch mitHinweis auf eine nicht überlieferte schriftliche Mitteilung (die nachweislich erfolgte); erschlossenes Korrespondenzstück: John Henry Mackay an Wedekind, 5.2.1895., wannh ich | Sie zu treffen am sichersten wäre, nur wenn möglich nicht vormittags.

Mit den herzlichsten Grüßen Ihr
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

Berlin, 5. Februar 1895 (Dienstag)
von Mackay, John Henry
an Wedekind, Frank

[1. Hinweis in Wedekinds Brief an John Henry Mackay vom 3.2.1895 aus Berlin:]


Vielleicht theilen Sie mir [...] mit, wann [...] Sie zu treffen am sichersten wäre [...]


[2. Hinweis in Wedekinds Postkarte an John Henry Mackay vom 6.2.1895 aus Berlin:]


[...] darf ich Sie dann vielleicht morgen [...] erwarten.

Einzelstellenkommentare

Berlin, 6. Februar 1895 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Mackay, John Henry

Deutsche Reichspost
Postkarte


An
Herrn John Henry Mackay
in Berlin S.O.
Wohnung (Straße und Hausnummer) Wustenhausener Strasse 12 IIJohn Henry Mackay wohnte in Berlin SO in der Wusterhausenerstraße 12 (2. Stock) [vgl. Berliner Adreßbuch für das Jahr 1895, Teil I, S. 838].. |


Schumannstrasse 9.


Lieber Herr Mackay

darf ich Sie dannin Verbindung mit der Anfrage [vgl. Wedekind an John Henry Mackay, 3.2.1895] Hinweis auf eine nicht überlieferte schriftliche Mitteilung; erschlossenes Korrespondenzstück: John Henry Mackay an Wedekind, 5.2.1895. vielleicht morgen (Donnerstag) Abend gegen 10 Uhr im Café Bauer erwarten. Ich wüßte den Ort nur weil er im CentrumUnter den Linden 26 [vgl. Berliner Adreßbuch für das Jahr 1895, Teil I, S. 182] war die Adresse des Café Bauer, einem Wiener Café in Berlin W. liegt und wir von dort gehen können, wohin es Ihnen beliebt.

Mit bestem Gruß Ihr Ergebenster
Frank Wedekind.

Einzelstellenkommentare

Zürich, 31. Juli 1895 (Mittwoch)
von Wedekind, Frank
an Mackay, John Henry

[Hinweis und Zitat in J. A. Stargardt: Katalog 662 (1995), Nr. 53:]


WEDEKIND, Frank [...], „Universitätsstrasse 15Wedekind war rund drei Wochen in Zürich und wohnte in der Universitätsstraße 15 – bis zu seiner Abreise nach Lenzburg am 4.8.1895 [vgl. Wedekind an Hans Kaeslin, 6.8.1895].“, 31.VII.1895. [...]


Frank Wedekind.


An (John Henry) Mackay.

„... meine Äusserungen hatten ihre Veranlassung in der für mich qualvollen Unbehaglichkeit des vorgestrigen Abendsam 29.7.1895 (Montag); die näheren Zusammenhänge sind nicht ermittelt., für die ich Sie bis zu einem gewissen Grad verantwortlich machte und unter deren Nachwirkung ich mich noch gestern den ganzen Tag über wie geprügelt fühlte. Ich bin gerne bereit, sie Ihnen zu wiederholen, da ich im Voraus weiss, dass Sie mir vollkommen Recht geben werden. Da meine Äusserungen meines Wissens nichts Beleidigendes enthielten, halte ich eine formelle Aussprache, vorausgesetzt, dass Sie sie nicht wünschen, nicht für nothwendig.

Meine momentane Gereiztheit habe ich dabei nicht ausser Beachtung gelassen und gestern den Entschluss gefasst, die Gesellschaftwohl die Schriftstellerrunde in Zürich, zu der auch John Henry Mackay gehörte, wie Wedekind sich erinnerte [vgl. Wedekind an Ferdinand Hardekopf, 28.4.1901]., für deren Entgegenkommen ich nur dankbar zu sein habe, zu meiden, bis ich die nöthige Ruhe gefunden, um den Ton der Gesellschaft ertragen zu können ...“

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München, 7. September 1909 (Dienstag)
von Wedekind, Frank, Tomarkin, Elias, Wedekind, Tilly, Henckell, Anny und Henckell, Karl
an Mackay, John Henry

An
John Henry Mackay
Berlin Charlottenburg
Berliner Strasse 144John Henry Mackay wohnte als Schriftsteller in Charlottenburg in der Berliner Straße 166 [vgl. Berliner Adreßbuch 1910, Teil I, S. 1734], auch schon im Vorjahr [vgl. Berliner Adreßbuch 1909, Teil I, S. 1667], und war auch andernorts mit dieser Adresse verzeichnet [vgl. Kürschners Deutscher Literatur-Kalender auf das Jahr 1909, Teil II, Sp. 1924]. Er gehörte wie Karl Henckell und Elias Tomarkin in den späten 1880er Jahren und um 1890 zu Wedekinds Freundeskreis in Zürich.


MÜNCHEN. Feldherrenhalle.


Herzlichste Grüsse aus München

Eli TomarkinElias Tomarkin war zu Besuch in München, wie Wedekind im Tagebuch am 5.9.1909 („Mittag kommt Henkell mit Thomar Abends bei Henckell Mit Thomar und Henckels Abendessen Amerikanbar dann Torggelst.“) und 6.9.1909 („Thomar kommt zum Tee. Spaziergang mit Thomar zu den Isarfällen“) vermerkte und auch den Abschiedsabend am 7.9.1909 notierte („Abschied im Stachus mit Henckels Thomar fährt nach Bern“), der mit Karl und Anny Henckell im Weinrestaurant Stachus (Karlsplatz 24) [vgl. Adreßbuch für München 1910, Teil I, S. 581] stattfand, wo die Bildpostkarte geschrieben worden sein dürfte.

Karl Henckell

Anny Henckell

Frank Wedekind

Tilly Wedekind

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München, 7. Februar 1914 (Samstag)
von Wedekind, Frank
an Mackay, John Henry

john henry mackay
berlinerstrasse 160Der Schriftsteller John Henry Mackay (verzeichnet als John Mackey) wohnte in Charlottenburg in der Berliner Straße 166 (3. Stock) [vgl. Berliner Adreßbuch 1914, Teil I, S. 1959]. charlottenburg =


Telegraphie des Deutschen Reichs.
Amt Charlottenburg 2


Telegramm aus [...] muenchen [...]


leider post festum(lat.) nachträglich. John Henry Mackays 50. Geburtstag war am 6.2.1914 – Wedekinds Gratulation kam einen Tag zu spät. sendet die herzlichsten glueckwuensche zum fuenzigsten geburtstage = ihr alter frank wedekind.

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